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Donnerstag, 24.05.2018 Judo

Döbelner wollen eine Medaille

Derzeit rangieren die Judoka des DSC auf dem fünften Platz. Für die Verwirklichung des Ziels muss aber alles passen.

Von Frank Korn

Im vergangenen Jahr konnten die Judoka des Döbelner SC, auf der Matte Georg Ernst (gelbe Hose) gegen Jens Grüne vom BC Radeberg, beim Heimturnier beide Gastmannschaften bezwingen. Auch am Sonntag streben sie das gegen den BC Radeberg und den TSV 1864 Schlettau an.
Im vergangenen Jahr konnten die Judoka des Döbelner SC, auf der Matte Georg Ernst (gelbe Hose) gegen Jens Grüne vom BC Radeberg, beim Heimturnier beide Gastmannschaften bezwingen. Auch am Sonntag streben sie das gegen den BC Radeberg und den TSV 1864 Schlettau an.

© Dietmar Thomas/Archiv

Döbeln. Beim Heimturnier am Sonntag (11 Uhr, Stadtsporthalle Döbeln) wollen die Judo-Männer des Döbelner SC den Angriff starten. „Unser Ziel ist ein Platz unter den ersten Drei“, sagt Trainer Mathias Conrad. Derzeit liegt seine Mannschaft in der Landesliga auf dem fünften Platz. Zum angestrebten dritten Rang sind es zwei Punkte Abstand.

Mit dem BC Radeberg und dem TSV 1864 Schlettau kommen die beiden Schlusslichter der Tabelle nach Döbeln. Lösbare Aufgaben, sollte man meinen. Doch ganz so einfach ist es nicht, wie Mathias Conrad zugibt. „Wir hatten an den ersten beiden Wettkampftagen mit personellen Problemen zu kämpfen“, so der Trainer. Und die lassen sich im Laufe der Saison auch nur schwer lösen. Die Mannschaft sei in allen Gewichtsklassen mehrfach besetzt, nur in den Kategorien bis 60 und bis 66 Kilogramm fehle es an Personal, so Conrad. Deshalb hatten sich die Döbelner die Dienste von zwei Gaststartern aus Leipzig gesichert. Von denen stand mit Nils Burkert jedoch nur einer zur Verfügung, und auch der fehlte am zweiten Wettkampftag verletzt. „In diesen Gewichtsklassen wird die Situation in naher Zukunft auch nicht besser, deshalb werden wir auf Unterstützung von außen angewiesen sein“, sagt Conrad.

Trotz dieses Handicaps konnten die Döbelner Judoka ein ausgeglichenes Punktekonto erreichen. Am ersten Wettkampftag – das Limit bis 66 Kilogramm blieb unbesetzt, und der Punkt ging damit automatisch an die Gegner – verbuchte der DSC einen 5:2-Erfolg gegen Mittweida, verlor aber mit dem gleichen Resultat gegen Crimmitschau. Noch prekärer war die Situation am zweiten Wettkampftag. Durch die Verletzung von Nils Burkert konnte der DSC nur fünf der sieben Gewichtsklassen besetzen. Dennoch schlugen sich die Schützlinge von Mathias Conrad wacker. Gegen Judo Holzhausen gelang sogar ein 4:3-Sieg. „Der Gegner hat uns aufgrund unserer personellen Misere wohl etwas unterschätzt“, vermutet der Trainer. Gegen Gastgeber JC Rammenau gewannen die Döbelner drei Kämpfe, mussten sich aber letztendlich 3:4 geschlagen geben.

Team gut aufgestellt

Mathias Conrad ist froh, dass es in der Landesliga wieder mehr Mannschaften gibt. Vor zwei Jahren kämpften fünf, in der vergangenen Saison sogar nur drei Teams in der Staffel. „In dieser Saison sind es neun Vereine, das ist schon etwas ganz anderes“, so der Trainer.

Auch wenn es in den oben genannten Gewichtsklassen hapert, sieht Mathias Conrad seine Mannschaft für die Zukunft gut aufgestellt. „Es sind viele junge Kämpfer, die wir zum größten Teil in den eigenen Reihen herangezogen haben“, sagt Conrad. Aufgrund von Schule, Studium oder Beruf sei es nicht immer gegeben, dass alle zum Training da sind, doch damit müsse man eben leben. „Zum Wettkampf sind sie dann aber da“, so Conrad. In den Gewichtsklassen ab 73 Kilogramm sei es sogar so, dass nicht alle Kämpfer zum Einsatz kommen. „Das tut mir selbst leid, aber im Wettkampf gehen die jeweils Besten auf die Matte“, sagt der Trainer.

Damit die Truppe zusammenhält, lässt sich Mathias Conrad einiges einfallen. So gab es zum Beispiel einen „Wandertag“ in der Sächsischen Schweiz, und auf dem Grundstück des Trainers gibt es jedes Jahr eine Saisonabschlussfete. Die Vorfreude auf den Heimwettkampf sei groß. „Wir wollen zeigen, was wir drauf haben und hoffen auf zahlreiche Zuschauer“, sagt Mathias Conrad. Nicht, ohne den Hinweis mitzugeben, dass für das leibliche Wohl der Zuschauer gesorgt ist.