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Montag, 13.08.2018

Dresdens neuer Aussichtsturm rollt an

Zum Stadtfest wird der weltweit höchste mobile City-Skyliner aufgebaut. Der Schwertransport ist unterwegs.

Von Peter Hilbert

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Dieser Turm steht bald in Dresden.
Dieser Turm steht bald in Dresden.

© Sklyliner GmbH

  • Dieser Turm steht bald in Dresden.
    Dieser Turm steht bald in Dresden.
  • Diesen Blick über die Elbe und die Altstadt werden die Besucher vom Aussichtturm genießen können. Am Mittwoch wird der City-Skyliner aufgebaut.
    Diesen Blick über die Elbe und die Altstadt werden die Besucher vom Aussichtturm genießen können. Am Mittwoch wird der City-Skyliner aufgebaut.

Bis zum Sonntag konnten die Luxemburger genießen, was den Dresdnern jetzt bevorsteht: einen ungewöhnlichen Ausblick vom weltweit höchsten mobilen Turm. Ragte der vom 30. Juni bis zum Sonntag noch beim Festival Summer in the City in Luxemburg empor, so ist der insgesamt 81 Meter hohe City-Skyliner jetzt abgebaut, zerlegt und rollt auf einem Schwertransport nach Dresden.

Der Transport: In zwei Nächten von Luxemburg zum Terrassenufer

Insgesamt 14 Spezialtransporter sind unterwegs, erklärt Thomas Schneider. Der 58-jährige Unternehmer aus dem westfälischen Soest hatte 2012 den City-Skyliner bauen lassen und dafür rund 3,8 Millionen Euro investiert. Damit war er schon in vielen Städten. Jetzt rollt der Schwertransport, der nur nachts fahren darf, mit den insgesamt 290 Tonnen schweren Teilen nach Dresden. Am Sonntagabend sind die Fahrzeuge gestartet. Schneider hofft, dass sie nach rund 650 Kilometern am Dienstagmorgen in Dresden eintreffen.

Aufgebaut wird der Turm auf dem Altstädter Pkw-Parkplatz neben der Carolabrücke schräg gegenüber der Moritzbastei. Am Mittwochmorgen sollen die Arbeiten beginnen. Dafür rollt ein 300-Tonnen-Kran an. Schneider hofft, dass die Montage an diesem Tag weitgehend geschafft wird.

Das Erlebnis: Aus 72 Metern Höhe den Blick über Dresden genießen

Bis zu 60 Besucher können bei einer siebenminütigen Fahrt den Rundum-Ausblick aus der Gondel genießen. Sie steigen über den barrierefreien Zugang in eine Gondel, die langsam drehend bis in eine Höhe von 72 Metern aufwärtsfährt. Drei bis vier Rollstuhlfahrer können jeweils in der geräumigen Kanzel mitfahren, die weit über zwei Meter hoch ist und einen Durchmesser von 16 Metern hat. Sie steigen mit ihren Begleitern immer zuerst ein, erklärt Betreiber Schneider. Erst danach dürfen die anderen Fahrgäste zusteigen. Die Auf- beziehungsweise Abfahrt in der voll klimatisierten Gondel dauert jeweils eine Minute.

Während der Fahrt gibt es Infos zum Turm, dem Ausblick und der Stadt. Zum Auftakt des Stadtfests startet die erste Fahrt am Freitag, 17 Uhr. Geöffnet ist während des Festes am Freitag bis 2 Uhr, am Sonnabend, 11 bis 2 Uhr, und am Sonntag, 11 bis 22.30 Uhr. An allen weiteren Tagen startet die erste Fahrt um 10.20 Uhr und die letzte 21.40 Uhr.

Bis zum 9. September steht der City-Skyliner am Terrassenufer. Dann zieht er zum Postplatz neben die Käseglocke um. Dort können Besucher vom 15. September bis 14. Oktober den Ausblick über den Zwinger und die Altstadt genießen. An schönen Tagen soll er mehr als 20 Kilometer weit reichen.

Die Sicherheit: Windmessanlage reagiert bei starken Böen schnell

Die Sicherheit stehe für Schneider ganz oben. Deshalb müsse beim Aufbau jeder Handgriff sitzen. Er habe eine feste Truppe von sieben Mitarbeitern. Diese Fachkräfte haben viel Erfahrung. Nach dem Bau hatte Schneider den Turm vom Tüv Süd München prüfen lassen. Dessen Experten gelten bei diesen Anlagen als versiert. Seitdem inspizieren sie regelmäßig den City-Skyliner. An seiner Spitze ist eine Messanlage installiert, die Windböen mit einer Stärke ab 80 Stundenkilometern elektronisch meldet. Wird der Wind zu stark, fährt die 30 Tonnen schwere Gondel nach unten und stabilisiert mit dem Gewicht zusätzlich den Turm. Deshalb sei er selbst für die stürmische Nordseeküste zugelassen.

Der Skyliner-Chef ist voller Erwartung. „Wir waren schon in Wien, Stockholm und Luxemburg“, führt er einige Beispiele an. „Jetzt kommen wir nach Dresden. Darauf freue ich mich schon sehr.“

Die Karten: Besucher können schon jetzt die Tickets buchen

Die Fahrt kostet für einen Erwachsenen acht, für Kinder zwischen vier und zwölf Jahren fünf Euro. Die Kleinsten dürfen kostenfrei mitfahren. Ein ermäßigtes Ticket gibt es für sieben Euro. Im Vorverkauf kommt ein Euro hinzu.

Karten-Vorverkauf in SZ-Treffpunkten, der Dresden-Information und im Internet unter: www.sz-ticketservice.de

Leser-Kommentare

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Insgesamt 12 Kommentare

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  1. Freier Bürger

    Ein völlig uninteressantes und auch überflüssiges Vorhaben! Die Stadt sollte sich lieber endlich um die Wiedereröffnung des Dresdener Fernsehturms kümmern! Die Aussicht von dort, verbunden mit der schon zu DDR-Zeiten sehr guten Gastronomie, ist nicht zu toppen. Da braucht es diesen lächerlichen mobilen Aussichtsturm nicht.

  2. ich

    Nur das der Fernsehturm gar nicht im Zentrum steht. Wie kommt man also aus dem Trubel ins unbedeutende Randgebiet? Wer hat denn tatsächlich ein Interesse dran, einen halben Tag das Festgelände zu verlassen? Das mögen wohl nur ein "freier" Bürger und andere zurückgebliebene DDR-Nostalgiker in ihrer Verblendung wissen...

  3. Tim Buktu

    Bei #1 steht der Name wohl für´s Programm ... Was hat denn der Fernsehturm, der mit riesigen Investitionen saniert werden müsste, mit einer privaten, sich selbst über Eintrittsgelder finanzierenden Attraktion zu tun? Immer diese Meckerei und dann noch ohne Substanz.

  4. Klar

    Hat dieser City-Skyliner eigentlich einen "zweiten Rettungsweg"? Nämlich - weil dieser fehlt, ist der stadteigene Rathausturm seit fast zehn Jahren für Besucher gesperrt! Übrigens fast genauso hoch (68m) und (damals) nur 1/2 so teuer...

  5. Manfred Hengst

    Mit Nostalgie hat das nichts zu tun, ich habe meine Karten schon. Wir sollten froh sein das es in Dresden mal was gibt was nicht nur aus Beton und Glas ist.

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