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Freitag, 06.04.2018

Ein Sextett zur WM

Riesas Sportakrobaten sind auf dem Sprung nach Antwerpen. Das Seniorenpaar Sebastian/Kraft will eine Medaille.

Von Thomas Riemer

Für den SC Riesa bei der Weltmeisterschaft in Antwerpen: Nils Beuven, Daniel Blintsov, Tim Sebastian (hinten von links), Erik Pohl, Xenia Mehlhaff und Michail Kraft (vorn von links).
Für den SC Riesa bei der Weltmeisterschaft in Antwerpen: Nils Beuven, Daniel Blintsov, Tim Sebastian (hinten von links), Erik Pohl, Xenia Mehlhaff und Michail Kraft (vorn von links).

© privat

Von Osterferien und ausgiebigem Schlemmen war bei den Riesaer Sportakrobaten in diesem Jahr nur zu träumen. Stattdessen stand für ein Sextett des Sportclubs knallhartes Training auf dem Festtagsmenü. Denn: Sowohl das Mixed-Paar Xenia Mehlhaff und Daniel Blintsov als auch die Herrenpaare Nils Beuven und Erik Pohl sowie Michail Kraft und Tim Sebastian bereiteten sich in diesen Tagen auf die bevorstehende Weltmeisterschaft in Antwerpen vor.

„Die beiden Nachwuchspaare sind bereits abgereist“, sagt Katja Hänchen, Sprecherin des SC Riesa. Denn sowohl Mehlhaff/Blintsov als auch Beuven/Pohl müssen sich bereits am 8. und 9. April der kritischen Fachjury in ihren Qualifikationswettkämpfen stellen.

Das Ziel der beiden Paare ist klar formuliert – der Einzug ins finale. „Für das Mixed-Paar ginge damit der große Traum von der erfolgreichen Qualifikation für die Olympischen Jugendspiele im Oktober dieses Jahres in Erfüllung“, sagt Katja Hänchen. Doch die Messlatte liegt hoch. Der Finaleinzug ist die Mindestanforderung, um für die Jugendspiele in Argentinien im Gespräch zu bleiben. Doch beim Sportclub Riesa ist man optimistisch. Bei sauber geturnten Übungen sei für Xenia Mehlhaff und Daniel Blintsov sogar eine Podestplatzierung ein realistisches Ziel.

Bei den Herren der Altersklasse Junioren 2, Nils Beuven und Erik Pohl, wird es besonders schwer auf das Podium zu springen. Denn das Duo geht gleich mit zwei Handicaps in die Weltmeisterschaft. Nicht nur der zu erwartende Punktabzug für den Größenunterschied der beiden, sondern vor allem der Kapselriss im Fußgelenk von Nils in der unmittelbaren Vorbereitung werde den Jungs alles abverlangen, sagt die SC-Sprecherin. „Das Finale sollte aber drin sein“, glaubt sie. Am 10. April entscheidet sich dann im Finale, welche Nation die bekannte „Nasenspitze“ vorn liegen wird.

Dem wohl größten Erwartungsdruck unterliegen die beiden Gold-Jungs der World Games 2017, Michail Kraft und Tim Sebastian. Nach zahlreichen gemeinsamen Triumphen ist es nur die WM-Medaille, die Elite-Akrobaten noch in der Sammlung fehlt. Als „Senioren-Paar“ startend geht es am 13. und 14. April um den Einzug ins Finale, das noch am selben Tag ausgetragen wird. Ab Dienstag sind die Mitfavoriten am WM-Ort. Für die Titelkämpfe sind sie gewappnet. Bei einem der letzten öffentlichen Auftritte im Vorfeld zur Sportgala Mitte März hatte Tim Sebastian noch gesagt: „Wir sind auf gutem Weg, das Niveau der World Games auch in Antwerpen wieder zu erreichen.