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Freitag, 10.08.2018 Radsport

Döbelner ziehen im Salzkammergut durch

Bei extremen Bedingungen absolvieren Lutz Mothes, Sven und Robert Wallrabe in Österreich schweren Marathon.

© Symbolbild/SZ

Sie haben es durchgezogen. Lutz Mothes, Sven und Robert Wallrabe, Mountainbiker vom Döbelner SC, ließen es sich weder von anstrengender Anreise noch glühender Hitze nehmen, den Salzkammergutmarathon zu absolvieren. Nervös fieberten sie dem Start entgegen, waren in den vergangenen Jahren große Wetterkapriolen oft die Wegbegleiter des Wettkampfes. Doch 2018 behielt die Sonne die Oberhand.

Schwülheiße 28 Grad °C, ausgetrocknete, staubige Wege und gnadenloser Sonnenschein begrüßten die Starter in Österreich. Die Teilnehmer nahmen Strecken zwischen 22 Kilometer (km) und 210 km bei Höhenmetern (hm) zwischen 688 und 7119 in Angriff.

Lutz Mothes hatte sich bereits im Vorfeld für die 75-km-Strecke mit 2446 hm entschieden. Seinem Start ging eine Zugfahrt von Bad Goisern nach Bad Ischl voraus. Insgesamt 643 Mountainbiker drängelten sich am Start. Trotz eines Sturzes auf der Abfahrt zum Gosausee belegte der Döbelner Platz 280. In seiner Altersklasse wurde er bei einer Fahrzeit von 4:54,26 Stunden (h) mit Platz 84 belohnt.

Robert Wallrabe wählte die 55-km-Distanz mit 1543 hm. Er startete direkt in Bad Goisern gemeinsam mit weiteren 833 Fahrern. Für Robert war es der dritte Startversuch bei dieser Veranstaltung. Der erste war wegen Unwetters abgebrochen worden, beim zweiten stürzte der DSC-Fahrer und zog sich komplizierte Verletzungen zu, die eine Weiterfahrt verhinderten. Diesmal gelang es Wallrabe, erfolgreich zu finishen. Nach einer Fahrzeit von 3:18,28 h kam er auf Platz 187 ins Ziel. In seiner Altersklasse bedeutete das Platz 50 von 240 gleichaltrigen Startern.

Sven Wallrabe, der Vater von Robert, war auf der Distanz von 38 km und 1114 hm unterwegs. Insgesamt 407 Fahrer hatten sich dem Starter gestellt. Sven hatte auf der Strecke bereits etwas Routine, denn immerhin war es schon sein neunter Start in Österreich, wobei sich die Strecke jeweils etwas anders gestaltete. Da seine Distanz die technisch schwierigste mit sehr schweren Anstiegen und Abstiegen war, musste Sven konditionell einige Körner mehr lassen als seine Vereinskameraden. Nach 2:48,08 h kam er ohne Sturz auf Platz 296 ins Ziel. In der Altersklassenauswertung war das Rang 57 von 91 Fahrern. „Ich bin ganz zufrieden, habe das erreicht, was ich mir vorgenommen habe, auch wenn ich nur noch aus Spaß fahre“, sagte Sven Wallrabe und fügte an: „Früher waren die Zeiten besser, aber ich will auch noch ein zehntes Mal starten. Bis dahin muss ich durchhalten.“ Und so konnten die drei Sportler des Döbelner SC ein positives Fazit ziehen: Erfolgreich teilgenommen, nicht verletzt und doch ein aufregendes Sportwochenende erlebt. (DA/dsc/dwe)