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Montag, 15.01.2018 Aus dem Gerichtssaal

Diebstahl bringt Geldstrafe

Eine 22-jährige Frau aus Döbeln sollte Arbeitsstunden leisten. Das wollte sie nicht. Der Fall kam jetzt erneut vor Gericht.

Von Helene Krause

Symbolfoto
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© André Braun

Döbeln. Im Juni 2016 soll eine 22-jährige Döbelnerin gemeinsam mit einem Freund in Bayreuth ein Kfz-Kennzeichen eines Transporters, der einer dortigen Textilreinigung gehörte, gestohlen haben. Für die Tat wurde der Mann im Juli 2017 vom Amtsgericht Döbeln zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und zwei Monaten verurteilt. Das Verfahren gegen die angeklagte Döbelnerin wurde damals gegen Auflage eingestellt. Sie sollte 25 Štunden gemeinnützige Arbeit leisten. Weil sie die nicht erbrachte, stand sie nun erneut vor Gericht. Obwohl sie die Tat in der Verhandlung im Juni 2017 gestand, schwieg sie bei der Wiederaufnahme des Falles. Richterin Marion Zöllner musste den Prozess vertagen, um den Mittäter als Zeugen zu hören.

Von einer Polizeistreife erwischt

Doch in der Fortsetzungsverhandlung am Mittwoch ist der Kumpan nicht erschienen. Dafür überlegt es sich die Angeklagte anders und gesteht die Tat zum zweiten Mal. Mit dem Mittäter war sie am Tattag nach Bayreuth gefahren. Sie wollten seinen Vater im Krankenhaus besuchen. Die Kennzeichen des Autos, mit dem das Pärchen nach Bayern fuhr, waren ebenfalls gestohlen. Das fiel einer Polizeistreife auf, die daraufhin das Fahrzeug kontrollierte und die gestohlenen Kennzeichen beschlagnahmte. „Ich wollte, dass ein Kumpel uns abholt“, sagt die Angeklagte in der Verhandlung. „Doch er wollte die Kennzeichen stehlen.“ Das tat das Paar dann auch. Allerdings fiel das auf der Heimfahrt erneut einer Polizeistreife auf. Die stoppte sie auf der Autobahn. Der Diebstahl flog auf.

Option auf Arbeitsstunden besteht

Richterin Marion Zöllner verurteilte die Angeklagte, die bisher bereits wegen gefährlicher Körperverletzung vorbestraft ist, zu einer Geldstrafe in Höhe von 130 Euro. Die Strafe kann die Angeklagte in Arbeitsstunden umwandeln lassen. Das Urteil ist rechtskräftig.