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Montag, 17.09.2018

Die OBD2-Schnittstelle – Das Gehirn des Autos

Im Jahr 1996 begannen unterschiedliche Hersteller damit, in ihren Fahrzeugen sogenannte OBD2-Schnittstellen zu integrieren.

Bild: AdobeStock
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Mit der On-Board-Diagnose (OBD2) ist ein spezielles Diagnosesystem gemeint, das in einem Smartcar verbaut wird. Es überwacht und kontrolliert alle Bauteile des Fahrzeugs, die im Zusammenhang mit der Abgasanlage stehen. Zudem erkennt es alle Fehler, die auftreten können und legt sie im Fehlerspeicher ab. Je nach Modell und Hersteller können diese Systeme andere Daten zur Verfügung stellen, wie zum Beispiel den Benzinverbrauch oder die Drehzahl des Motors.

Seit 2004 sind OBD2-Schnittstellen serienmäßig in allen Autos integriert. Sie können unterschiedliche Informationen zur Verfügung stellen. Zum Beispiel liefern sie wichtige Daten für das Auslesen von Fehlercodes. Dadurch kann sich der Fahrer in vielen Fällen den oft teuren Besuch einer Werkstatt sparen. Sehr zu empfehlen ist eine Kombination aus einem OBD2-Adapter und einer multifunktionalen App. Dadurch sind neben der reinen Diagnose auch einige praktische Features möglich, wie zum Beispiel der automatische Notruf, ein digitales Fahrtenbuch oder die Anzeige der Fahrdaten. Mithilfe einer OBD2-Schnittstelle kann das Smartcar unter anderem folgende Daten ausgeben:

  • Geschwindigkeit in km/h,
  • Motorlast in %,
  • Drehzahl in u/min,
  • Kühlwassertemperatur in °C,
  • Spritverbrauch in l/100km,
  • Koordinaten,
  • Spannung in V,
  • uvm.

Was sollte man vor dem Kauf beachten?

Vor dem Kauf eines OBD2-Adapters sollte zunächst geschaut werden, ob das eigene Fahrzeug überhaupt über eine notwendige OBD2-Schnittstelle verfügt. Da diese nicht bei jedem Auto an der gleichen Stelle angebracht wird, ist sie oft relativ schwer zu finden. Allerdings muss sich die Schnittstelle in einem Umkreis von maximal einem Meter um den Fahrersitz befinden. Wenn die Buchse gefunden wurde, gilt es noch auf die Anschlüsse zu achten, da es auch hierbei von Modell zu Modell Unterschiede geben kann. Des Weiteren sollten beim Kauf folgende Punkte beachtet werden:

  • Mehrere Sicherheitsebenen, um die Daten ideal zu schützen.
  • Speicherung der Daten nur auf deutschen Servern.
  • System muss zertifiziert und nach StVZO im Straßenverkehr zugelassen sein.
  • keine Herstellerbindung, um das System auch bei einem eventuellen Fahrzeugwechsel nutzen zu können.
  • Regelmäßige Software-Updates.
  • Keine laufenden Kosten
  • Bluetooth-Schnittstelle für die Kommunikation.

Der große Vorteil von OBD2 ist, dass das Smartcar mit dieser Aus- oder Nachrüstung auf unterschiedliche Weise überwacht werden kann. Dadurch lassen sich eventuelle Fehler und Störungen schneller beheben. Der Nachteil ist jedoch, dass das System auch Daten an das Internet abgibt. Dadurch könnten sich die Nutzer schnell überwacht fühlen. Daher ist es sehr wichtig, dass die Daten nur auf deutschen Servern hochgeladen werden.