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Dienstag, 12.06.2018

Der Unparteiische

Felix Brych sorgte mit einem Phantom-Tor für Aufregung. Die ist vorbei.

Von Alexander Sarter

Daumen hoch: Felix Brych erlebt seine zweite WM.
Daumen hoch: Felix Brych erlebt seine zweite WM.

© Guillaume Horcajuelo/dpa

Wie weit Felix Brych bei dieser WM kommt, hängt nicht allein von seinen Leistungen ab, sondern auch vom Abschneiden der deutschen Mannschaft. „Natürlich würden wir gerne die K.o.-Phase erreichen“, sagt der Schiedsrichter im Interview mit dfb.de. „Wichtig ist, dass wir die Spiele, die wir bekommen, gut pfeifen und mit einem guten Gefühl nach Hause fahren.“ Vor vier Jahren in Brasilien war er lediglich zweimal zum Einsatz gekommen.

„Damals waren wir noch lange nicht so erfahren und waren sozusagen ‚Rookies‘, sodass wir uns ein bisschen hinten anstellen mussten, wenn es um die Spielansetzungen ging“, meint der Jurist beim Blick zurück: „Dieses Mal ist es etwas anders. Ich denke, dass wir ganz ordentliche Partien bekommen und die Chance haben werden, uns für weitere Aufgaben zu beweisen.“

Dass Brych 2014 überhaupt dabei war, stieß damals auf heftige Kritik. Schließlich hatte er sich am 18. Oktober 2013 einen der gröbsten Fehler in der Bundesliga-Geschichte erlaubt und das Phantomtor von Stefan Kießling anerkannt. Doch über diesen Fauxpas redet kaum noch jemand. Brych ist in der Weltelite längst etabliert. Der Abteilungsleiter für Jugendfußball und Schiedsrichter beim Bayerischen Fußball-Verband hat 249 Bundesligaspiele und zahlreiche Europacup-Partien geleitet. „Die diesjährige Nominierung bedeutet mir fast noch ein bisschen mehr als die vor vier Jahren“, sagte der Referee: „Es ist die Bestätigung dafür, dass wir als Team, meine Assistenten Mark Borsch und Stefan Lupp gemeinsam mit mir, über vier Jahre unser Niveau gehalten haben.“ (sid)