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Montag, 17.09.2018

Ehemaliger Stadtscheiber verstorben

Ulrich Schacht
Ulrich Schacht

© Stefanie Schacht

Dresden/Förslöv. Der Schriftsteller Ulrich Schacht ist im Alter von 67 Jahren in seiner Wahlheimat Schweden gestorben. Das gab die evangelische Nachrichtenagentur Idea bekannt.

Schacht wurde im Frauengefängnis Hoheneck geboren und studierte in Rostock und Erfurt Theologie. 1973 wegen „staatsfeindlicher Hetze“ zu sieben Jahren Haft verurteilt, wurde er 1976 in die Bundesrepublik entlassen. Dort studierte er Politologie und Philosophie und arbeitete als Journalist. Sein Buch „Brandenburgische Konzerte“ machte Ulrich Schacht 1989 als Schriftsteller einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Er verfasste Gedichte, Romane und Erzählungen.

2007 wurde er zum Dresdner Stadtschreiber berufen, unter Protest einiger Stadtratsmitglieder, die in Schacht, der auch Autor der rechtsnationalen Zeitung Junge Freiheit war, einen Rechtsextremisten sahen. Im vergangenen Jahr veröffentlichte er den Roman „Notre Dame“. 2018 unterzeichnete Ulrich Schacht die „Gemeinsame Erklärung“ von Künstlern und Wissenschaftlern gegen eine „Beschädigung Deutschlands“ durch „illegale Masseneinwanderung“. (SZ/or)