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Mittwoch, 11.07.2018

Der fast nie die Orientierung verliert

Der Schandauer Helmut Conrad findet sich überall zurecht und ist auch noch schnell. Jetzt wurde er mal wieder Weltmeister.

Von Heike Sabel

So sehen Sieger aus: Helmut Conrad bei seinem weltmeisterlichen Lauf in Kopenhagen.
So sehen Sieger aus: Helmut Conrad bei seinem weltmeisterlichen Lauf in Kopenhagen.

© Hagen Nieke

Bad Schandau. Orientierungslauf – das ist seine Leidenschaft seit den 1960er-Jahren. Seither sammelt Helmut Conrad aus Bad Schandau weltweit Titel und Rekorde. Nun ist ein weiterer dazu gekommen. In der dänischen Hauptstadt Kopenhagen wurde er Senioren-Weltmeister im Sprint-Orientierungslauf. Er wiederholte damit seinen Erfolg von vor zwei Jahren in Tallin (Estland). Conrad setzte sich bei den über 75-jährigen Männern gegen 225 Konkurrenten aus 22 Ländern durch.

Der fast 78-Jährige hatte sich zunächst trotz eines Fehlers als Sieger des Vorlaufes qualifiziert. Im Finale war er als Schnellster zum ersten Posten gestartet. Dann machte er wieder einen Routenwahlfehler, der ihn auf den 19. Platz zurückwarf, später sogar auf den 22. Doch Conrad holte auf, lief zwischen den Posten Bestzeiten und sich zurück auf die Spitzenposition. Im Ziel hatte der für den Sportverein USV TU Dresden startende Conrad fast eine Minute Vorsprung vor dem schwedischen Zweitplatzierten. Zur Titelverteidigung gratulierte Conrad in Kopenhagen auch seine Ehefrau Erika.

Conrad ist bei den Weltmeisterschaften der Senioren bisher einer von zwei deutschen Titelträgern. Der zweite ist der Hamburger Michael Finkenstädt bei den über 55-Jährigen. Zu den 143 deutschen Sportlern gehören auch der Heidenauer Werner Georg Klawun Kendray und die Neustädterin Ingrid Grosse. Die Meisterschaften dauern noch bis Freitag.

Bei der diesjährigen Sportlerumfrage von SZ und Kreissportbund war Conrad auf dem achten Platz gelandet. Sein erneuter weltmeisterlicher Erfolg dürfte der erste Schritt zur erneuten Nominierung im nächsten Jahr sein. Damit dem Orientierungslauf der Nachwuchs nicht ausgeht, kümmert sich Conrad nach seiner Rückkehr aus Dänemark dann wieder ums Training der Kinder in seinem Krippener Heimatsportverein.