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Donnerstag, 12.07.2018

Diplomat soll Anschlag gesteuert haben

Karlsruhe/Wien. Im Fall des unter Terrorverdacht in Bayern festgenommenen iranischen Diplomaten hat die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe weitere Details bekannt gegeben. Demnach ist der 46-Jährige der mutmaßliche Drahtzieher eines vereitelten Anschlags auf Exil-Iraner in Frankreich. Assadollah A. soll ein in Belgien lebendes Ehepaar mit dem Anschlag beauftragt und ihm dafür auch eine Vorrichtung mit 500 Gramm Sprengstoff übergeben haben. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft.

Der Anschlag sollte eine Versammlung oppositioneller Exil-Iraner mit 25 000 Teilnehmern am 30. Juni in der französischen Stadt Villepinte treffen. Belgische Spezialeinheiten hatten das Paar mit dem Sprengstoff im Auto rechtzeitig in Brüssel gestoppt. Am 1. Juli war der Diplomat an einer Autobahnraststätte bei Aschaffenburg in Nordbayern festgenommen worden.

Laut Bundesanwaltschaft war Assadollah A. seit 2014 als Dritter Botschaftsrat an der iranischen Botschaft in Wien akkreditiert. Er habe für das iranische Nachrichtenministerium MOIS gearbeitet, das oppositionelle Gruppierungen im In- und Ausland ausforsche und bekämpfe. (dpa)

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