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Freitag, 14.09.2018

Ein Jahr Soziokultur in Weißwasser

Zum Tag der offenen Tür wird für Sonnabend in die Telux geladen. Am Abend gibt es zudem Live-Musik.

Von Christian Köhler

Das Seitenquiz in der Hafenstube ist regelmäßig ausgebucht.
Das Seitenquiz in der Hafenstube ist regelmäßig ausgebucht.

© Rolf Ullmann

Weißwasser. Genau vor einem Jahr hat das Soziokulturelle Zentrum Telux in Weißwasser seine Pforten geöffnet. Am morgigen Samstag wird deshalb gefeiert und ein Einblick hinter die Kulissen gewährt. Natürlich darf bei dieser Gelegenheit der Blick zurück nicht fehlen. „Wir möchten zeigen, was in einem Jahr alles entstanden ist“, berichtet Maik Kutschke vom Verein mobile Jugendarbeit und Soziokultur. Neben einem Familiennachmittag mit zahllosen Mitmachangeboten, Hüpfburg, Kinderschminken und Spielecke stellen sich auch die „Macher“ der sechs offenen Angebote vor, die seit der Eröffnung der „Hafenstube“ in der Telux durch vorwiegend Externe und Ehrenamtliche vorgehalten werden.

„Es hat sich inzwischen viel entwickelt“, verrät Sebastian Krüger, ebenfalls vom Verein. Neben einem Näh-, Mal- und Tanzkurs oder einer Theater- und Siebdruckwerkstatt startet beispielsweise in der zweiten Jahreshälfte ein Ernährungsworkshop. Unter dem Namen „Gerichteküche“ werden einheimische Produkte zu Köstlichkeiten verarbeitet. Dazu sind eigens Hochbeete im hinteren Bereich der Telux entstanden, die abgeerntet werden sollen. Größten Zulauf aber habe der Tanzkurs von Tine Derichs, so Krüger. Allerdings etablierten sich nach und nach die anderen Angebote ebenso.

Formate haben sich etabliert

„Es gibt eine kleine, aber feine und vor allem beständige Truppe von Helfern“, erzählt Sebastian Krüger, „und diese Helfer werden natürlich vor Ort sein.“ Ihm sei es wichtig, darauf hinzuweisen, dass der Verein „kein Riesenkonzern ist, sondern den Großteil mit sechs Ehrenamtlern und vor allem in Eigenleistung“ stemmt.

Mit dem Jahr sei man vereinsintern mehr als zufrieden, wie Klartext-Stadtrat und Vereinsmitglied Timo Schutza bestätigt. Mehrere Veranstaltungsformate hätten sich bestens etabliert. Allen voran das Seitenquiz, das eine Gruppe von Cottbuser Jugendlichen vor einigen Jahren aus dem Boden gestampft hat und in Weißwasser zu regelmäßig ausgebuchten Events in der Hafenstube führt. „Wichtig ist für uns das Feedback, das uns die Leute geben. Konstruktive Kritik ist dabei erwünscht“, deutet Krüger an. Besonders freue ihn, dass immer mehr ehemalige Weißwasseraner, die am Wochenende zu Besuch in der Heimat sind, die Veranstaltungsangebote in der Telux nutzen. So werde beispielsweise das Disco-Angebot – dabei dreht sich alles um elektronische Musik – fortgesetzt.

Auf eine Idee von Gästen der Hafenstube geht der „Battle of the DJ‘s“ zurück, der am Sonnabendabend in der Philipshalle startet. Die Idee: Sechs Discjockeys legen auf und werden umgehend vom Publikum bewertet. Der Sieger erhält einen Preis. An selber Steller gibt es zuvor Rap-Musik von Einheimischen. „Miso“ aus Weißwasser und „Bujaka“ aus Cottbus wollen mit Slang oder jeder Menge gereimter Texte das Publikum in der Halle anheizen. Apropos Philipshalle: Am Nachmittag geht es vor allem im Außenbereich künstlerisch zu. „Wir haben eine kleine Ausschreibung gemacht, zu der sich mehrere Künstler angemeldet haben“, beschreibt Sebastian Krüger. Ziel ist es, die Halle gegenüber der Hafenstube von außen neu zu gestalten.

Wem das alles noch nicht anspricht, der kann sich am Abend auf einem zweiten Floor aber auch Swing- und Rock’n’Roll der Live-Band „Gentlemen‘s Blues“ geben. Die Berliner beginnen um 20 Uhr mit ihrer Show. Während alle Veranstaltungen am Nachmittag kostenfrei sind, wird am Abend ein Eintritt von fünf Euro erhoben, der die Unkosten decken soll.