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Donnerstag, 14.06.2018

Der Meister braucht drei Treffer

Heidenau kann gegen Freital den Torrekord knacken. Altenberg glaubt nicht an Wunder – und findet sich mit dem Abstieg ab.

Von Falk Rösler

Motor Freital (in Schwarz) könnte Meister Heidenau den möglichen Tore-Rekord versauen. Das Hinspiel hatte der Tabellendritte bereits für sich entschieden.
Motor Freital (in Schwarz) könnte Meister Heidenau den möglichen Tore-Rekord versauen. Das Hinspiel hatte der Tabellendritte bereits für sich entschieden.

© Andreas Weihs

Sächsische Schweiz/ Osterzgebirge. Außer den beiden Kreispokalfinalisten vom 1. FC Pirna und SSV Neustadt, die am 23. Juni in Sebnitz noch ihr Endspiel bestreiten, verabschieden sich am Wochenende aller Kreisfußball-Mannschaften mit dem letzten Spieltag in die rund zweimonatige Sommerpause. Der Anpfiff zum Kreisoberliga-Saisonhalali erfolgt am Sonntag zeitgleich für alle Partien um 15 Uhr.

Auch wenn alle wichtigen sportlichen Entscheidungen in puncto Auf- und Abstieg praktisch gefallen sind, haben die sieben Duelle dennoch ihren Reiz und werden von hoffentlich vielen Zuschauern gleich zur Einstimmung auf das erste Spiel der deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Russland gegen Mexico genutzt.

Kreismeister und Landesklassenaufsteiger Heidenau empfängt zu seinem vorläufig letzten Kreisoberligaspiel den Tabellendritten Motor Freital. Gästetrainer Michael Seifert ist klar: „Die Heidenauer haben die 3:6-Hinspielniederlage mit Sicherheit nicht vergessen und brennen auf Revanche“.

Ein Sieg der Elbestädter wäre zudem ein würdiges Abschiedsgeschenk für ihren Coach Andre Berger. Außerdem besteht die Chance, als erstes Kreisoberligateam des Landkreises die 100-Tore-Marke zu knacken. Bisher stehen 97 Treffer auf Heidenaus Konto – und der Rekord bei 99 Treffern von Hainsberg aus der Saison 15/16.

Vizemeister Copitz II beschließt indes die Spielzeit mit einem Heimspiel gegen Schönfeld. Ein echtes Endspiel um den vierten Platz bestreiten die punktgleichen Teams vom 1. FC Pirna und Pesterwitz. Auf der Bank der Randfreitaler wird dann auch nach einer kleinen Urlaubspause wieder der inzwischen 70-jährige Bernd Noack sitzen. Er lässt seine Zukunft noch offen. Allerdings könnte bei einer Punkteteilung auf dem Sonnenstein Neustadt mit einem Heimsieg über Stolpen noch an beiden Kontrahenten vorbeiziehen.

Den dritten Sieg in Folge und damit aus eigener Kraft ihren siebten Platz zementieren, wollen laut FSV-Mannschaftsleiter Mirko Gietzelt die Dippoldiswalder Kicker in Gorknitz. Einen weiteren feststehenden Trainerabgang gibt es bei der Begegnung zwischen dem Absteiger Stahl Freital II und Dohna. Tomas Uxa wird die Burgstädter verlassen. Stahl-Trainer Ronny Schulz hingegen bleibt an Bord. Er will mit seiner Truppe in der neuen Kreisliga A-Spielzeit „zumindest wieder oben mitspielen“ und sich „ hoffentlich mit einem Sieg aus dem ersten Kreisoberliga-Abenteuerjahr verabschieden.“

Höhepunkt des 26. Spieltages, so von vielen erwartet, sollte eigentlich das entscheidende Duell um den rettenden zwölften Platz Reinhardtsdorf kontra Altenberg werden. Doch die „Traktoristen“ haben mit einem Sieg in der Vorwoche in Dohna und der gleichzeitigen Altenberger Heimniederlage gegen Neustadt praktisch ihr Ziel bereits erreicht. An den notwendigen 11:0-Sieg der Bergstädter, um die Situation noch zu drehen, glaubt niemand mehr. BSG-Mannschaftsleiter Martin Bachmann bleibt daher ganz gelassen: „Das Fußballwunder wird es nicht geben. Wir wollen uns mit Anstand aus der Liga verabschieden. Das hat sich das Team fest vorgenommen.“

Richtig spannend wird es dagegen am Sonntag in der Kreisliga B in der Partie Rabenau gegen Kreischa. Die Gäste benötigen zum Aufstieg noch einen Punkt – fielen jedoch bei einer Niederlage auf den nicht aufstiegsberechtigten vierten Platz zurück. In diesem Fall dürfte der drittletzte Graupa doch noch in der Kreisliga A verbleiben.