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Donnerstag, 07.10.2004

Der Luftangriff vom 7. oktober 1944

Zwei Minuten dauerte am 7. Oktober 1944 der Angriff der 29 B-17-Bomber unter dem Kommando von Oberstleutnant Walter K. Shayler. Abgeworfen wurden auf Dresden insgesamt 290 fünfhundertpfündige Mehrzweck-Sprengbomben.

Nur dem Zufall ist es zu verdanken, dass Dresden nicht schon an diesem Tag von einem weit größeren Angriff heimgesucht wurde. Denn insgesamt waren 333 „Fliegende Festungen“ in der Luft mit dem Auftrag, die Öl-Hydrierwerke in Ruhland und im böhmischen Brüx zu bombardieren. Da über beiden Zielen die Witterungsbedingungen eher ungünstig waren, suchten sich fast alle Bombergruppen selbstständig Zweitziele.

So flogen von Ruhland aus weitere 59 „Fliegende Festungen" Dresden an, um hier ihre Bombenlast abzuwerfen. Dazu kam es zum Glück nicht, weil die Bombenschützen die Sichtbedingungen als ungünstig einschätzten. Andere Staffeln verfehlten Dresden. Eine weitere Bombergruppe wählte sich das nur 30 Kilometer von Dresden entfernte Freiberg als Ziel und warf 100 Sprengbomben ab, die das Bahnhofsviertel und Felder trafen. (SZ/ma)