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Freitag, 15.06.2018

Ein halbes Jahrhundert Volleyball

Von Stephan Klingbeil

Die Königsteinerinnen wurden Vize-Meister in der Bezirksklasse. Foto: privat
Die Königsteinerinnen wurden Vize-Meister in der Bezirksklasse. Foto: privat

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Einst waren sie die Dauerbrenner und Seriensieger auf Kreisebene – die Volleyballer der BSG Einheit Königstein. Nach zaghaften Anfängen im Schülerbereich wurde die Sektion Volleyball vor einem halben Jahrhundert in dem Verein gegründet. Bis zur Wende folgten auf Kreisebene viele Meistertitel und Pokalsiege. Auch danach errangen Mannschaften des 1989 gegründeten Nachfolgevereins, die Königsteiner Volleyballgemeinschaft (KVG), zahlreiche Erfolge.

Die jüngsten kommen quasi als Geschenk zum 50-jährigen Jubiläum, zu dem die Königsteiner an diesem Sonntag ab 9.30 Uhr auf ihrem Vereinsgelände zwischen Elbe und Schandauer Straße einladen. Denn bei den Volleyballwettbewerben der diesjährigen Sparkassen Kinder- und Jugendsportspiele im Sportpark Dippoldiswalde erkämpften sich die männlichen Nachwuchsteams beim U 12-, U 14- und bei dem U 18-Turnier jeweils die Goldmedaille.

Insgesamt waren 27 Teams aus zehn Vereinen und 140 Teilnehmern dabei – das war laut Kreissportbund Rekord seit 2009.

Die klasse Ausbeute der Königsteiner Talente reiht sich ein in den starken Aufwärtstrend in den vergangenen Jahren. „Wir haben sehr engagierte Trainer, und fast alle der Spieler und Spielerinnen kommen aus der Region“, erklärt Dr. Holger Wegner vom Vorstand des Königsteiner VG. Der Zahnarzt (59) spielt auch noch immer Volleyball, ist einer der ältesten Aktiven in dem Verein, der nun Geburtstag feiert.

Vor 25 Jahren eröffnet der Gohrischer nach dem Studium in Dresden seine Praxis in Bad Schandau –und schloss sich der KVG an. In jener Zeit gab es mehrere Kreismeistertitel – und die Männermannschaft entschloss sich, das Aufstiegsrecht wahrzunehmen. Viermal in Folge stieg die Mannschaft damals auf. Die sportliche Krönung war der Sachsenmeistertitel im Jahr 2001 und der damit verbundene fünfte Aufstieg hintereinander – in die Regionalliga.

Diese dritthöchste deutsche Spielklasse konnten die Königsteiner bis 2006 halten. Die KVG, der zeitweise auch eine Kooperation mit dem VC Dresden eingegangen war, sei in Deutschland erst die zweite Mannschaft gewesen, der so ein vergleichbarer Erfolg gelang. Dann kam der Schnitt. Viele der Dresdner Studenten, die damals in Königstein mitmischten, hörten auf. Das Männerteam fing danach von vorne an, von ganz unten. Und von da an ging es wieder nur in eine Richtung – nach oben.

In den vergangenen Jahren hat die KVG insbesondere in die Nachwuchsarbeit investiert. Viele Jugendliche aus dem eigenen Nachwuchs konnten mittlerweile in den zwei Frauen- und drei Männermannschaften als Leistungsträger eingebunden werden. Die Männer spielten bis zu ihrem knappen Abstieg im Vorjahr in der Bezirksliga, die Frauen hatten den Aufstieg in diesem Jahr vor Augen gehabt. In der Bezirksklasse belegten sie hinter der ungeschlagenen Dritten Mannschaft des Dresdner SC den zweiten Platz.