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Montag, 14.05.2018 Handball

Die „Alte Garde“ holt sich den Gedenkpokal

Die Leisniger Handballer haben den Silvo-Voigtländer-Cup ins Leben gerufen. Doch nicht nur der Sport steht im Vordergrund.

Von Frank Korn

Die „Alte Garde“, Weggefährten von Silvo Voigtländer, haben das erste Turnier um den Silvo-Voigtländer-Cup gewonnen.
Die „Alte Garde“, Weggefährten von Silvo Voigtländer, haben das erste Turnier um den Silvo-Voigtländer-Cup gewonnen.

© SV Leisnig 90

Leisnig. An solch einem Turnier hätte Silvo Voigtländer seine Freude gehabt. Der Leisniger Handballer war im Februar des vergangenen Jahres in der Halbzeitpause eines Bezirksligaspiels zusammengebrochen und einige Tage später gestorben (DA berichtete). Seine Sportkameraden organisierten ein paar Wochen später ein Benefizturnier. Doch damit sollte es nicht genug sein. Die Leisniger Handballer wollen das Andenken an ihren verstorbenen Mitspieler hochhalten. Deshalb organisierten sie das Turnier um den „Silvo-Voigtländer-Cup“, das nun jedes Jahr ausgetragen werden soll.

„Es sollte einfach ein Turnier sein, bei dem alle ihren Spaß am Handballsport ausleben können“, sagte Patrick Naundorf, der sich gemeinsam mit Eva Maria Maric, René Konrad, Patrick Geilert und David Lindner um die Vorbereitungen kümmerte. Der Pokal ist ein handwerkliches Meisterstück, wie es Patrick Naundorf ausdrückt. Ein Sockel mit drei Stahlsäulen – Silvo trug stets die Rückennummer 3 – die einen Handball aus Nussbaumholz halten. Auf den inneren Sechsecken wurden Fotos von Silvo in Aktion eingelasert. Für dieses Unikat hatte der Döbelner Anzeiger mehrere Fotos zur Verfügung gestellt.

Die erste Auflage des „Silvo-Voigtländer-Cups“ gewann¨– wie sollte es anders sein – eine Mannschaft, die aus alten Weggefährten von Silvo gebildet wurde. Die „Alte Garde“, so der Teamname, setzte sich vor der HSG Rochlitz/Geringswalde, dem VfL Waldheim 54 sowie den beiden Vertretungen des SV Leisnig 90 durch. „Es war eine rundum gelungene Veranstaltung. Nur hätten wir uns ein paar mehr Zuschauer gewünscht“, sagte Patrick Naundorf. Vielleicht müsse man in den nächsten Jahren noch mehr Werbung für das Turnier machen.

Doch nicht nur sportlich ging es zur Sache. Die Organisatoren hatten ein Trikot des deutschen Nationaltorhüters Silvio Heinevetter organisiert. Dessen Versteigerung brachte 200 Euro ein. „Dieses Geld sowie die anderen Turniereinnahmen werden wir einem gemeinnützigen Zweck in der Region zukommen lassen“, sagte Eva Maria Maric.