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Mittwoch, 11.07.2018

Der Damm im Pöbeltal wächst

Täglich wird das Bollwerk um 60 Zentimeter höher. Entscheidend kommt es auf eine Mauer aus Asphaltbeton an.

Von Franz Herz

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Viel fehlt nicht mehr, und der Hochwasserschutzdamm im Pöbeltal wird seine endgültige Höhe erreichen. Die Oberkante der Betonbauwerke zeigt, wo diese liegt. Bis September wird das voraussichtlich noch dauern.
Viel fehlt nicht mehr, und der Hochwasserschutzdamm im Pöbeltal wird seine endgültige Höhe erreichen. Die Oberkante der Betonbauwerke zeigt, wo diese liegt. Bis September wird das voraussichtlich noch dauern.

© Egbert Kamprath

  • Viel fehlt nicht mehr, und der Hochwasserschutzdamm im Pöbeltal wird seine endgültige Höhe erreichen. Die Oberkante der Betonbauwerke zeigt, wo diese liegt. Bis September wird das voraussichtlich noch dauern.
    Viel fehlt nicht mehr, und der Hochwasserschutzdamm im Pöbeltal wird seine endgültige Höhe erreichen. Die Oberkante der Betonbauwerke zeigt, wo diese liegt. Bis September wird das voraussichtlich noch dauern.
  • Das Bild von der anderen Seite der Anlage zeigt die Mauer aus Asphaltbeton in der Mitte des Damms, die ihn wasserdicht macht.
    Das Bild von der anderen Seite der Anlage zeigt die Mauer aus Asphaltbeton in der Mitte des Damms, die ihn wasserdicht macht.

Osterzgebirge. Drei neue Becken, um Hochwasser zurückzuhalten, sind im Osterzgebirge in Arbeit. Zwei sind noch im Planungs- und Genehmigungsprozess. Der zieht sich für solche Großprojekte jahrelang hin, oft länger als die eigentliche Bauzeit. Ein Vorhaben geht derzeit sehr zügig voran: der Bau des Hochwasserschutzdamms im Pöbeltal.

Seit Mai laufen hier die Schüttarbeiten für den Damm, wie Britta Andreas von der Landestalsperrenverwaltung informiert. Pausenlos rollen die Dumper, große Kipper, im Ringverkehr vom Steinbruch, der oberhalb des Damms geöffnet wurde, zur Baustelle. Täglich wächst der Damm um etwa 60 Zentimeter in die Höhe.

Entscheidend für die Sicherheit sind aber nicht die Steinmassen, die hier aufgeschüttet werden, sondern eine Dichtmauer aus Asphaltbeton in der Mitte des Dammes. Hier fährt eine Spezialmaschine hin und her, die Schicht für Schicht eine 60 Zentimeter breite Mauer aus Asphaltbeton produziert. Dies ist die eigentliche Dichtung, wenn hier bei einem Hochwasser einmal das Wasser angestaut wird. Der ganze riesige Steindamm dient nur dazu, diese Mauer zu halten. Der Damm selbst soll bis September fertig aufgeschüttet werden – wenn das Wetter weiter so gut mitspielt wie bisher.

Parallel dazu betonieren die Bauleute noch die Rinne für die Hochwasserentlastung. Die wird benötigt, wenn die Kapazität des Rückhaltebeckens oberhalb vom Damm einmal nicht ausreicht. Dann muss verhindert werden, dass Wasser unkontrolliert über den Damm strömt. Das könnte ihn ausspülen und zum Brechen bringen, wie 2002 in Glashütte. Wenn das Wasser über die dafür vorgesehene Rinne strömt, sollte nichts passieren.

Das Rückhaltebecken im Pöbeltal ist komplizierter konstruiert als andere in ähnlicher Größe. Deshalb sind auch nach Ende der Dammschüttung noch viele Arbeitsschritte erforderlich. Ein Betriebsgebäude wird noch gebaut. Die Technik zur Überwachung und Regelung wird installiert. Eine Besonderheit im Pöbeltal ist, dass die Straße durch den Damm führt. Dort sind gigantische Stahltafeln eingebaut, welche im Ernstfall den Straßen- und den Bachdurchlass abdichten müssen. Dafür werden noch die Antriebe eingebaut. Ende 2019 sollte das alles abgeschlossen sein. Dann folgt im Frühjahr 2020 noch ein Probestau, ehe diese Baustelle endet.