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Donnerstag, 08.03.2018

Dresden braucht zwei neue Kitas

320 weitere Betreuungsplätze bis zum Schuljahr 2020/21: Bildungsbürgermeister Vorjohann reagiert auf eine aktualisierte Bevölkerungsprognose. Die beiden Standorte stehen auch schon fest.

Spielzeug liegt in einem Sandkasten in einer Kindertagesstätte.
Spielzeug liegt in einem Sandkasten in einer Kindertagesstätte.

© Monika Skolimowska/dpa

Dresden. Das wünschen sich viele Städte: Es werden immer mehr Kinder geboren. In Dresden ist das seit Jahren der Fall. Seit 2008 wurden deshalb 10 160 neue Betreuungsplätze in Kitas geschaffen. Doch auch die reichen nicht aus, um künftig den Bedarf zu decken, wie aus dem neuen Kita-Fachplan für das Schuljahr 2019/20 hervorgeht. Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) hat ihn jetzt vorgestellt. Die Planung basiert auf der letzten Bevölkerungsprognose der Kommunalen Statistikstelle aus dem Herbst 2017.

Diese geht davon aus, dass im Schuljahr 2020/21 rund 440 Kinder im Alter von drei bis sieben Jahren mehr in Dresden leben werden als bisher angenommen. Die Ursachen sehen die Statistiker einerseits im geringeren Fortzug von Familien ins Umland und andererseits im höheren Zuzug von Asylbewerber-Familien, als noch in der letzten Prognose angenommen. Das Amt für Kindertagesbetreuung hat darauf basierend ermittelt, dass rund 300 zusätzliche Betreuungsplätze im Schuljahr 2020/21 nötig sind. Nur so könne man den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz in Dresden erfüllen.

Dresden will darauf mit dem Bau von zwei neuen Kitas reagieren. Im Rathaus habe man sich auf die kurzfristig entwickelbaren Standorte Hopfgartenstraße 9 in der Johannstadt und Michelangelostraße 5 in Zschertnitz verständigt. Dort könnten 320 Betreuungsplätze entstehen. Um die Bauzeiten so kurz wie möglich zu halten, sollen die Kitas in Systembauweise, sprich als Containerhäuser, errichtet werden. Damit habe der Kita-Eigenbetrieb bereits gute Erfahrungen sammeln können, so Vorjohann. Rund fünf Millionen Euro werden je Kita-Bauvorhaben veranschlagt.

Die Entscheidung ob gebaut wird, obliegt dem Stadtrat und muss in den Haushaltsdebatten für 2019/20 getroffen werden. Sollten künftig weniger Plätze benötigt werden, können die beiden Kitas als Auslagerungsobjekte genutzt werden. Sie könnten dann Kinder aufnehmen, deren Kitas gerade saniert werden. (SZ/kh)