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Montag, 01.10.2018

Dynamos Präsidium tritt komplett zurück

„Der K-Block ist Anti-Ritter“: Die Ultras positionieren sich gegen den Präsidenten. Der verkündet wenig später zusammen mit seinen Kollegen den Rücktritt.
„Der K-Block ist Anti-Ritter“: Die Ultras positionieren sich gegen den Präsidenten. Der verkündet wenig später zusammen mit seinen Kollegen den Rücktritt.

© Robert Michael

Dresden. Erst die 0:1-Heimniederlage gegen Greuther Fürth, dann sechs Rücktritte in den Führungsgremien von Dynamo Dresden: Der Fußball-Zweitligist erlebte einen turbulenten Sonntag. Das komplette Präsidium mit Andreas Ritter, Diana Schantin und Michael Winkler, der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende André Gasch sowie die Ehrenräte Klemens Rasel und Michael Walter stellten ihre Ämter wenige Stunden nach dem Spiel zur Verfügung.

Dynamos Präsidenten seit der Wende

In einer gemeinsamen Erklärung machen die sechs Ehrenamtlichen die anhaltenden Querelen in den Gremien für ihren Schritt verantwortlich. „In den letzten Wochen sind in unserem Verein wieder Grabenkämpfe ausgebrochen, die den Frieden in unserer Sportgemeinschaft ernsthaft bedrohen. (...) Diese von Lügen, Diffamierungen und persönlichen Anfeindungen getragenen Zustände wollen wir nicht weiter mittragen“, heißt es in dem Schreiben.

Hintergrund des Streits sind Differenzen zwischen den beiden Geschäftsführern Ralf Minge (Sport) und Michael Born (Finanzen). Nach SZ-Informationen gab es innerhalb der Vereinsführung Bestrebungen, Minge aus seinem Amt zu drängen, damit Born bleiben kann. Dies stieß auf heftige Kritik bei Teilen der Fans. Auch am Sonntag positionierten sie sich mit Sprechchören und Spruchbändern für Minge. Auf einem stand: „Der K-Block ist Anti-Ritter“. In einem im Stadion verteilten Flugblatt griffen die Ultras einzelne Führungskräfte massiv an und machten sie für die Unruhen verantwortlich. Die Ablehnung durch die aktive Fanszene könnte die Rücktritte zumindest befördert haben. (SZ/dk)

Leser-Kommentare

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Insgesamt 27 Kommentare

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  1. Hüsley

    Wenn‘s spielerisch halbwegs läuft, macht man eben an anderer Stelle ein Fass auf. Wirklich gut weg, kommt dabei keiner, alles ganz schön amateurhaft. Präsidium und Ultras nehmen sich da wenig. Aber Fußball ist ja auch nur ein Spiegel der Gesellschaft und in Dresden reagiert man gerne und schnell auch mal über. Man ist furchtbar rechthaberisch und gleichzeitig unsagbar mimosenhaft, dass man bei jeglichem Gegenwind eingeschnappt hinschmeißt.

  2. Heike Naumann

    Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt, dass auch Minge seinen Rücktritt erklärt. Der Unruheherd muss verschminden.

  3. summsummsumm

    Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt, dass der Verein sich auflöst. Der Unruheherd mit kriminellen Umtrieben muss verschminden.

  4. Ronny Z.

    @2: Sie haben da etwas falsch verstanden. Die Unruhe entstand während des krankheitsbedingten Ausfalls von Ralf Minge. Außerdem wäre Dynamo ohne Minge nicht dort, wo es heute ist. Der lebt Dynamo und er hat es verdient, dass man ihm vollends vertraut. Auch aus diesem Grund stehen die komplette Mannschaft und 95% der Fans hinter Ralf Minge!

  5. Markus

    Gut so! Ritter hat schon in der Geyer-Affäre amateurhaft agiert. Bei den übrigen Gremienmitgliedern waren mir zu viele charakterlich zweifelhafte Wichtigtuer dabei, die mit ihrem Laienwissen der sportlichen Führung ständig hereinreden wollten. Das tat dem Verein nicht gut. @ Heike Naumann: sind Sie das Herr Born? 99,5 Prozent der Fans stehen fest hinter Minge, da ändert auch ihr sinnfreier Kommentar nichts dran

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