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Dienstag, 20.02.2018

„Der ideale Platz für mich“

Alexander Waibl verlängert seinen Vertrag als Cheftrainer der DSC-Volleyballerinen bis 2021.

Von Alexander Hiller

Alexander Waibl verlängert seinen Vertrag als DSC-Trainer bis 2021.
Alexander Waibl verlängert seinen Vertrag als DSC-Trainer bis 2021.

© Robert Michael

Ob der Termin mit Bedacht gewählt ist? Vor dem deutschen Duell am Mittwoch, 19 Uhr, im Viertelfinale des europäischen CEV-Cups gegen Stuttgart verkünden die Dresdner Volleyballerinnen eine wichtige Personalie: die Verlängerung des im Sommer auslaufenden Kontraktes mit dem gebürtigen Schwaben Alexander Waibl als Trainer bis 2021. Dem Vernehmen nach zu unveränderten Konditionen. Auch hier zählt Beständigkeit.

Der 49-Jährige kam 2009 an die Elbe – als nur in der Szene bekannter Coach. Mittlerweile ist sein Name untrennbar verbunden mit den Erfolgen des DSC. Zwei Pokalsiege, drei Meistertitel, drei Vizemeisterschaften und der Gewinn des dritthöchsten europäischen Wettbewerbes, dem Challenge Cup, sechs Jahre in der Champions League gehen seither auf Waibls Konto. „Als Alex anfing, stand es wirtschaftlich nicht besonders gut um den DSC“, blickt Jörg Dittrich zurück. Der Volleyball-Chef des Klubs hat unter Waibls sportlicher Führung „in allen Bereichen eine grandiose Entwicklung“ erlebt.

„Unsere Halle ist häufig voll, unseren Etat und die Wahrnehmung in Deutschland haben wir massiv gesteigert, wir sind eines der Flaggschiffe im deutschen Volleyball“, zählt der Abteilungsboss auf, der sich sonst öffentlich angenehm im Hintergrund hält. Für den Verein gab es keinen Grund, an dem langjährigen Konstrukt zu rütteln. Es sei denn, es hätten sich im Lauf der Jahre hinderliche Gewohnheiten eingeschlichen. „Wir haben uns die Fragen gestellt: Wird man träge? Kennt man sich zu gut? Hat man die Kraft für Veränderungen? Ist man untereinander noch kritikfähig?“, zählt Dittrich auf. „Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass wir mit Freude und Leidenschaft unsere Aufgaben angehen. Wir wollen weiter zusammenarbeiten, speziell mit dem Trainer Alex Waibl.“

Der jetzt schon dienstälteste Trainer in der Bundesliga knüpfte seine Zukunft in Dresden allein an menschliche Komponenten. Also an die Frage, ob neben ihm auch Jörg Dittrich und Geschäftsführerin Sandra Zimmermann weiter an einem Strang ziehen wollen. Das tun sie. „Mir liegt viel an harmonischer Zusammenarbeit – im Sinne von konstruktiv und produktiv. Wir glauben, dass wir in dieser Konstellation weiter erfolgreich sein werden“, erklärt Waibl. Die Macher stellten dem kommunikativen Trainer stets ein konkurrenzfähiges Team zur Seite. Auch wenn die besten Athletinnen den DSC seit Jahren als Sprungbrett nutzen und nach Lehrjahren in finanzkräftigere Ligen weiterziehen. Waibl hat das akzeptiert und nie als Hemmnis begriffen und so auch Krisen gemeistert.

Sein Bekenntnis zu Dresden klingt wie eine Liebeserklärung. „Das ist der ideale Platz, der ideale Verein, die ideale Stadt, um meiner Berufung als Volleyballtrainer nachzugehen“, sagt er. Erfüllt der akribische Tüftler seinen Vertrag, löst er Klaus Kaiser, der von 1990 bis 2000 amtierte, als dienstältesten DSC-Volleyballtrainer ab.

Aufgaben und Ziele sieht Waibl genug. „Was sich verändern könnte, wäre die Halle – darüber reden wir schon lange. Und ich will weiter Spielerinnen implantieren, die hier die Wurzeln des DSC sein können“, sagt der gelernte Jurist. Er selbst hat die längst geschlagen.

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