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Freitag, 03.02.2017

Der Knast hat einen neuen Chef

Mit Oliver Schmidt übernimmt erneut ein gebürtiger Bayer die Leitung der JVA Zeithain. Es ist der dritte Wechsel in drei Jahren.

Von Antje Steglich

Oliver Schmidt ist neuer Leiter der JVA Zeithain. Zuvor war er sechs Jahre lang im Bautzner Gefängnis tätig.
Oliver Schmidt ist neuer Leiter der JVA Zeithain. Zuvor war er sechs Jahre lang im Bautzner Gefängnis tätig.

© Uwe Soeder

Zeithain. Regierungsoberrat Oliver Schmidt leitet seit Januar 2017 die Justizvollzugsanstalt Zeithain (JVA). Der Posten wurde ihm zunächst kommissarisch übertragen, mit Wirkung zum 1. März wird er offiziell zum neuen Leiter der JVA Zeithain bestellt, erklärte der Sprecher des Sächsischen Justizministeriums Jörg Herold.

Oliver Schmidt ist gebürtiger Bayer, absolvierte beide juristische Staatsexamen und befindet sich seit 1997 in Diensten des Freistaates Sachsen. Begonnen hat er seine Laufbahn als juristischer Mitarbeiter und Abteilungsleiter in der Justizvollzugsanstalt Bautzen. Danach war er ein Jahr bei der Staatsanwaltschaft Dresden tätig, bevor er im Jahr 2000 an die Justizvollzugsanstalt Dresden wechselte und dort unter anderem als Abteilungsleiter arbeitete. Danach folgte ein kurzes Intermezzo an der JVA Zeithain, wo er seit November 2003 als stellvertretender Anstaltsleiter tätig war.

Zwischen 2004 und 2007 folgten Stationen im sächsischen Ministerium für Wirtschaft und Arbeit, im Justizministerium sowie in der Ministerialverwaltung. 2008 übernahm Oliver Schmidt dann erneut den Posten als stellvertretender Leiter der JVA Dresden, bevor der Jurist seit dem Jahr 2010 in der Justizvollzugsanstalt Bautzen ebenfalls als Stellvertreter tätig war. Und nun Zeithain.

Der Wechsel an der Spitze der JVA war notwendig, weil der bisherige Leiter Mathias Weilandt Elternzeit nimmt, so das Justizministerium. In gut drei Jahren bekommt das Gefängnis, in dem bis zu 400 Männer mit Strafen von bis zu fünf Jahren inhaftiert sind, damit seinen vierten Leiter.

Bis Oktober 2013 hatte Bernd Schiebel den Chefposten inne, der dann ins Justizministerium wechselte. Es folgte der gebürtige Bayer Thomas Galli, der 2015 in Elternzeit ging und mittlerweile sein Beamtenverhältnis aufgekündigt hat, um als Rechtsanwalt und Buchautor zu arbeiten. Seit September 2015 hatte Mathias Weilandt das Gefängnis geleitet, der sich nun ebenfalls erst einmal seiner Familie widmen will.