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Donnerstag, 18.10.2018

„Die erste Livemoderation meines Lebens“

Cathy Hummels führt durch die Hope-Gala. Auf der Bühne trägt sie zwar kein weißes Dirndl, aber ein Kleid mit Intention.

Von Nadja Laske

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Begegnet ihrem Spielerfrauen-Image mit eigenen Jobs: Cathy Hummels. Kleines Foto: Cathy mit ihrem Mann, dem Bayern-München-Spieler Mats Hummels, auf dem Oktoberfest.Foto: PR/action press
Begegnet ihrem Spielerfrauen-Image mit eigenen Jobs: Cathy Hummels. Kleines Foto: Cathy mit ihrem Mann, dem Bayern-München-Spieler Mats Hummels, auf dem Oktoberfest.Foto: PR/action press

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  • Begegnet ihrem Spielerfrauen-Image mit eigenen Jobs: Cathy Hummels. Kleines Foto: Cathy mit ihrem Mann, dem Bayern-München-Spieler Mats Hummels, auf dem Oktoberfest.Foto: PR/action press
    Begegnet ihrem Spielerfrauen-Image mit eigenen Jobs: Cathy Hummels. Kleines Foto: Cathy mit ihrem Mann, dem Bayern-München-Spieler Mats Hummels, auf dem Oktoberfest.Foto: PR/action press

Sie ist unter uns. Dank der Radio-Comedy-Sendung „Jogis Eleven“ erfahren MDR-Jump-Hörer regelmäßig, was in Cathy Hummels Leben los ist. Auch Freunde der Klatschpresse und Instagram-Junkies sind ganz nah dran am Alltag der Spielerfrau, oder meinen es zumindest. Als die 30-Jährige jüngst im weißen Dirndl auf dem Oktoberfest erschien, war die Entrüstung der Community groß. Warum eigentlich? Ein solches Trachtenkleid sei einfach ungewöhnlich, mehr nicht, kommentiert Cathys Management, und sie selbst amüsiert, wie viel Aufmerksamkeit ihr Wiesn-Dekolleté findet. Für mehr bleibt auch keine Zeit, schließlich hat die junge Mutter und Moderatorin gerade Wichtigeres zu tun: ihr Engagement für die Hope-Gala.

Frau Hummels, wie geht eine erfahrene Moderatorin wie Sie an eine Veranstaltung wie die Hope-Gala heran?

Mit viel Freude und Respekt. Die Hope-Gala wird die erste Live-Moderation meines Lebens sein. Bisher habe ich ja Fernsehsendungen moderiert, und es ist schon etwas anderes, ob ich sagen kann: Das Tape gefällt mir nicht, ich wiederhole lieber noch einmal. Oder ob jeder Satz beim ersten Mal sitzen muss. Das ist harte Arbeit, auf die ich mich besonders intensiv vorbereite. Gerade treffen die Moderationstexte vom Veranstalter bei mir ein, auf deren Basis ich durch den Abend führen werde. Ich habe mich aber auch selbst gründlich mit dem Anliegen des Hope-Cape-Town-Projektes beschäftigt und finde es eine wichtige, bewundernswerte Sache.

Was beeindruckt Sie daran?

Hope sorgt dafür, dass Mütter, die mit HIV infiziert oder an Aids erkrankt sind, ihre Babys gesund zur Welt bringen können. Außerdem unterhält der Verein in Kapstadt eine Krankenstation und bildet Gesundheitshelfer aus. Sie klären über Themen wie Hygiene und Verhütung auf. Hope leistet damit Hilfe zur Selbsthilfe, die so wichtig ist. Bildung bringt den Menschen in Afrika langfristig den größten Gewinn. Dafür haben allein die Veranstalter und Gäste der Hope-Gala bisher schon 1,2 Millionen Euro gesammelt. Das bewundere ich sehr, und ich möchte dabei helfen, dass es noch mehr werden.

Sie treten ohne Honorar auf?

Richtig. Ich engagiere mich ehrenamtlich, so wie all die vielen Künstler, die das Programm gestalten oder Tombolalose verkaufen, und die unzähligen Helfer, die im Hintergrund dafür sorgen, dass diese Veranstaltung ein großer Erfolg wird.

Sie haben ein kleines Kind zu versorgen und sind die Tage rund um das Event stark eingespannt. Wie klappt beides?

Unser Sohn Ludwig ist jetzt neun Monate, und ich denke, es dauert noch höchstens drei Wochen, dann wird er beginnen, zu laufen. Er braucht mich natürlich sehr, und steht für mich an erster Stelle. Trotzdem arbeite ich gern und sorge dafür, dass beides geht – Mutter sein und Job. Es ist eine Frage der Organisation. Entweder bleibt mein Mann bei dem Kleinen oder die Großeltern. Und wenn beide nicht können, haben wir eine Kinderfrau, die Ludwig schon seit seiner Geburt kennt.

Wann treffen Sie in Dresden ein, und werden Sie Zeit haben, die Stadt kennenzulernen?

Leider komme ich erst am Freitag vor der Gala an und werde nicht viel Gelegenheit haben, durch diese schöne Stadt zu bummeln. Von meinem Bruder habe ich schon viel von Dresden gehört, er ist häufig hier, ich jedoch das erste Mal. Aber ich werde die Augen aufhalten, wenn ich zwischen Hotel und Schauspielhaus unterwegs bin und möglichst viele Eindrücke erhaschen.

Mit Ihrem Oktoberfest-Dirndl waren Sie gerade im Gespräch. Was werden Sie zur Hope-Gala tragen?

Auf jeden Fall werde ich mir ein Kleid leihen. Ich halte es für unpassend, für ein Outfit, das ich auf einer Benefiz-Gala trage, viel Geld auszugeben. Lieber spende ich die Summe für das Projekt und gebe vielleicht einem jungen Designer die Möglichkeit, seine Kreation zu präsentieren. Man sollte nicht jedes Elend der Welt auf sich beziehen. Aber wenn man mit nur einem Euro in Afrika Leben retten kann, stellt sich doch wirklich die Frage nach dem Sinn, viele Euro für nur ein Kleid auszugeben.

Das Gespräch führte Nadja Laske

Die Hope-Gala ist ausverkauft. Restkarten gibt es jedoch noch für die After-Show-Party: www.hopegala.de