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Mittwoch, 11.04.2018

Der Assistent wird befördert

Die Dresdner Eislöwen trennen sich von Trainer Franz Steer – Jochen Molling ist der Neue.

Von Maik Schwert

Jochen Molling steigt vom Assistenzcoach zum Cheftrainer auf und steht beim Pressegespräch erstmals Rede und Antwort in seinem neuen Amt.Foto: Ronald Bonß
Jochen Molling steigt vom Assistenzcoach zum Cheftrainer auf und steht beim Pressegespräch erstmals Rede und Antwort in seinem neuen Amt.
Foto: Ronald Bonß

© Ronald Bonß

So schnell geht das bei den Dresdner Eislöwen. Erst tritt Geschäftsführer Volker Schnabel zurück, dann trennen sie sich von Trainer Franz Steer und präsentieren sofort dessen Nachfolger. Jochen Molling steigt vom Assistenzcoach zum Chef auf. Mit 44 Jahren steht er für einen Generationenwechsel hinter der Bande. Seine Vorgänger, mit denen er seit 2016 zusammengearbeitet hat, sind deutlich älter. Bill Stewart ist 60, Steer 59. Dessen Vertrag endet erst 2019. „Das klären wir zeitnah mit ihm“, sagt Klubboss und Gesellschaftervertreter Peter Micksch.

Möglicherweise gibt es schon in der nächsten Saison der Deutschen Eishockey-Liga 2 ein Wiedersehen. Laut Medienberichten soll Steer neuer Trainer in Bad Tölz werden. In Dresden konnte der Bayer die Erwartungen nicht erfüllen. „Wir sind mit dem sportlichen Abschneiden nicht zufrieden“, erklärt Micksch den Handlungsbedarf. Nicht immer sei eine klare Richtung erkennbar gewesen. Das habe man Steer gesagt, der von der Entscheidung „nicht begeistert“ gewesen sei. Micksch sieht die Veränderung jedoch als einen Impuls. „Wir haben uns entschieden, einen anderen Weg zu gehen und unsere Rolle als Standort neu zu definieren.“

Molling nimmt seine neue Aufgabe als große Chance wahr. „Ich konnte in den vergangenen Jahren in der Zusammenarbeit mit Bill Stewart und Franz Steer viele Erfahrungen sammeln“, sagt er. Der ehemalige Verteidiger, der für die deutsche Auswahl an acht Weltmeisterschaften teilnahm, möchte Talente aus dem eigenen Nachwuchs integrieren und die Mannschaft offensiv spielen lassen: „Wir wollen den Puck und den Gegner unter Druck setzen, geradlinig und schnell spielen.“

Schnell und genauso intern regeln die Eislöwen die Nachfolge als Geschäftsführer. Maik Walsdorf kümmert sich um den kaufmännischen, Thomas Barth um den sportlichen Part. Walsdorf kann das abgeschlossene Sanierungskonzept als Erfolgsnachricht verkünden: „Wir konnten heute die letzte offene Rate in Höhe von 25 000 Euro an die Landeshauptstadt überweisen.“ Barth vermeldet die nächste Spielerpersonalie: Harrison Reed bleibt. Der 30-jährige kanadische Stürmer habe eine schwierige Saison hinter sich, aber mit seiner Art überzeugt. „Wir wollen auf junge Talente setzen, brauchen aber auch erfahrene Spieler, um sie auf ihrem Weg zu unterstützen.“

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