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Montag, 05.02.2018

Der Spaß ist zurück

Die DSC-Volleyballerinen zeigen sich nach harter Kritik glänzend erholt und bezwingen die Roten Raben aus Vilsbiburg mit 3:0.

Von Alexander Hiller

Marrit Jasper feiert einen ihrer neun Punkte. Die Holländerin zählte gegen Vilsbiburg zu den auffälligsten DSC-Spielerinnen.
Marrit Jasper feiert einen ihrer neun Punkte. Die Holländerin zählte gegen Vilsbiburg zu den auffälligsten DSC-Spielerinnen.

© Robert Michael

Das ging schnell und leicht, fast ein bisschen zu leicht. Nach nur 66 Minuten setzten sich die Volleyballerinnen des Dresdner SC am Sonnabend gegen den ehemaligen Rivalen Vilsbiburg durch. Die Schützlinge von Trainer Alexander Waibl gewannen in der mit 3 000 Zuschauern ausverkauften Margon-Arena mit 3:0 (25:18, 25:13, 25:19) und verteidigten damit die Tabellenspitze. Und das gegen einen Kontrahenten, der noch vor vier Wochen sensationell beim Meister Schwerin gewonnen hatte, nun aber auf Tabellenplatz sieben steht.

Die Gastgeberinnen zeigten sich glänzend erholt von der 0:3-Niederlage am letzten Wochenende in Stuttgart, der ersten Pleite nach 19 Siegen in Folge. „Das Spiel ging deswegen so klar aus, weil wir viele direkte Aufschlagpunkte erzielt haben und der Gegner sehr viele Probleme bei der Annahme hatte“, sagte Waibl. Eine schöne Umschreibung dafür, dass die Roten Raben einen rabenschwarzen Tag erwischten.

Den hatte der DSC eine Woche zuvor beim 0:3 gegen den Vizemeister. Waibl und sein Team zogen offenbar die richtigen Lehren aus der überraschend deutlichen Niederlage. „Die Woche war anders, wir haben viel und intensiv trainiert, wurden auch viel kritisiert – zu Recht“, sagte Mittelblockerin Barbara Wezorke. „Der Ton im Training war etwas rauer“, beschreibt die 24-jährige Nationalspielerin die Stimmung. „Alex macht das psychologisch sehr klug, zum Ende der Woche verteilte er mehr Lob, sodass er uns mit einem guten Gefühl ins Spiel geschickt hat.“

Und mit einer veränderten Aufstellung: Die Amerikanerin Madison Bugg führte für Mareen Apitz als Zuspielerin Regie, die Holländerin Marrit Jasper ersetzte Eva Hodanova im Außenangriff. Neben der nach einem Magen-Darm-Infekt wieder genesenen Top-Scorerin der Bundesliga, Piia Korhonen (15 Zähler), gehörten Barbara Wezorke (12) und Marrit Jasper (9) zu den eifrigsten Punktesammlerinnen. „Ich entscheide mich für die Spieler, die im Moment frischer erscheinen – und die haben das wunderbar gerechtfertigt“, sagte der Trainer.

Straffes Programm steht an

Der kann die andauernde Rotation bei gleichbleibender Qualität als großes Plus seiner Mannschaft herausstreichen. „Wir haben relativ souverän unser Ding gespielt, hätten einige Situationen sicher noch besser lösen können“, erklärte Wezorke und unterstrich nochmals die Strapazen der vergangenen Tage. „Grundsätzlich bin ich happy über jeden Satz, jeden Punkt, den wir nicht spielen müssen. Wenn man bedenkt, was für Wochen wir vor uns haben“, erklärt die Rüsselsheimerin.

Denn bis zum Pokalfinale am 4. März gegen Wiesbaden stehen nun echte Highlight-Wochen ins Haus: Bereits am Mittwoch trifft der DSC im Achtelfinal-Rückspiel des CEV-Cups daheim auf Düdingen aus der Schweiz, dann folgen die Bundesligaspitzenpartie in Schwerin sowie – sehr wahrscheinlich – das Viertelfinale im CEV-Cup, wohl gegen Stuttgart. „Ich mag diese Partien, in denen man unter Druck steht, das macht mir Spaß“, sagte Wezorke.

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