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Donnerstag, 11.10.2018

Die Hälfte ist geschafft

Die Sanierungsarbeiten am Regenbogen-Haus gehen gut voran. Bald zeigt es wieder den Glanz alter Zeiten.

Von Tobias Winzer

Die beiden Leiterinnen des Familienzentrums, Katrin Hollube (l.) und Gerit Fröhner, freuen sich über den Baufortschritt am Regenbogen-Haus.
Die beiden Leiterinnen des Familienzentrums, Katrin Hollube (l.) und Gerit Fröhner, freuen sich über den Baufortschritt am Regenbogen-Haus.

© Andreas Weihs

Freital. Vier Männer verputzen die Fassade, drei decken das Dach mit neuen Ziegeln ein – rund um das Regenbogenhaus an der Poststraße herrscht emsige Arbeitsatmosphäre. Gerit Fröhner und Katrin Hollube, die beiden Leiterinnen des Familienzentrums, sind froh über dieses Bild. „Es geht planmäßig voran“, sagt Hollube. Nach dem Start der Arbeiten vor einem Monat haben sie am Mittwoch ein kleines Bergfest veranstaltet. Die Hälfte der Arbeiten, bei der Dach und Fassade erneuert werden und die rund 260 000 Euro kosten, ist geschafft. Voraussichtlich Anfang November soll das Gebäude in altem Glanz erstrahlen.

„Wir versuchen, uns an die Historie des Hauses zu halten“, sagt Matthias Jacob vom zuständigen Architekturbüro. Das Haus war Ende des 19. Jahrhunderts als Haushaltsschule für junge Frauen gebaut worden. Architekt war Max Hans Kühne, der unter anderem auch das Schauspielhaus in Dresdner und das König-Albert-Denkmal auf dem Windberg in Freital entwarf. Das heutige Regenbogen-Familienzentrum weist Elemente des frühen Jugendstils auf. Deutlich wird das zum Beispiel an Ornamenten, mit dem die Unterseite des Dachüberstandes, der sogenannte Traufkasten, verziert ist. Diese Verzierungen waren über die vergangenen Jahrzehnte verblasst und werden nun bei der Sanierung wieder sichtbar gemacht.

Sind diese Arbeiten beendet, beginnen die Vorbereitungen für die nächsten. Denn auch im Innern ist das Haus, das seit 1995 vom Regenbogen-Verein genutzt wird, stark sanierungsbedürftig. Die Elektrik ist veraltet. Die Bäder sind verschlissen. Der Brandschutz entspricht nicht mehr den Anforderungen und die Flure und Räume müssten dringend gemalert werden.

All diese Schwachstellen sollen im kommenden Jahr beseitigt werden – und das bei laufendem Betrieb. Die Arbeiten, die rund 560 000 Euro kosten, sollen im Frühjahr beginnen und werden sich voraussichtlich über das gesamte Jahr hinziehen.