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Freitag, 13.07.2018

Das Schulbau-Projekt ist einzigartig im Landkreis Bautzen

Von Ralf Grunert

Dass die nun in Vorbereitung befindliche Wiederinbetriebnahme des Schulgebäudes am Markt in Laubusch als Grundschule von Beginn an und nach wie vor nicht unumstritten ist, hatte kürzlich Dietrich Matthes, der scheidende Schulleiter der Oberschule Lauta im Gespräch mit TAGEBLATT deutlich gemacht. „Für die prognostizierte Schülerzahl ist die Schule zu groß“, so seine Einschätzung, nachdem er selbst von 2004 an zwei Jahre lang als Schulleiter die Verantwortung für diese s Schulgebäude getragen hat. „Ich hätte viel Geld in die Hand genommen, um die Schule am Freibad zu sanieren. Das hätte vielleicht - unter aller Vorsicht gesagt - beim Erhalt des Freibades Laubusch helfen können. Und es hätte womöglich auch Geld gegeben, um die Sporthalle zu sanieren“, so seine Aussagen.

Der Laubuscher Ortsvorsteher Günter Schmidt (Bürgerbewegung) will dieses Aussagen allerdings nicht unkommentiert im Raum stehen lassen. „Die Aussagen zur Schülerzahl und zur Überdimensionierung der Schule waren zu seiner Zeit im Stadtrat (dessen Mitglied Dietrich Matthes war – Anm. d. red.) Gegenstand unterschiedlicher Meinungen und nicht stimmig. Sie sind längst überholt und stehen gesichert da“, so die Feststellung von Günter Schmidt. „Dieser Tatsache sollte besonders er (Dietrich Matthes - Anm. d. Red.) als Schulleiter und CDU-Vorstands-Mitglied in Lauta Rechnung tragen und nicht die Bevölkerung verunsichern.“

Der Laubuscher Ortsvorsteher erinnert daran, dass es sich die Stadt Lauta und die Gemeinde Elsterheide nicht leicht gemacht haben, ein Projekt anzugehen, das mehrere Millionen Euro kosten wird. Hier werde ein Schulhaus mit seinen musealen und denkmalsträchtigen Elementen nach den neuesten Gesetzlichkeiten ertüchtigt, so der Hinweis von Günter Schmidt.

Auf eine Auflistung der Vor- und Nachteile der Schule am Markt und der Schule in der Siedlung in Laubusch verzichtet der 76-Jährige in seiner Stellungnahme. Er belässt es bei seinem Fazit: „Die Schule am Markt ist als Grundschule für die prognostiziert Schülerzahl nicht zu groß.“

Günter Schmidt erinnerte daran, dass die Schule am Bad einst als Zusatzbau angesichts explodierender Schülerzahlen errichtet wurde. Ihr fehle der Charme einer Schule. Die Klassenräume seien zu niedrig. Die Ausrichtung der Klassenzimmer nach Osten sei nicht optimal. Und es gebe auch keine Anhaltspunkte für eine Rekonstruktion der Schule. Ganz zu schweigen vom Lautaer Stadtsäckel. „Außer einer riesigen Schuldenlast gibt es nichts her.“

Der Ortsvorsteher bezeichnet den Schulbau als ein Gemeinschaftsprojekt der Gemeinde Elsterheide und der Stadt Lauta, das einzigartig im Kreis Bautzen sei und das auch Sinn mache, da es förderfähig und als Initial für die Wiederentwicklung der Infrastruktur in Laubusch gut geeignet ist.

Die Sporthalle am Bad in erster Instanz, so merkt Günter Schmidt an, aber auch das Stadtbad stehen noch auf der Agende. Und so Fördermittelprogramm gegeben sind, wird man sich daran erinnern, glaubt er.