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Donnerstag, 16.08.2018

DDR-Millionen für Dresdner Projekte

Zum fünften Mal wird ein Betrag des DDR-Parteivermögens ausgeschüttet. Acht Einrichtungen in der Stadt profitieren davon nun.

Von Andreas Weller

© Symbolfoto: dpa

Fast 62 Millionen Euro fließen nach Sachsen. Das Geld stammt aus dem Vermögen der Parteien und Massenorganisationen der ehemaligen DDR. Die Landesregierung hat sich darauf verständigt, wie das Geld aufgeteilt wird. Demnach erhalten auch acht Einrichtungen aus Dresden einen Teil. Von dem Geld soll der Ostflügel des Festspielhauses Hellerau saniert, die staatlichen Kunstsammlungen digitalisiert und Technik für die Oper und das Schauspielhaus angeschafft werden. Auch für die Fertigstellung der Gedenkstätte Busmannkapelle und die Sanierung des sowjetischen Haftkellers der Stasi-Gedenkstätte Bautzner Straße sind Zuschüsse vorgesehen. Der Jüdische Friedhof erhält eine Summe, um die zerfallenen Grabmale und die Friedhofsmauer zu sanieren, die evangelische Kirchgemeinde in Klotzsche kann ihr neues Gemeindezentrum ausstatten und die Heilandskirche in Cotta saniert werden.

Wie viel Geld jedes Projekt erhält, stehe noch nicht fest, hieß es aus dem Finanzministerium. Laut Verteilungsplan sind 60 Prozent für die Wirtschaft und 25 Prozent für Kultur und Soziales der staatlichen oder städtischen Einrichtungen vorgesehen. 15 Prozent erhalten private Träger im sozialen und kulturellen Bereich. Erst, wenn die Anträge vorliegen, können diese geprüft werden. Die Gelder müssen innerhalb von vier Jahren ausgegeben werden.