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Freitag, 31.08.2018

Derby zum Start in die Punktspielsaison

Vier Teams aus dem Landkreis spielen 2018/19 bei den Männern und Frauen in den Sachsenligen. Am Sonnabend geht es los.

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Carsten John, der Trainer der SG Cunewalde/Sohland, peilt mit seinem Team einen Mittelfeldplatz an.
Carsten John, der Trainer der SG Cunewalde/Sohland, peilt mit seinem Team einen Mittelfeldplatz an.

© Christian Kluge

  • Carsten John, der Trainer der SG Cunewalde/Sohland, peilt mit seinem Team einen Mittelfeldplatz an.
    Carsten John, der Trainer der SG Cunewalde/Sohland, peilt mit seinem Team einen Mittelfeldplatz an.
  • Für die Handballteams in der Region wird es ernst.
    Für die Handballteams in der Region wird es ernst.

Handball. Eine Woche nach der ersten Runde im Landespokal wird es für die Handballteams nun auch in der Sachsenliga ernst. Bei den Frauen spielen die beiden Oberliga-Absteiger Radeberger SV und das Juniorteam vom HC Rödertal, während bei den Männern der HVH Kamenz und die SG Cunewalde/Sohland antreten. Zum Saisonstart am kommenden Sonnabend um 17.30 Uhr müssen die SG-Männer gleich zum Derby beim LHV Hoyerswerda antreten. Die SZ sprach im Vorfeld mit dem Cunewalder Cheftrainer Carsten John über die aktuelle Lage im Oberland.

Herr John, was erwarten Sie vom ersten Punktspiel in Hoyerswerda?

Wir haben es bisher noch nicht schaffen können, dem LHV auch nur einen Punkt auf Sachsenligaebene abzuknöpfen. Auch in der Auftaktpartie ist Hoyerswerda der Favorit. Aber wir wollen diesmal punkten und unser Bestmögliches geben. Außer dem gesperrten Stefan Hühn stehen mir alle Akteure zur Verfügung und brennen darauf, endlich loszuballern. Emotional ist es für mich ein sehr interessantes Spiel. Ich habe meine Zeit als Trainer bei diesem tollen Verein sehr genossen und habe noch viele freundschaftliche Verbindungen in der Zusestadt. Für Neuzugang Lukas Baase ist es zudem eine Partie gegen seinen Ex-Verein und somit ein besonderes Spiel.

Die Sachsenliga der Männer spielt in der Saison 2018/19 wieder mit zwölf statt zehn Teams. Was ist das Ziel der SG Cunewalde/Sohland?

Unsere angestrebte Punktzahl ist 22. Wir wollen den sechsten Platz des Vorjahres bestätigen. Das wird schwer, denn alle Teams haben sich mächtig ins Zeug gelegt. Ein weiteres Ziel ist die erneute Teilnahme am Sachsenpokalfinale in Döbeln. Wir waren einmal dort, haben verloren und wollen dieses Jahr wieder dorthin. Die erste Pokalhürde bei der HSG Sachsenring haben wir ja letzten Sonntag mit dem 26:21-Sieg erfolgreich gemeistert.

Wie viele neue Spieler sind im Team und wer hat die SG verlassen?

Vier Spieler sind neu im Team. Lukas Basse kam von Lok Pirna, Marc Welz vom HC Elbflorenz II, Felix Drescher wechselte vom HSV Pulsnitz und Raik Schädlich vom SV Obergurig zu uns. Radim Vanek und Marlon Kopke haben uns verlassen.

Hat sich beim Trainerteam der SG etwas geändert und gibt es eventuell neue Trikotsponsoren?

Das Trainerteam der ersten Männermannschaft ist geblieben. Unser Fitnesstrainer Torsten John und Peter Schreiber werden in die B-Jugend integriert. Dies dient dazu, den Übergang zum Männerhandball leichter zu gestalten.

Wer sind die Favoriten auf den Titel?

Favorit ist für mich Koweg Görlitz. Mit Patrick Michel und Aurelius Stankevicius haben sie zwei Top-Leute zum ohnehin schon sehr guten Kader verpflichtet. Der HSV Glauchau/Meerane als Oberliga-Absteiger ist natürlich auch ein heißer Anwärter. Die junge, aber gut eingespielte Truppe aus Hoyerswerda ist für mich der Geheimfavorit.

Wie ist die Vorbereitung gelaufen?

Sehr gut. Unsere Trainingslager in Cunewalde und Jicin waren qualitativ und quantitativ sehr zufriedenstellend. In Cunewalde haben wir mit einem Triathlon ein Highlight absolviert, was der Mannschaft und dem Betreuerteam großen Spaß bereitete. Wir haben zudem einen Turniersieg in Weinböhla erreicht und auch gute Leistungen beim Turnier in Hoyerswerda geboten. Da gab es auch wichtige Erkenntnisse.

Wie schätzen Sie den HVH Kamenz und Koweg Görlitz ein?

Görlitz erwähnte ich bereits, die haben mit ihren Verpflichtungen richtig investiert. In meinen Augen müssen sie dieses Jahr mit diesem Kader den Titel einfahren. Die Jahnsporthalle wird wohl eine nicht einzunehmende Festung werden. Daraus ergibt sich sicherlich ein problematisches Jahr für Kamenz. Stankevicius weg und Torhüter Purschke ebenso nach Görlitz. Aber der HVH ist für mich eine Wundertüte, die in den Duellen erst mal bezwungen werden muss. Allerdings machen mir die Gerüchte rund um den HVH große Sorgen und ich hoffe, sie bekommen eine Sachsenliga-taugliche Truppe auf die Beine gestellt.

Wie viele Teams müssen diesmal am Saisonende absteigen?

Laut meinen Kenntnisstand werden zwei Teams absteigen. Abhängig ist man auf Sachsenebene trotzdem immer noch von den oberen Ligen. So kann es im Extremfall auch drei Mannschaften treffen.

Interview: Christian Kluge