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Mittwoch, 12.09.2018 Motorsport

Doppelsieg als Trostpflaster

Rennfahrer Toni Koitsch startet diese Saison nur als Gast in der Formel Mondial. Das allerdings mit großem Erfolg.

Von Dirk Westphal

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Bei seinem Saisoneinstieg in die Formel Mondial feierte der Döbelner Toni Koitsch bei den Masaryk Racing Days in Brno als Gaststarter mit seinem Estonia 25 einen Doppelsieg.
Bei seinem Saisoneinstieg in die Formel Mondial feierte der Döbelner Toni Koitsch bei den Masaryk Racing Days in Brno als Gaststarter mit seinem Estonia 25 einen Doppelsieg.

© Michael Krause

  • Bei seinem Saisoneinstieg in die Formel Mondial feierte der Döbelner Toni Koitsch bei den Masaryk Racing Days in Brno als Gaststarter mit seinem Estonia 25 einen Doppelsieg.
    Bei seinem Saisoneinstieg in die Formel Mondial feierte der Döbelner Toni Koitsch bei den Masaryk Racing Days in Brno als Gaststarter mit seinem Estonia 25 einen Doppelsieg.
  • Stand in Brno gleich zweimal auf dem obersten Treppchen: Formelpilot Toni Koitsch.
    Stand in Brno gleich zweimal auf dem obersten Treppchen: Formelpilot Toni Koitsch.

Döbeln. Der Döbelner Formelrennfahrer Toni Koitsch wird seinen Titel in der Formel Mondial der Historischen Autointeressengemeinschaft Ost (HAIGO) aufgrund von beruflichen Verpflichtungen in diesem Jahr nicht verteidigen. Beim vierten von fünf Rennwochenenden allerdings startete der Vorjahreschampion in Brno bei den Wertungsläufen sieben und acht als Gaststarter und holte sich mit einem Doppelsieg zumindest ein feines Trostpflaster.

Nicht nur über den Sieg freute sich der 31-Jährige, sondern auch, dass es mit der Teilnahme auf dem tschechischen Traditionskurs überhaupt geklappt hat. „Neben dem Sachsenring ist Brno meine Lieblingsstrecke“, erklärt Koitsch und fügt an: „Die Kurvenabfolge, das ganze Grün um den Kurs, das Auf und Ab hat eigentlich etwas Besonderes. Die Strecke ist in die Landschaft gebaut, nicht irgendwo auf ein Feld. Hier fetzt es einfach, zu fahren.“

Und diese Möglichkeit kostete der ehemalige Formel-Masters-Pilot ausgiebig aus. Bereits im Qualifying stellte er seinen etwa 150 PS starken Estonia 25, der Spitzengeschwindigkeiten um die 220 Stundenkilometer erreicht, trotz fehlender Fahrpraxis auf den zweiten Startplatz. Den Start gewann dann Nils-Holger Wilms, doch bereits nach anderthalb Runden überholte der Mittelsachse seinen Dauerrivalen aus Coswig. Danach baute er den Vorsprung kontinuierlich aus und feierte einen deutlichen Sieg. Dieser bescherte Toni Koitsch im zweiten Lauf die Pole-Position. Hinter Wilms musste er wieder anderthalb Runden warten, um dann am Meisterschaftsführenden vorbeizugehen. „Danach war es das gleiche Spiel wie im ersten Lauf“, so Koitsch, der noch nicht weiß, ob er die letzten beiden Meisterschaftsläufe in Poznan/Polen bestreiten wird. Dadurch, dass diese verlegt worden sind, ist nicht klar, ob er einen Start terminlich in die Reihe bekommt und erneut die Konkurrenz ärgert. „Es ist schon erstaunlich, dass das Auto schneller war als im vergangenen Jahr, obwohl wir nichts verändert haben und es praktisch nicht bewegt wurde“, so Koitsch, dessen Planungen für die kommende Saison noch nicht abgeschlossen sind. „Es ist noch nichts entschieden“, sagt er und fügt an: „Es ist eine Frage der Organisation.“ Aber daraus, dass er 2019 wieder ganz in die Meisterschaft einsteigen würde, daraus macht er keinen Hehl. Dazu müssten allerdings die Renntermine sicher sein, um die komplette Saison durchfahren zu können. Denn es würde keinen Sinn machen, durch eine Terminverschiebung ein Rennen zu verpassen und damit einen guten Meisterschaftsplatz einzubüßen.

Nicht ganz so toll lief der Ausflug nach Tschechien für den Teamkollegen von Toni Koitsch, seinen Onkel Jörg. Ebenfalls auf Estonia 25 fiel er im ersten Lauf mit Motorschaden aus und konnte zum zweiten Durchgang nicht mehr antreten.