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Ein Preis für Monacos Fürsten

In der Frauenkirche hat der Mann an der Spitze des Zwergenstaates den Europäischen Kulturpreis entgegengenommen. Auch andere Promis wurden geehrt.

08.06.2018

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 für Monacos Fürsten
Fürst Albert II. von Monaco bekam am Abend in Dresden einen Taurus-Preis.

© dpa

Dresden. Fürst Albert II. von Monaco hat am Freitag in Dresden den Europäischen Kulturpreis Taurus entgegengenommen. Für ihr kulturelles und soziales Engagement wurden zudem Rocklegende Peter Maffay, der Maler Gerhard Richter und die Sängerin Nana Mouskouri sowie fünf weitere Personen und Initiativen geehrt. Alle Preisträger setzen sich nach Angaben des Europäischen Kulturforums in besonderer Weise für die europäische Idee ein.

Fürst Albert II. nahm die undotierte Auszeichnung in der Dresdner Frauenkirche stellvertretend für seine eigene Stiftung zusammen mit der Deutschen Meeresstiftung entgegen. Gewürdigt wurde ihr Engagement für den Natur- und Umweltschutz. Der Fürst hatte den Termin auch für genutzt, sich ein wenig in Dresden umzusehen. So besichtigte er das Forschungsschiff „Aldebaran“ der Deutschen Meeresstiftung, das gerade auf der Elbe ankert. Und auch die VW-Manufaktur wurde von dem Monarchen besucht.

Der Monegasse ist aber längst nicht der einzige Geehrte: Den Taurus-Preis in Form einer Stierplastik in Bronze erhielten auch der Schauspieler Daniel Brühl, der Tenor Piotr Beczcala, die Sopranistin Anja Harteros sowie die Dresdner Musikfestspiele mit ihrem Intendanten Jan Vogler und das Jugendorchester der Europäischen Union. Bereits am vergangenen Sonntag hatte das Ballett der Semperoper Dresden den Preis entgegengenommen.

Erstmals vergeben wurde in diesem Jahr ein mit 7 500 Euro dotierter Förderpreis mit dem Titel „Next Generation“. Geehrt werden die jungen Dresdner Unternehmer von Cloud & Heat Technologies. Sie entwickelten den Angaben zufolge spezielle nachhaltige Computer-Clouds für Unternehmen.

Der in Rumänien geborene Maffay stehe wie kaum ein anderer für die europäische Idee, hieß es. Unermüdlich setze er sich für ein geeintes Europa ein. Der 86-jährige Gerhard Richter nahm nicht persönlich an der Preisverleihung teil. Seinen Taurus nahm stellvertretend die Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Marion Ackermann, entgegen.

Der Europäische Kulturpreis Taurus wurde in Kooperation mit der Stiftung Frauenkirche vergeben. Er würdigt jährlich Personen und Initiativen, deren herausragende Erfolge und Leistungen für das kulturelle Leben in Europa beispielhaft sind. Der Preis wurde erstmals 2006 überreicht. (szo mit epd)