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Dienstag, 07.08.2018

Dresdner gewinnt Tambourelli-WM

Der Dresdner Sebastian Rose prägt in einer hierzulande noch wenig populären Sportart seit Jahren die Weltspitze mit. Und so verwundert es kaum, dass dem Athleten des SV Sachsenwerk ein seltenes Kunststück gelang. Der 32-Jährige holte sich zum zweiten Mal in seiner Laufbahn den Weltmeistertitel im Tambourelli. Das ist eine abgezweigte Variante des klassischen Tambourello, dabei wird ein Gummiball mittels eines Schlägers auf die andere Seite des Spielfeldes geschlagen. Da der Schläger an das Musikinstrument Tamburin erinnert, trägt diese Sportart den ungewöhnlichen Namen.

Beim Tambourelli wiederum wird statt eines Gummiballs ein Federball traktiert. Rose ist dabei erneut der weltbeste Einzelspieler. In Schottland bei der Weltmeisterschaft errang er nach 2015 seinen zweiten Einzeltitel. Allerdings ist die internationale Konkurrenz immer noch sehr überschaubar. Wer es sich leisten kann und will, nimmt an der WM teil. Rose, der hauptberuflich im Krebszentrum des Uniklinikums Dresden arbeitet und dort mit seinem Team klinische Studien zur Behandlung von Krebszellen und des HIV-Virus vorantreibt, will das offenbar unbedingt und erbeutete eine nicht alltägliche Weltmeister-Trophäe – einen verbeulten Wanderpokal-Becher aus Bronze. Auf dem Weg zu seinem zweiten WM-Titel schaltete der gebürtige Finsterwalder seinen Klubkollegen Ringo Sobiella aus.

In der Frauen-Konkurrenz musste sich die Weltmeisterin des Vorjahres, die Dresdnerin Katrin Ueberfuhr, diesmal einer noch Besseren geschlagen geben. Im Finale des Fraueneinzels unterlag Ueberfuhr gegen eine Engländerin. Im gemischten Doppel steuerte Lutz Reiter mit Indy Priestman aus Schweden als Vize-Weltmeister die dritte Medaille für die Dresdner Tambourelli-Akteure bei. (ald)