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Sonntag, 06.05.2018

Dynamo spielt in Aue 0:0

Der Vorsprung auf die Abstiegsränge schmilzt zwar weiter, doch im abschließenden Heimspiel reicht nun ein Punkt zum sicheren Klassenerhalt.

Dynamos Florian Ballas (li.) und Marcel Franke (3.v.li.) im Kopfballduell gegen Nicolai Rapp.
Dynamos Florian Ballas (li.) und Marcel Franke (3.v.li.) im Kopfballduell gegen Nicolai Rapp.

© Robert Michael

Aue. Mit viel Krampf hat Dynamo Dresden beim Sachsenduell in Aue einen Punkt geholt. Einen Sieger hatte diese schwache Partie aber auch nicht verdient: Antworten auf die Fragen zum Spiel:

Szenen vom Spiel Aue: Dynamo

Wie hat Dynamo die Niederlage gegen Düsseldorf verarbeitet?

Das 1:2 gegen die Fortuna habe zwar weh getan, sei aber relativ schnell abgehakt gewesen, hatte Trainer Uwe Neuhaus vor dem Spiel im Erzgebirgsstadion erklärt. Zunächst schien sich das auch im Dresdner Spiel zu zeigen. Mit Anpfiff spielte Dynamo nach vorn, doch Heises Flanke von der Grundlinie nach wenigen Sekunden war viel zu hoch angesetzt. Mit zunehmender Spieldauer zeigte sich aber immer deutlicher, dass beide Mannschaften im Abstiegskampf stecken. Entsprechend niedrig war das Niveau, die vielbesprochene Brisanz war der Partie nicht anzumerken, sodass der Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Frank Willenborg einer Erlösung gleichkam.

Was hat die offensive Aufstellung gebracht?

Mit Moussa Koné und Pascal Testroet schickte Neuhaus zwei Stürmer ins Spiel. Zunächst schien sich das auszuzahlen. Die Dresdner gingen früh auf ihre Gegenspieler und bestimmten so zunächst das Spiel. Wirkliche Torchancen blieben aber aus, auch weil Testroet (9.) nach Pass von Ballas den Ball nicht unter Kontrolle brachte. Doch die offensive Ausrichtung konnte die Probleme im Defensivbereich nicht kaschieren. Erst ließen die Dresdner Pascal Köpke auf Clemens Fandrich flanken und diesen laufen, womit sie ihren eigenen Keeper Marvin Schwäbe in arge Bedrängnis brachten (10.), dann lief Rico Benatelli zwar einen Auer Angriff gut ab, doch sein Befreiungs- wurde zum Pressschlag und zwang Schwäbe – zwar neben dem Tor stehend – zu einer Glanzparade. Mitte der ersten Halbzeit begannen die Schwarz-Gelben sich mehr in die eigene Hälfte zurückzuziehen, was den Veilchen mehr Spielräume brachte. Zu nutzen wussten es die Gastgeber allerdings nicht, auch wenn die Dresdner Abwehr mehrfach ins Schwimmen geriet.

Das sagen die Trainer

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Uwe Neuhaus, Dynamo-Trainer: Spannendes Spiel, intensives Spiel. Keine Mannschaft wollte ein Gegentor kassieren, das war das oberste Gebot. Wir haben aber nicht auf 0:0 gespielt, nicht dass das jemand falsch versteht. Mit der Schiedsrichterleistung bin ich nicht zufrieden, wir waren früh gehandicapt. Aber wir haben es beide noch selber in der Hand. Wir dürfen aber auch nicht glauben, dass wir schon durch sind. Erzgebirge Aue wünsche ich natürlich alles Gute.

Hannes Drews, Aue-Trainer: Ich finde es schade, dass wir unseren Fans heute keinen Sieg schenken konnten, die uns top unterstützt haben. Ich bin aber zufrieden, dass wir unseren Matchplan zu 95% umgesetzt haben, in der Defensive sogar zu 100%. Nur in der Offensive hat mir das letzte Quäntchen Mut gefehlt. Am Ende wollte ich aber wenigstens den einen Punkt nicht aufs Spiel setzen. Riesenkompliment aber an meine Mannschaft, wie sie die Standards von Dresden verteidigt hat. Wenn wir die Leistung von heute in Darmstadt abliefern, dann bin ich sehr zuversichtlich, dass wir den Klassenerhalt schaffen werden.

Warum wechselte Neuhaus schon in der ersten Halbzeit?

Erich Berko hatte nach einem unglücklichen Zusammenprall mit einem Auer im Strafraum der Veilchen früh die Gelbe Karte gesehen (19.). Weil er auch danach nicht besonders glücklich agierte und von Schiedsrichter Willenborg nach einem Foul an Hertner (31.) nachdrücklich ermahnt wurde, ersetzte Neuhaus den Flügelspieler in der 39. Minute durch Stürmer Peniel Mlapa – überraschenderweise positionsgetreu.

Warum wurde es auch im zweiten Durchgang nicht besser?

Weil beide Teams den Respekt vor einer Niederlage nicht ablegen konnte. Zudem agierte Dynamo nicht mehr spielerisch, sondern verlagerte sich vermehrt auf das Schlagen langer Bälle. Auch die Standards, die während der Trainingswoche noch einmal extra geübt worden waren, wurden nicht am Ansatz gefährlich.

Wie verhielten sich die Dresdner Fans?

Im Stadion vorbildlich, was wohl auch daran lag, dass die nicht zum Spieltagskader gehörenden Dresdner Akteure mit im Fanblock standen. Auch bei der Anfahrt habe es keine größeren Probleme gegeben, hieß es von der Polizei, die die Anreise der Dresdner als „weitgehend störungsfrei“ bezeichnete.

Was bedeutet das Ergebnis für die Dresdner?

Der Abstand auf den Abstiegsplatz 17 und den Relegationsplatz 16 ist zwar auf einen Zähler geschrumpft, dennoch reicht ein Punkt im abschließenden Heimspiel gegen Union für den sicheren Klassenerhalt, da mit Heidenheim und Fürth sowie Darmstadt und Aue die direkte Konkurrenz noch gegeneinander antreten muss.

Leser-Kommentare

Insgesamt 5 Kommentare

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  1. Tropoja

    Falsch liebe SZ: ein Punkt reicht nicht zum 100 prozentigen Klassenerhalt. Es kann immer noch der Relegationsplatz werden. Was heute vermieden wurde ist der direkte Abstieg.

  2. SGDler

    Ich möchte trotzdem ab Sommer einen neuen Trainer bei Dynamo! Es wäre schon wieder beinahe schief gegangen!!

  3. Tropoja

    Sorry SZ, ein Punkt reicht doch. Fürth spielt in Heidenheim...

  4. edelsachse

    danke marvin schwäbe! ich nehme an die "ich hab noch nie eine glanzparade vom schwäbe gesehen" - fraktion hat in der 91. minute mal wieder nicht mehr hingeguckt .. XD

  5. manders

    Gut gekämpft!!,Minimalziel erreicht,Punkt geholt der sehr wichtig war!!zu Nr.4: der Torhüter hat eine normale Leistung gezeigt wie viele Spieler heute,dazu gehört auch eine Glanzparade die sehr wichtig war!! Warum jedoch Dynamo ständig in den letzten Minuten der Spiele ,wiederholt in Bedrängnis kommt und dem Gegner Chancen genehmigt sollte einfach der Trainer erklären! Von Standards ging wie so oft, kaum Gefahr aus.Fernschüsse auf Gegners Tor Fehlanzeige .Mlapa hat eine überraschend gute Leistung gezeigt mit Einsatz und Mentalität! Ich hoffe das der Punkt gegen Union gelingt und Dynamo am Ende übern Strich steht,ohne Religation!! Und statt zu feiern wie der Trainer meint, werden dann hoffenlich vielen Fans die Steine vom Herzen fallen!!So eine Saison braucht niemand noch einmal!Doch erst muss unsere Mannschaft gegen Union bestehen und das wird schwer genug ,als punktschlechtestes Heimteam der Liga.Wiedermal ,wie immer sind die Fans gefragt die Mannschaft zu pushen!!pro Dynamo

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