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Freitag, 28.09.2018

Der Bischofswerdaer FV plant den dritten Streich

Die Schiebocker erwarten die VSG Altglienicke. Bautzen ist beim Berliner AK zu Gast.

Von Jürgen Schwarz

© dpa

Fußball-Regionalliga. Am zehnten Spieltag der Fußball-Regionalliga Nordost bestreitet Aufsteiger Bischofswerdaer FV (8.) seine fünfte Heimpartie. Zu Gast ist am Sonnabend die VSG Altglienicke (14.). Beide Teams trennen in der Tabelle fünf Zähler. Nach zwei Siegen – zu Hause gegen den ZFC Meuselwitz (3:1) und einem 1:0 bei Viktoria Berlin – wollen die Schiebocker den dritten Streich folgen lassen. Gespielt wird ab 13.30 Uhr im Volksbank Sportpark an der Wesenitz.

Denker und Lenker der VSG ist der 38 Jahre alte Björn Brunnemann im defensiven Mittelfeld, der auf die Erfahrung von 108 Zweitligaspielen zurückblicken kann. Der Routinier kam 2016 vom BFV Dynamo. Zwischen den Pfosten steht der Tscheche Dan Twardzik (27), dessen Vater René Torwart-Trainer beim Liga-Kontrahenten FC Rot-Weiß Erfurt ist. In der Vorsaison waren die Berliner dem Abstieg nur entgangen, weil Nordost-Meister FC Energie Cottbus den Sprung in die 3. Liga geschafft hatte.

Dabei hatte die VSG mit der Verpflichtung von Ex-Bundesliga-Kicker Boubacar Sanogo für Schlagzeilen gesorgt. Der Stürmer aus der Elfenbeinküste hat seine Laufbahn zwar beendet, aber mit Cinedu Ede ließ der nächste namhafte Profi nicht lange auf sich warten. Der 31-Jährige schaffte es bei Hertha BSC bis in die Bundesliga, war später unter anderem auf Zypern und in den Niederlanden aktiv. Aufpassen müssen die Gastgeber auch auf Torjäger Benjamin Förster, der in sieben Partien bereits viermal ins Schwarze traf. Beeindruckend liest sich die Gesamtbilanz des 28-Jährigen, der in 206 Dritt- und Viertligaspielen insgesamt 75 Treffer markierte.

Für die Budissen geht die Reise am Sonnabend nach Berlin. Gastgeber BAK rangiert derzeit mit 19 Punkten auf Platz vier, Bautzen (elf Zähler) ist Tabellenelfter. Die Rollen sind ab 13.30 Uhr im Poststadion also klar verteilt. „Wir haben gegen Spitzenteams wie Erfurt und Chemnitz richtig guten Fußball geboten, aber jeweils 0:1 verloren“, sagt Trainer Torsten Gütschow. „Wir wissen, dass Fußball ein Ergebnissport ist, aber solche Leistungen wie zuletzt gegen den CFC beweisen, dass wir konkurrenzfähig sind. Und das wollen wir auch in der Hauptstadt nachweisen.“

In den letzten drei Jahren landete der BAK immer im oberen Drittel der Tabelle (2., 6., 3.), „und auch diesmal wollen wir um die Spitze mitspielen“, formuliert Trainer Ersan Parlatan die Zielstellung. Herausragender Spieler der Gastgeber ist sicher Kapitän Tunay Deniz. Dem lagen in der Sommerpause Angebote aus der 3. Liga vor, „aber unser Präsident Mehmet Ali Han hat mich überzeugt, beim BAK zu bleiben“. Zuletzt traf der Deutsch-Türke beim 2:0 in Altglienicke vom Elfmeterpunkt.

Viel Brisanz verspricht das Sonnabendspiel zwischen dem souveränen Tabellenführer Chemnitzer FC (neun Spiele, neun Siege) und dem 1. FC Lok Leipzig (15.), der erstmals in dieser Saison unter Vollprofibedingungen spielt, mit nur acht Punkten bisher aber weit unter den Erwartungen blieb. Trainer Heiko Scholz wurde Anfang der Woche beurlaubt. Nachwuchschef Björn Joppe ist nun Interimscoach bei Lok.