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Mittwoch, 03.01.2018

Die richtige Matratzenwahl für einen gesunden Schlaf

Täglich wachen immer mehr

Bild: congerdesign@pixabay.com - mattress-2489612_1280
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Menschen mit Rückenschmerzen, Verspannungen oder einfach nur erschöpft auf. Die Gründe für einen schlechten Schlaf können vielfältig sein. Bevor man aber zu Schlafmitteln greift, kann es schon hilfreich sein, einen Blick auf die Matratze zu werfen.

Das richtige Material

Wer sich für eine Matratze entscheiden muss, sollte sich zunächst Gedanken um das passende Material machen. Hier sollte man vor allem auf natürliche Materialien setzen. Federkernmatratzen erfreuten sich zwar lange Zeit großer Beliebtheit, doch durch ihre Metallteile, welche elektromagnetische Wellen verstärken, zählen sie nicht unbedingt zu den gesündesten Matratzen. Daher setzen viele Hersteller verstärkt auf Materialien wie Kaltschaum oder Naturlatex. Auch Rosshaar und Kokosfaser kommen zum Einsatz. Vor allem Kaltschaummatratzen kommen heutzutage oft zum Einsatz.

Galten diese früher noch als hart und unbequem, zeichnen sie sich heute durch eine hohe Punktelastizität aus und passen sich dem Körper gut an. Außerdem halten sie Wärme besser zurück als die Federkernvarianten, was verfrorene Menschen freut. Wer sich für eine Kaltschaummatratze entscheidet, sollte auf das sogenannte Raumgewicht achten. Dieses sollte bei mindestens 40 Kilogramm pro Kubikmeter liegen.

Auch atmungsaktive und formstabile Latexmatratzen passen sich dem Körper des Liegenden gut an und versprechen dadurch angenehme Nächte. Diese Matratzen gehören zwar eher ins hochpreisige Sortiment und wiegen auch einiges, zählen allerdings zu den hochwertigsten Matratzen am Markt.

Den passenden Härtegrad wählen

Ist die Frage nach dem Material geklärt, geht es um den Härtegrad. Hersteller geben bei Matratzen an, ob diese weich, mittelhart oder hart sind, allerdings gelten hierfür keine allgemeinen Richtlinien, weshalb das Testen unabdinglich ist. Prinzipiell gilt: Schwerere Menschen sollten auch zu einer härteren Matratze greifen, während es für sehr schlanke Menschen gerne eine weichere Unterlage sein darf.

Aber zu hart oder zu weich darf die Unterlage auch nicht sein. Ist eine Matratze zu hart, ist es mitunter schwer, eine gemütliche Liegeposition zu finden. Die Folge: Man wälzt sich nachts mehr herum und schläft schlechter. Aber auch zu weiche Matratzen können Probleme bereiten. Bei einer zu weichen Matratze biegt sich die Wirbelsäule durch und das kann wiederum zu Rückenschmerzen führen.

Schlafmediziner empfehlen daher, eine Matratze in einem Fachgeschäft auszuprobieren, in dem man fachmännisch beraten wird und das Recht hat, die Matratze zuhause zu testen und gegebenenfalls umzutauschen. Außerdem sollte man niemals müde Matratzen testen gehen, denn bei Müdigkeit wird jede Unterlage schnell als angenehm empfunden.

Matratze nach Schlafposition auswählen

Selbstverständlich sollte auch die Frage nach der Schlafposition eine Rolle spielen. Wer auf dem Rücken schläft, sollte idealerweise eine Matratze wählen, die die Lendenwirbelsäule und den Nackenbereich stützt. Auf diese Weise sinkt man dort nicht zu tief ein und die natürliche S-Form der Wirbelsäule bleibt erhalten.

Für Seitenschläfer ist eine Matratze vorteilhaft, die an Schultern und Becken etwas nachgibt, sodass sie an diesen Stellen einsinken können, wodurch die Wirbelsäule gerade bleibt. Für Rücken-, Seiten- und Bauchschläfer gelten daher andere Regeln beim Matratzenkauf. Da die meisten Menschen jedoch mehrmals pro Nacht ihre Position verändern, sollte die Matratze in allen Schlafpositionen bequem sein. Das lässt sich nur durch Probeliegen herausfinden.

Was es bei Matratzendicke und Liegezonen zu beachten gibt

Die ideale Matratzendicke hängt vor allem vom Körpergewicht des Liegenden ab. Wer etwas mehr wiegt, sollte auch eine entsprechend dickere Matratze wählen, sodass beim Liegen kein Lattenrost spürbar ist. Hier dürfen es schon 16 Zentimeter oder mehr sein.

Außerdem weisen einige Matratzentypen unterschiedliche Liegezonen auf. Das bedeutet, dass die Matratze an unterschiedlichen Stellen verschiedene Härtegrade besitzt und sich dem Körper dadurch optimal anpasst. Experten sind der Meinung, dass bis zu drei Liegezonen durchaus sinnvoll sind. Mehr sollten es jedoch nicht sein, denn auf einer Matratze mit sechs bis acht Liegezonen dürfte sich der Schlafende praktisch nicht bewegen. Des Weiteren sollten Körpergröße und Gewicht zu den verschiedenen Härtegraden passen.

Einzel- oder Doppelmatratze?

Wer sich sein Bett mit seinem Partner teilt, sollte sich nicht automatisch auch die Matratze teilen. So raten Experten in der Regel dazu, keine Doppelmatratze zu wählen, sondern zwei individuelle Einzelmatratzen zu bevorzugen. So kann jeder seine Schlafunterlage nach seinen eigenen Bedürfnissen auswählen, denn jeder Mensch liegt anders, ist unterschiedlich groß und schwer. Damit die Matratze nicht zu einem Beziehungskiller wird, sollte der Spalt zwischen den beiden Matratzen im Bett in Kauf genommen werden.

Was taugen Boxspringbetten?

In den USA wurden sie berühmt und mittlerweile erobern sie auch den europäischen Markt: Die Rede ist von Boxspringbetten. Diese Betten bestehen aus mehreren Matratzenarten und kommen ohne Lattenrost aus. Die Basis bildet meist eine Federkernmatratze, auf die schließlich eine Kaltschaummatratze gelegt wird. Somit sind diese Betten deutlich höher als herkömmliche Betten und wärmen aufgrund der oberen Kaltschaummatratze sehr gut.

Doch was taugen diese Betten? Viele überzeugte Verbraucher schwören darauf, doch wenn man der Stiftung Warentest Glauben schenken darf, weisen Boxspringbetten nicht die beste Haltbarkeit auf. So werden die Matratzen mit der Zeit oft deutlich weicher. Dies heißt jedoch nicht, dass Boxspringbetten pauschal als schlecht abzustempeln sind.

Die richtige Matratze ist eine Typentscheidung, die nur nach ausgiebigem Probeliegen in allen möglichen Schlafpositionen und mit dem passenden Kissen getroffen werden sollte, denn in dieser Kombination liegt es sich auf der Matratze womöglich ganz anders.

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