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Mittwoch, 11.07.2018 Kommentar

Den Ärger haben die Gebührenzahler

Der künftige Müllentsorger für Riesa-Großenhain hatte anderswo Startschwierigkeiten. Jörg Richter über den Wechsel des Müllentsorgers.

Jörg Richter.
Jörg Richter.

© Kristin Richter

Die Nachrichten über die Firma Knettenbrech + Gurdulic sind ernüchternd. Dort, wo das Wiesbadener Unternehmen in den letzten zwei Jahren die Müllentsorgung übernommen hat, ging es meist nicht ohne Verzögerung ab. Schon jetzt sollte sich der hiesige Abfallzweckverband ZAOE ab 1. Oktober auf eine Flut von Beschwerden gefasst machen.

Zwar muss erst noch die Vergabekammer in Leipzig einen Einspruch des hiesigen Mitbewerbers Remondis prüfen. Doch wie die Recherchen im Zusammenhang mit Knettenbrech + Gurdulic zeigen, haben solche Einsprüche nichts gebracht, außer weitere Verzögerungen. Denn erst wenn klar ist, dass niemand mehr den Wiesbadenern den Auftrag des ZAOE wegnehmen kann, werden sich die Hessen in die Karten sehen lassen, was Standort, Personal und Fahrzeuge betrifft. Bisher gibt es zu einer Ansiedlung der Wiesbadener Firma keinerlei Hinweise, weder im Landratsamt Meißen, noch in den Stadtverwaltungen von Riesa und Großenhain. Das ist schon erstaunlich, denn in gut zweieinhalb Monaten soll ja der Wechsel des Müllentsorgers vollzogen werden.

Sicherlich war der ZAOE gut beraten, vorsorglich auf Übergangsschwierigkeiten hinzuweisen. Und wenn Knettenbrech + Gurdulic nicht pünktlich am 1. Oktober mit der Müllentsorgung beginnen, kann der Verband ja immer noch mit Vertragsstrafen drohen. Was der ZAOE auch macht, er ist immer auf der sicheren Seite. Doch den Ärger haben die Leute, die die Müllgebühren zahlen.

E-Mail an Jörg Richter.