erweiterte Suche
Montag, 27.08.2018

Dynamos früheres Riesentalent trifft jetzt für Borea

Von Jens Jahn

Rassige Zweikämpfe gab es in Weixdorf zu sehen – vor 265 Zuschauern. Foto: Rene Meinig
Rassige Zweikämpfe gab es in Weixdorf zu sehen – vor 265 Zuschauern. Foto: Rene Meinig

© - keine Angabe im huGO-Archivsys

Die Eröffnung zur Landesklasse-Saison 2018/19 sollte für die SG Weixdorf ein Fußballfest werden. Nach der Staffeltagung wurde ausgerechnet das Nord-Dresden-Derby zwischen den Gastgebern und dem SC Borea zum Auftaktspiel auserkoren. In der Halbzeitpause fand zudem die Auslosung der zweiten Landespokal-Runde statt.

Vor 265 zahlenden Zuschauern auf dem Forstsportplatz vermasselten allerdings die Gäste um Trainer Elvir Jugo das geplante Jubelfest. Nach zehn Spielminuten führte Borea bereits mit 2:0. Richard Schöne kam zweimal per Kopfball zum Torerfolg. Ein toller Einstand des 28-Jährigen im Trikot der Nordlichter. Das einstige Riesentalent aus dem Nachwuchs von Dynamo Dresden, das nach einem schlimmen Autounfall seine Profikarriere ad acta legen musste, fühlt sich im Jägerpark scheinbar pudelwohl. „Er trainiert sehr fleißig und hart, hat die Führungsrolle sofort angenommen. Sein Ehrgeiz ist wieder voll erwacht“, lobt Jugo.

Die schnelle Zwei-Tore-Führung spielte Borea natürlich in die Karten. Die Gäste verlegten sich fortan aufs Kontern, Schöne, André Heinisch und Simon Priebs scheiterten am Weixdorfer Keeper Robert Grunwald. Auf der Gegenseite hielt der kurzfristig vom Radeberger SV gekommene Torwart Lukas Kirsten die Null fest. „Das war für uns sehr wichtig, dass wir kein Gegentor bekommen. Das war in der letzten Saison nur selten der Fall“, erklärte Jugo. Robert Karsten machte dann in der 81. Minute mit dem 3:0 alles klar.

Aufstiegsanwärter FV Laubegast musste gleich im ersten Punktspiel einen Dämpfer hinnehmen. Im Stadtderby gab es bei der SG Striesen eine 0:2-Pleite. Robert Scannewin, der in der 90. Minute die Gelb-Rote Karte sah, zog ein ernüchterndes Fazit: „Es war ein Tag, an dem keiner zu Normalform aufgelaufen ist. Solche Spiele gibt es eben. Wir haben den Kampf und die mannschaftliche Geschlossenheit vermissen lassen. Auch an meiner Ampelkarte bin ich selbst schuld, da muss ich mich nicht beschweren. Man kann natürlich so ein Derby in Striesen verlieren, die Art und Weise war aber heute nicht in Ordnung.“

Verloren hat auch Aufsteiger Rotation. Trotz einer 1:3-Niederlage beim letztjährigen Staffelsieger LSV Neustadt/Spree zeigte sich Trainer Stefan Zock nicht unzufrieden: „Wir haben etwas unglücklich schon zeitig zwei Gegentreffer kassiert, uns aber davon nicht unterkriegen lassen. Speziell die zweite Halbzeit hat gezeigt, dass wir sehr gut mithalten können. Wir waren einem Ausgleich sehr nah.“

Erik Lehmann erzielte das erste Tor für die Rotationer in der Landesklasse. Zuvor hatte Benjamin Baumann allerdings eine Flanke im eigenen Gehäuse versenkt. „Der Ball wäre auch so im Tor gelandet. Kein Vorwurf an Benny“, nahm Zock den Unglücksraben in Schutz. Einen 9:0-Sieg feierte Aufsteiger VfB Weißwasser gegen den SV Oberland Spree. Der Ex-Laubegaster Philipp Reimann traf dreifach.