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Dienstag, 15.05.2018

Droht Hasenhüttl das Aus bei RB?

Beim Zukunftsgipfel um Ralph Hasenhüttl bei RB Leipzig soll es laut Medien kein neues Vertragsangebot für den Coach gegeben haben. Damit erscheint auch ein sofortiges Aus des Österreichers wieder realistisch.

RB Leipzig-Cheftrainer Ralph Hasenhüttl (l) bekommt von Sportdirektor Ralf Rangnick offenbar nur einen Jahresvertrag.
RB Leipzig-Cheftrainer Ralph Hasenhüttl (l) bekommt von Sportdirektor Ralf Rangnick offenbar nur einen Jahresvertrag.

© dpa

Leipzig. Trotz der jüngsten Beteuerungen von Ralf Rangnick steht Ralph Hasenhüttl Medienberichten zufolge vor einem möglichen Aus beim Fußball-Bundesligisten RB Leipzig. Wie die „Bild“-Zeitung und das Fachmagazin „Kicker“ am Dienstagabend übereinstimmend schrieben, hat der Verein dem 50 Jahre alten Österreicher bei einem Gespräch kein neues Vertragsangebot über 2019 hinaus gemacht. Demzufolge würde Hasenhüttl mit einem auslaufenden Kontrakt in die neue Saison gehen - ein Szenario, das der Coach für sich eigentlich ausgeschlossen hatte. Der Verein war für eine Stellungnahme am Abend zunächst nicht erreichbar.

Bei dem angekündigten Zukunftsgipfel von Sportdirektor Rangnick, Vorstandschef Oliver Mintzlaff und Hasenhüttl wurde dem Coach den Berichten zufolge keine langfristige Offerte als Vertrauensbeweis unterbreitet. Eine weitere Zusammenarbeit scheint damit schwer vorstellbar.

„Er wird auf jeden Fall nächstes Jahr unser Trainer sein, daran gab es noch nie irgendeinen Zweifel“, hatte Rangnick noch am Sonntag beim Abschiedsspiel von RB-Rekordspieler Dominik Kaiser bekräftigt. Dabei gab der RB-Macher auch die zuvor geäußerte Linie auf, dass der Club nur mit Hasenhüttl in die nächste Spielzeit gehen würde, wenn es eine Einigung auf ein langfristiges Engagement gäbe.

Hasenhüttl trainiert RB seit zwei Jahren. Nach der Champions-League-Qualifikation gleich in der ersten Bundesligasaison sind die Leipziger mit ihrem Coach auch kommende Spielzeit wieder international vertreten. Wenn der Meister FC Bayern das DFB-Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt gewinnt, reicht Tabellenplatz sechs für den direkten Einzug in die Gruppenphase der Europa League. Sollten die Frankfurter hingegen den Cup gewinnen, müsste RB vor dem Bundesliga-Start bereits Ende Juli in die Europa-League-Qualifikation. Dabei müsste Leipzig sechs Spiele bis zur Hauptrunde absolvieren.

Die Mannschaft um Kapitän Willi Orban hatte sich nach dem 6:2 bei Hertha BSC am letzten Spieltag klar für eine weitere Zusammenarbeit mit ihrem Trainer ausgesprochen. „Ich will definitiv mit dem Trainer weitermachen, aber es liegt nicht in meiner Hand“, sagte Orban. (dpa)