erweiterte Suche
Montag, 13.08.2018

„Die Jungs waren fleißig“

Daniel Küttner, Trainer der BSG Stahl Riesa, sieht die Mannschaft gut vorbereitet. Ein gesicherter Mittelfeldplatz soll es werden.

Riesas Trainer Daniel Küttner hat sich in der Vorbereitung viele Notizen gemacht, um die bestmögliche Startelf zu finden.
Riesas Trainer Daniel Küttner hat sich in der Vorbereitung viele Notizen gemacht, um die bestmögliche Startelf zu finden.

© Christian Kluge

Riesa. Die BSG Stahl Riesa absolvierte am Wochenende ihr letztes Testspiel gegen den FV 06 Laubegast (1:4). Am kommenden Sonntag gastiert der Landesligist im Sachsenpokal bei Empor Possendorf. Eine Woche später steht der erste Spieltag der Landesliga mit dem Auswärtsauftritt beim Aufsteiger Germania Mittweida auf dem Programm. Trainer Daniel Küttner spricht im Interview über personelle Veränderungen im Kader und über das schwere Auftaktprogramm des kommenden Spieljahres.

Herr Küttner, das letzte Testspiel wurde absolviert. Wie ist der Stand vor dem Pokal- und Punktspielauftakt?

Hinter uns liegen vier Wochen mit intensivem Trainingsprogramm. Die Jungs haben wirklich sehr gut mitgezogen und waren fleißig. Wir haben mehrere Testspiele gegen unterschiedlich spielstarke Mannschaften ausgetragen. Es gab dabei reichlich Erkenntnisse, Fehler konnten analysiert werden.

Wie aussagekräftig sind die Testspiele?

Es gab völlig unterschiedliche Ergebnisse. Gegen den starken Verbandsligisten Romonta Amsdorf aus Sachsen-Anhalt haben wir 1:4 verloren. Danach gab es ein 7:1 beim FSV Oschatz, nur wenige Tage später eine deutliche 0:5-Klatsche bei der A-Jugend von Dynamo Dresden. Es folgte ein 10:2 gegen den FV Gröditz, ein 7:1 gegen Glückauf Brieske/Senftenberg und ein 11:0 gegen die SG Canitz. Das waren alles Gegner mit sehr verschiedenen Spielstärken. Man konnte daraus sehr viel positive wie negative Einsichten ableiten. An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei den Sportfreunden aus Gröditz und Canitz für ihre schnelle Zusage zu einem Vorbereitungsspiel bedanken. Das hat uns sehr geholfen. Euphorisch werde ich nun trotz der zuletzt klaren Siege nicht. Man muss das richtig einschätzen und seine Kenntnisse daraus ziehen. Auch aus so einer deutlichen Niederlage wie gegen Laubegast.

Wie präsentiert sich der Spielerkader vor dem Saisonstart?

Tormann Marcus Hesse hat seine Handschuhe an den berühmten Nagel gehängt, bleibt aber als Torwarttrainer im Team. Mit Chris Föllner ist ein Keeper von Wacker Dahlen zu uns gewechselt, der einen starken Eindruck macht und mit Alexander Goldhammer einen gesunden Konkurrenzkampf ausleben wird. Marcel Krake und Robert Biedermann haben ebenso ihre Laufbahn beendet, Tom Dornick wechselte zu Teutonia Ottensen. David Wukasch ist nun Trainer unserer zweiten Mannschaft. Mit Oliver Pohling kam ein junger Spieler zu uns, der zuletzt bei Einheit Kamenz aktiv war. Er hatte zwar eine längere Verletzungspause zu überstehen, zeigte sich aber schon sehr gut. Hinzu kommen Youngster wie Marvin Reinkober aus Leipzig sowie Paul Jan Hagen und Moritz Frank vom SC Borea Dresden. Wobei Frank nach seinem Kreuzbandriss noch eine ganze Weile ausfallen wird.

Gibt es weitere Ausfälle?

Paul Spindler hat weiterhin Knieprobleme. Man hat noch keine genaue Ursache für die Schmerzen gefunden, drei Ärzte haben ihn schon untersucht. Auch Jerome Wolf fehlt weiterhin. Dafür ist Franz-Josef Zech nach seinem Kreuzbandriss und der damit verbundenen einjährigen Pause wieder fit. Insgesamt haben alle Spieler wirklich großartig mitgezogen. Es wird auf verschiedenen Positionen einen harten Kampf um den Platz in der Anfangsformation geben. Das kann nur guttun.

Am Sonntag geht es zum Sachsenpokal nach Possendorf. Schwierige Aufgabe?

Ja, Empor war bisher immer ein unbequemer Gegner. Natürlich wollen wir gewinnen, aber auf dem relativ kleinen Rasenplatz wird das eine besondere Herausforderung werden.

Und dann folgt der Punktspielauftakt beim Landesliga-Aufsteiger Germania Mittweida. Auch schwer, oder?

Klar, das wird auch kein Selbstläufer. Mittweida spielt einen gradlinigen Fußball mit langen Bällen und schnellen Stürmern. Sie sind damit erfolgreich und werden sicher als Aufsteiger euphorisch in die Partie gegen uns gehen. Danach spielen wir gegen Grimma, sind beim nächsten Aufsteiger SV Olbernhau zu Gast und empfangen Markkleeberg. Allesamt keine leichten Aufgaben. Und dann gibt es das Derby in Großenhain. Also kann man schon zu Saisonbeginn, läuft es schlecht, ganz unten stehen.

Wie lautet die Saisonzielstellung?

Ich habe jetzt keine konkrete Platzierung auf dem Zettel. Wir wollen im gesicherten Mittelfeld landen. Es ist eine Mannschaft mit vielen jungen Spielern. Sie werden ihre Zeit benötigen, auch wenn es nach der Vorbereitung schon ganz gut ausschaut. Es wird sicher eine schwere Saison werden, von Arroganz oder Überheblichkeit möchte ich im Team nichts sehen.

Das Gespräch führte Jens Jahn.