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Freitag, 13.07.2018

Dresden sucht Investoren für Fernbusbahnhof

Nach Jahren des Hin und Hers hat sich die Stadt zwar auf einen Standort festgelegt. Selbst bauen will sie aber nicht.

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Ein Fernbus des Unternehmens Flixbus steht am Zentralen Omnibusbahnhof Hannover (ZOB) in Hannover. Vielleicht sieht der Fernbusbahnhof in Dresden auch mal so ähnlich aus?
Ein Fernbus des Unternehmens Flixbus steht am Zentralen Omnibusbahnhof Hannover (ZOB) in Hannover. Vielleicht sieht der Fernbusbahnhof in Dresden auch mal so ähnlich aus?

© Julian Stratenschulte/dpa

Jetzt sollen es andere machen: Im Herbst wird die Landeshauptstadt international nach Investoren suchen, die sowohl den neuen Fernbusbahnhof am Wiener Platz als auch das Fahrradparkhaus davor bauen und betreiben wollen. Beide Projekte wolle man bei der Immobilienmesse Expo Real in München vorstellen, die im Oktober stattfindet, teilt die Stadtverwaltung mit.

„In jedem Fall sind wir an einem Betreibermodell interessiert, bei dem Busbahnhof und Fahrradparkhaus in einer Hand liegen“, sagt Doris Oser, die persönliche Referentin des Baubürgermeisters. Daraus würden sich Vorteile ergeben. „Ein Aufenthaltsraum, ein Kiosk, ein Café und die Toiletten können gemeinsam genutzt werden.“ Zugang und Überwachung könnten ebenfalls für beide Einrichtungen gemeinsam organisiert werden. Auch in anderen Städten wie München, Stuttgart oder Hamburg werden Busbahnhöfe nicht selbst von den Kommunen betrieben. In der Hansestadt etwa ist der Bau durch Mieteinnahmen refinanziert worden. Auch Abfahrtsgebühren sind üblich, in der Regel zwischen zwei und zehn Euro. Dass der Fernbusbahnhof auf die Westseite des Wiener Platzes kommt, hatte der Stadtrat erst letzten September beschlossen. Er soll die unübersichtlichen Haltestellen an der Bayrischen Straße ablösen.

Der Bau des Fahrradparkhauses werde zwar mit angeboten. Falls sich dafür aber niemand finden sollte, könnte die Stadt das Gebäude selbst errichten. Es gebe bereits einen Entwurf, hatte Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) vor zwei Wochen im SZ-Interview gesagt. Die Planung sei beim Freistaat eingereicht worden, der für dieses Leuchtturmprojekt Hilfe bei der Finanzierung in Aussicht gestellt hatte. Das rund 3,5 Millionen Euro teure Haus könnte im besten Fall mit 90 Prozent Fördermitteln gebaut werden. Das Ziel sei es, spätestens 2021 mit dem Bau zu beginnen. Das Parkhaus soll Platz für 750 bis 1 000 Räder bieten. Die Fahrradbügel vorm Bahnhof sind ständig überfüllt. (SZ/sr)

Leser-Kommentare

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Insgesamt 27 Kommentare

Alle Kommentare anzeigen

  1. Baurz

    Or ne, mit den Bussen! Das können die doch ni machen! Was muss unser schönes Dresden noch alles ertragen?

  2. R.B.

    Solange ich die Diskussion um eine Busbahnhof in Dresden kenne, und das seit tiefster DDR-Zeit, zeigt sich die Stadtverwaltung zutiefst unfähig und unwillig in dieser Hinsicht etwas zu bewegen. Die meisten anderen Städte haben das jedenfalls schon lange geschafft. - Wetten, daß auch diesmal das eine Diskussion ins Leere wird!!!

  3. Hugo

    Was gibts da groß zu suchen? Hauptsächlich wird Flixbus den Busbahnhof wohl nutzen, also mögen die doch bitte den Großteil der Kosten übernehmen und sich um einen Bauträger kümmern. Den Rest kann je nach Größe des Anteils Bund/Land/Stadt zuschießen für die überregionalen VVO-Busse.

  4. Manfred Hengst

    Die Busgesellschaften alle voran Flixbus wollen doch nur eine billige Preise auf Kosten der Gesellschaft. Keine Mautgebühren und die Haltestellen überlassen sie den Kommunen.

  5. Armes Dresden

    Hatte nicht der Herr Simmel von EDEKA nicht bereits Interesse bekundet, den Busbahnhof mitzubauen? Jetzt muss unsere tolle Verwaltung wieder Steuermittel verschwenden, um sinnlose Aussschreibungen zu veranstalten. Es wäre ja auch zu einfach, sich mit einem Investor an einen Tisch zu setzen und zu einigen.

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