erweiterte Suche
Montag, 08.10.2018

Der HC Rödertal ist raus

In der zweiten Runde des DHB-Pokals scheitern die Bienen an der Neckarsulmer Sport-Union. Aber es war mehr drin für das Mühlner-Team.

Von Florian Triebel

Trotz arger Bedrängnis durch ihre Neckarsulmer Gegenspielerinnen kommt sich Julia Mauksch vom HC Rödertal in dieser Szene zum Torerfolg.
Trotz arger Bedrängnis durch ihre Neckarsulmer Gegenspielerinnen kommt sich Julia Mauksch vom HC Rödertal in dieser Szene zum Torerfolg.

© Henry Lauke

Handball, DHB-Pokal Frauen. Die Rödertalbienen zeigten in Großröhrsdorf gegen den Erstligisten aus Neckarsulm eine durchwachsene Leistung. Die 25:31 (12:17)-Niederlage bedeutet das Aus in der zweiten Runde des DHB-Pokals. Allerdings wäre mit einer konzentrierteren Leistung mehr möglich gewesen, zumal Cheftrainer Frank Mühlner nur auf Meret Ossenkopp verzichten musste und ansonsten auf den gesamten Bienenkader zurückgreifen konnte.

Der HCR-Coach meinte nach dem Abpfiff: „Die Niederlage ist ein wenig zu hoch. Wir hatten heute Phasen, in denen wir wie aus einem Guss gespielt haben und dann auch wieder welche, in denen uns nichts gelang. Es wäre mehr drin gewesen und die Mannschaft hat eine Menge liegen gelassen. Jetzt müssen wir uns wieder voll auf die Liga konzentrieren. Schließlich steht nächste Woche das schwere Auswärtsspiel in Kirchhof an.“

Nur 243 Zuschauer fanden an diesem sonnigen Herbsttag den Weg in die Sporthalle am Schulzentrum in Großröhrsdorf. Und die Heimfans erlebten ein Spiel ihrer Mannschaft mit viel Licht und Schatten. Zunächst lief es ganz gut für die Bienen. Zwar konnten die Gäste durch einen Siebenmeter von Nele Reimer, die mit zehn Treffern die erfolgreichste Schützin auf der Platte war, in Führung gehen. Aber Rabea Pollakowski egalisierte im direkten Gegenzug diesen Vorsprung wieder.

Bis zur achten Minute (5:5) war kein Klassenunterschied zu erkennen. Beide Mannschaften leisteten sich immer wieder Ungenauigkeiten. HCR-Torjägerin Brigita Ivanauskaite hätte sogar zur 6:5-Führung für die Bienen einnetzen können, verfehlte das Tor aber knapp. In der folgenden Phase agierte der HCR vor dem gegnerischen Tor zunehmend unkonzentriert. Dadurch setzte sich die Mannschaft von Pascal Morgant erstmals auf vier Tore ab (7:11/18. Minute).

Doch auch bei Neckarsulm lief nicht alles rund. Die Fehler mehrten sich. Der HC Rödertal verkürzte den Rückstand bis zur 23. Minute wieder auf zwei Tore (11:13). Die Schlussminuten der ersten Halbzeit gehörten noch einmal den Gästen. Dank eines 3:0-Laufs konnte die Neckarsulmer Sport-Union mit fünf Toren Vorsprung (12:17) in die Halbzeitpause gehen.

Neuer Schwung bei den Bienen


Mit viel Schwung kamen die Bienen aus der Kabine zurück auf das Spielfeld. Nach sieben Minuten und einem 4:1-Lauf war das Spiel wieder völlig offen (16:18/37.). Sowohl im Angriff als auch in der Abwehr arbeitete die Mannschaft von Cheftrainer Mühlner sehr konzentriert und stellte die Gäste nun vor größere Probleme. Sein Gegenüber, NSU-Coach Morgant, sah sich gezwungen, eine Auszeit zu nehmen, um seine Mädels wachzurütteln. Diese Maßnahme lohnte sich, denn bis zur 48. Minute war der alte Fünf-Tore-Vorsprung beim Stand von 18:23 wieder hergestellt.

Die Bienen verloren in diesen knapp zehn Minuten den Faden und konnten die vielen Möglichkeiten, die sich ihnen boten, nicht nutzen. Doch auch die Gäste ließen viele Chancen aus, um den Deckel auf die Partie zu machen. Stattdessen kämpften sich die Bienen nochmals auf 23:26 heran. Die Hoffnung der Fans auf einen Überraschungssieg währte leider nur kurz. Denn auf diese stärkere Phase des HC Rödertal antwortete die NSU mit einem 5:1-Lauf (24:31). Damit war das Spiel entschieden und das letzte Tor in der Partie von Pollakowski zum 25:31-Endstand war nur noch Ergebniskosmetik.

HC Rödertal mit: Ann Rammer, Yuko Minami (n.e.), Brigita Ivanauskaite (8), Kamila Szczecina (5), Rabea Pollakowski (5), Julia Mauksch (4/1), Tammy Kreibich (3), Egle Alesiunaite, Jessica Jander, Lisa Loehnig, Thilde Boesen, Victoria Hasselbusch (n.e.), Jasmin Eckart (n.e.).