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Donnerstag, 07.06.2018

Deutsche Anleger im Zinstief

Der Leitzins liegt in Europa schon seit langer Zeit auf einem Niveau von 0% und damit deutlich niedriger, als es in den Jahren zuvor der Fall gewesen ist.

Bildautor: Gerd Altmann
Bildautor: Gerd Altmann

Vor allem Anleger, die auf Sparkonten wie Tagesgeld und Festgeld setzten, beklagen sich über den niedrigen Leitzins. Grund hierfür ist, dass der historisch niedrige Leitzins dafür sorgt, dass auch die Anlagezinsen sehr niedrig sind. Einige Banken zahlen ihren Kunden fast gar keine Zinsen mehr.

In Deutschland ist das Tagesgeldkonto neben dem klassischen Sparbuch eines der beliebtesten Anlagekonten überhaupt. Viele Sparerinnen und Sparer setzen auf Tagesgeldkonten, weil zum Beispiel eine gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro je Anleger garantiert wird. Anders, als es bei den meisten Geldanlagen der Fall ist, wird die Anlage also geschützt und das ist für einen Großteil der Anleger sehr wichtig.

Sparbücher bringen (fast) keine Rendite

Sparbücher zählen zu den Anlageprodukten, die derzeit so gut wie keine Rendite bieten. Oftmals werden neue Kunden beim Tagesgeldkonto mit vermeidlich höheren Zinsen geködert. Dieser werden jedoch häufig nur für einen Zeitraum von z.B. 3 bis 6 Monaten gezahlt. Im Anschluss erhalten die Sparerinnen und Sparer den gleichen niedrigen Zinssatz, wie es auch bei den anderen Kunden der Fall ist. Grundsätzlich ist es daher sinnvoll, sich nach alternativen Anlagemöglichkeiten umzusehen. Vor allem Aktien, aber auch Fonds und ETFs geraten hierbei häufig in den Blick der Anleger. Viele betrachten alternative Anlagen skeptisch, was auch damit verbunden ist, dass diese häufig ein gewisses Risiko enthalten und durchaus Verluste möglich sind.

Finanzexperten raten jedoch dazu, in den Zeiten der niedrigen Zinsen nicht ausschließlich auf das Tagesgeldkonto, oder auf das Sparbuch zu setzen. Wer eine attraktive Rendite erzielen möchte, der kann diese heutzutage vor allem mit Aktien oder mit Fonds erzielen und weniger mit klassischen Geldanlagen.

Die Deutsche Bank berichtet in einem Artikel darüber, dass für viele Anleger vor allem die Sicherheit im Fokus steht. Das führt dazu, dass lieber so gut wie gar keine Rendite in Kauf genommen wird, als zum Beispiel ein kleines Risiko einzugehen, um eine höhere Rendite zu erzielen.

Ein großer Nachteil, den die Anleger erfahren, wenn sie ausschließlich auf niedrigverzinste Geldanlagen setzen besteht darin, dass der Zinssatz niedriger ist, die Inflationsrate. Das bedeutet, dass sie de facto erleben, wie das von ihnen angesparte Geld weniger wert wird, als es einmal wert gewesen war.

Aktien bieten Rendite aber Risiko

Aktien bieten eine hohe Rendite, die zum einen durch Dividendenzahlungen und zum anderen durch Kursaufschläge ermöglicht wird. Wer nicht direkt in Einzelwerte investieren möchte, kann auch in gemanagte Fonds investieren. Diese setzen sich aus mehreren Einzelwerten zusammen und tragen somit dazu bei, dass die Sicherheit unter dem Strich größer ist. Die einzelnen Aktien können für eine Stabilisierung des gesamten Konstrukts sorgen. Fonds können spezifisch für einzelne Branchen aufgestellt werden. So gibt es Fonds, die z.B. auf hohe Renditen aus sind oder Fonds, die auf den Energiesektor oder den Automobilbereich ausgelegt sind. Auch als Sparplan können Fonds abgeschlossen werden und zwar mit einer regelmäßigen Einzahlung auf z.B. monatlicher Basis.