erweiterte Suche
Donnerstag, 14.06.2018

Dem Flügel einer Libelle ganz nah

Die Pestalozzi-Oberschule erhält elf neue Mikroskope. Die sollen nicht nur im Bio-Unterricht der Sechstklässler genutzt werden.

Von Eric Mittmann

Elf neue Mikroskope hat Peter Fischer (Mitte) der Pestalozzi-Oberschule gespendet. Diese sollen im kommenden Jahr von den Sechstklässlern genutzt werden.
Elf neue Mikroskope hat Peter Fischer (Mitte) der Pestalozzi-Oberschule gespendet. Diese sollen im kommenden Jahr von den Sechstklässlern genutzt werden.

© Dietmar Thomas

Hartha. Die Mikroskope sind gerade überreicht, da werfen die Fünftklässler der Pestalozzi-Oberschule bereits die ersten Blicke durch die Vergrößerungsgläser. „Im Moment schauen sie sich Insektenausschnitte wie beispielsweise den Flügel einer Libelle an“, erklärte Uwe Rudolph, Lehrer für Biologie an der Oberschule. Und seine Fachbereichskollegin Sabine Lewandowski ergänzt: „Im nächsten Schuljahr werden die Sechstklässler dann mit ihnen arbeiten.“

Bisher besaß die Pestalozzi-Schule 16 Mikroskope, die über Kabel mit Strom versorgt werden mussten. Weil sich in den Klassenräumen jedoch lediglich zwei Steckdosen befanden, entstand dabei immer wieder ein riesiger Kabelsalat, wie Lewandowski erzählte. Das machte die Arbeit nicht nur komplizierter, sondern barg auch eine Stolpergefahr. Neue Mikroskope mussten her. „Wir beschlossen, uns an ortsansässige Unternehmen zu wenden, die sich mit der Thematik auskennen“, so Lewandowski. Hilfe fanden sie bei Peter Fischer, Inhaber von Augenoptik Fischer, der gleich elf Geräte zur Verfügung stellte. „Meine Kinder sind an die Schule gegangen und ich war hier früher selbst einmal Schüler“, erklärte dieser seine Beweggründe.

Die neuen Mikroskope sind batteriebetrieben und sorgen somit nicht nur für mehr Sicherheit, sondern auch mehr Mobilität. „Wir können die Geräte schnell von einem Raum in den anderen transportieren. Eines davon hat sogar einen Anschluss für den Laptop, sodass wir Dinge künftig über den Beamer an die Wand projizieren können“, schwärmte Lewandowski.

Die neuen Mikroskope sollen nun in den Ganztagsangeboten sowie hauptsächlich im Biologie-Unterricht eingesetzt werden. „Der Schwerpunkt liegt hier auf Klasse Sechs sowie der Prüfungsvorbereitung der zehnten Klassen“, erklärte Schulleiterin Kerstin Wilde. „Vielleicht können wir sie aber auch noch anderweitig nutzen.“

Die alten Mikroskope werde die Schule dennoch weiter nutzen. „Schließlich haben wir Klassenstärken von bis zu 28 Schülern“, so Lewandowski.