erweiterte Suche
Donnerstag, 11.01.2018

Der Neue geht gleich zum Angriff über

Christoph Körner, eines der größten Talente seines Jahrgangs, stürmt für die Eislöwen.

Von Maik Schwert

Er lächelt viel an diesem Tag. Christoph Körner trainiert am Mittwoch erstmals bei den Eislöwen.
Er lächelt viel an diesem Tag. Christoph Körner trainiert am Mittwoch erstmals bei den Eislöwen.

© Ronald Bonß

Er steht als Erster auf dem Spielfeld und den Medien Rede und Antwort. Christoph Körner heißt der Neue bei den Dresdner Eislöwen und geht mit einem Lächeln auf alle Wünsche ein. „Ich freue mich einfach sehr auf meine neue Aufgabe“, sagt er. Der 20-Jährige kommt auf Leihbasis von den Fischtown Pinguins Bremerhaven aus der Deutschen Eishockey-Liga zum DEL-2-Klub. „Mein Engagement in Bremerhaven ist aber kein Freifahrtschein für Dresden. Ich muss mir meine Chance auf Einsätze auch bei den Eislöwen erst mal erarbeiten.“

Die Gelegenheiten, spielen zu dürfen, hielten sich in Bremerhaven in Grenzen. Er kam zwar in dieser Saison in 33 von 41 Duellen zum Einsatz, aber im vierten Block. „Da war es beispielsweise mein Job, den anderen Profis neue Energie zu geben, indem ich ihnen Verschnaufpausen verschaffe.“ In seinen kurzen Eiszeiten erzielte der Garmisch-Partenkirchener zwei Treffer und gab zwei Vorlagen. „Das dürfte sich jetzt verändern. Nun geht es auch darum, mehr Tore zu schießen – ganz klar.“ Er möchte gute Spiele bei den Dresdnern zeigen und die Möglichkeit, die der Flügelstürmer durch seine Einsätze bei den Eislöwen bekommt, nutzen, um sich weiterzuentwickeln.

Dafür steht mit Franz Steer der passende Coach an der Dresdner Bande – einer, der das Potenzial junger Profis fördert und ihnen Chancen gibt. „Christoph ist ein talentierter Spieler, der mit den besten Empfehlungen aus Bremerhaven zu uns kommt und uns in der aktuellen Situation auf jeden Fall sofort weiterhelfen kann“, sagt der Eislöwen-Cheftrainer. „Es ist eine Win-Win-Situation für beide Seiten.“ Seine Mannschaft sei derzeit personell nicht so gut aufgestellt. Da bringe so ein engagierter Angreifer wie Körner extrem viel. „Er hat in der DEL nicht so viel gespielt.“ Daher sei es für ihn ein guter Schritt, nach Dresden zu kommen. „Bei uns bekommt Christoph mehr Eiszeit.“ Steer ist von der ersten bis zur vierten Reihe für alles offen. „Er findet sich sehr schnell zurecht und möchte möglichst viel spielen.“

Körner gilt als eines der größten Talente seines Jahrgangs. Er spielte im Nachwuchs der Bad Tölzer Löwen und von RB Salzburg. „Da habe ich zuletzt die Führungsrolle übernommen und das Spiel gemacht“, sagt der Stürmer. „Sonst wäre ich wohl nicht in Bremerhaven gelandet.“ In der Serie 2016/2017 wechselte er dahin. Jetzt geht Körner einen Schritt nach unten, um sich wieder oben anzubieten. „Es gibt für mich schon noch einiges zu lernen, etwa bei der Pucksicherheit und dem Stellungsspiel. Ich bin nicht fertig ausgebildet.“ Wenn er die Scheibe gewonnen habe, dürfe er sie nicht gleich wieder verlieren, sondern müsse den Puck behalten, um auch Offensivaktionen einleiten zu können.

Das kann Körner erstmals am Sonntag in Bayreuth beweisen. Ab 17 Uhr gastieren die Eislöwen beim Schlusslicht. „Wir müssen unsere Hausaufgaben erledigen und alle Mannschaften ernst nehmen – egal, ob sie Erster oder Letzter sind“, sagt Steer. „Auch dieses Spiel wird schwer und alles andere als ein Selbstläufer für uns.“ Und für Körner das Debüt im neuen Trikot.

Leser-Kommentare

Insgesamt 0 Kommentare

    Ihr Kommentar zum Artikel

    Bitte füllen Sie alle Felder aus.

    Verbleibende Zeichen: 1000
    Text Bitte geben Sie die abgebildete Zeichenfolge ein
    Bitte beachten Sie unsere Hinweise zum Datenschutz.