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Donnerstag, 01.03.2018

Ein Erlebnis ohne Angst

Zum ersten Mal spielt der SV Darmstadt 98 in Dresden. Trotz der in letzter Zeit katastrophalen sportlichen Bilanz rechnet sich Trainer Dirk Schuster an der Elbe einiges aus.

Von Cornelius de Haas

Dirk Schuster ist sein Mitte Dezember wieder Cheftrainer in Darmstadt. Mit den Lilien hatte er während seiner ersten Amtszeit den Durchmarsch von der dritten Liga bis in die Bundesliga geschafft.
Dirk Schuster ist sein Mitte Dezember wieder Cheftrainer in Darmstadt. Mit den Lilien hatte er während seiner ersten Amtszeit den Durchmarsch von der dritten Liga bis in die Bundesliga geschafft.

© dpa

Darmstadt. Dirk Schuster ist ein harter Hund. Der Trainer des SV Darmstadt 98 steht auch bei den momentanen Temperaturen in kurzer Hose auf dem Trainingsplatz, vielleicht auch deswegen, weil dem 50-Jährigen beim Gedanken an das Gastspiel bei Dynamo am Freitagabend warm ums Herz wird. „Es wird ein Erlebnis, in Dresden vor einer außergewöhnlichen Kulisse zu spielen“, erklärte der gebürtige Karl-Marx-Städter am Mittwoch auf der Spieltagspressekonferenz. Zum ersten Gastspiel an der Elbe kämen die Lilien „mit Respekt, aber definitiv ohne Angst“.

Laut Schuster ist das Team „konkurrenzfähig und gut gerüstet, um Dynamo wehzutun und punktemäßig etwas zu entführen“. Allerdings plagen den Coach durchaus einige Sorgen –vor allem personeller Natur. So sind Weltmeister Kevin Großkreutz wegen der fünften Gelben Karte und Immanuel Höhn nach einem Platzverweis gesperrt. Außerdem quält sich Innenverteidiger Romain Brégerie mit einer Wadenverletzung herum. Die Einsatzchancen des früheren Dynamo-Kapitäns beziffert Schuster auf 50 Prozent. Und auch der defensive Mittelfeldmann Slobodan Medojevic droht mit muskulären Problemen auszufallen

Der Engpass in der Defensive könnte eine taktische Umstellung zur Folge haben. Anstelle einer Vierer- sei auch eine Dreierkette vorstellbar, erklärte Schuster, der vor dem Spiel gegen Dresden vor allem die positiven Aspekte des 1:1 im Heimspiel gegen Heidenheim in den Vordergrund stellte. „Moralisch haben wir viel aus der Partie mitgenommen. Wir haben sehr viel in dieses Spiel investiert und uns mit dem Punkt ein klein wenig belohnt“, erklärte er. Man habe sehr große Fortschritte in verschiedener Hinsicht gemacht.

Hält man es mit den Lilien, wird das auch höchste Zeit. Von den 16 Spielen seit dem für Dynamo mehr als unglücklichen 3:3 am 24. September hat Darmstadt nur eines gewinnen können, zehn gingen verloren. Dass die Schwarz-Gelben seine Mannschaft deswegen unterschätzen könnten, wagt Schuster nicht zu hoffen: „Das werden sie nicht tun. Sie haben bei unseren Spielen sicherlich auch genau hingeschaut. Die Liga ist so ausgeglichen, dass jeder jeden schlagen kann. Da darf keine Mannschaft auf die leichte Schulter genommen werden, weil Kleinigkeiten maximal entscheidend sind.“

Und so dürfen sich die Hessen trotz der fan-unfreundlichen Anstoßzeit auf eine lautstarke Unterstützung ihrer Anhänger freuen. Bis zum Mittwoch hatten sich 860 Lilienfans mit Tickets für den Gästebereich des DDV-Stadions versorgt.

Dynamos Bilanz gegen Darmstadt: 1 Spiel. 1 Unentschieden. 3:3 Tore.

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