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Dienstag, 24.07.2018

Die Springer überzeugen, die Läufer nicht

Nach den verletzungsbedingten Absagen der beiden Top-Athleten Lars Hamann und Jenny Elbe (die SZ berichtete) musste sich der Dresdner SC bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften mit einer Medaille zufriedengeben.

Für die sorgte Hochspringer Bastian Rudolf dank einer Steigerung der persönlichen Bestleistung. Mit übersprungenen 2,19 m lieferte der DSC-Athlet einen neuen Bestwert im Freien ab und holte sich Bronze hinter dem überragenden Mateusz Przybylko (Leverkusen/2,31 m) und Tobias Potye (München/2,22 m). In der Halle hatte der Schützling von Trainer Jörg Elbe im vergangenen Winter bereits 2,20 Meter überquert. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis und der Medaille. Bastian ist ganz schwer in den Wettkampf gekommen, dann zum Glück noch rechtzeitig aufgewacht. Die 2,22 m wären heute auch drin gewesen, da hat ihm dann nach dem schwierigen Start ein wenig die Kraft gefehlt“, schätzte Jörg Elbe die Leistung des 23-jährigen Studenten ein.

Dessen Klubkollege Jonas Wagner sprang mit 2,15 m auf Rang vier. „Auch er hat einen tollen Wettkampf geliefert und gezeigt, dass die 2,19 m künftig möglich sind. Er hat heute angedeutet, dass er den Weg Richtung U-23-EM im kommenden Jahr gehen kann“, sagte Elbe.

Für 800-m-Läufer Jan Riedel und Karl Bebendorf über 1 500 Meter erfüllten sich die Hoffnungen jedoch nicht ganz. Riedl, der zuletzt 2017 Silber gewonnen hatte, kam im Sprint des insgesamt langsamen Rennens über die zwei Stadionrunden als Vierter ins Ziel nach 1:48,41 Minuten.

Karl Bebendorf, der noch U-23-Athlet ist, erreichte über die 1500 Meter den achten Platz. Für den Schützling von Dietmar Jarosch in einem extrem langsamen Meisterschaftsrennen ein enttäuschender Ausgang. Denn der 22-Jährige hatte drei Wochen zuvor mit einem Husarenstück bei der U-23-Meisterschaft seine höheren Ambitionen angedeutet. Innerhalb von nur 90 Minuten gewann er da den Titel über 1 500 Meter und Silber über 800 Meter. (ald)