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Dienstag, 06.03.2018

Das nimmt Form an

Zum Tag der offenen Töpferei spielen Profis mit Lehm

Von Siiri Klose

Alles dreht sich wieder um eines der ältesten Handwerke. Foto: pixabay
Alles dreht sich wieder um eines der ältesten Handwerke. Foto: pixabay

Ein Besuch der Töpferei von Ines Kellner in Scharfenberg ließe sich mit einem Ausflug in den linkselbischen Tälern verbinden, Mario Howards harmonische Glasur- und Formkompositionen mit einem Spaziergang am Dippelsdorfer Teich. Zum „Tag der offenen Töpferei“ – eigentlich ist ja das ganze Wochenende gemeint – öffnen die Keramiker deutschlandweit ihre Werkstätten und zeigen, was aus einem Klumpen Ton oder Porzellanmasse alles entstehen kann.

Einladung zum Probedrehen

In Dresden ist Susanne Engelhardt in ihrem Atelier in der Geh8 wieder mit dabei, bekannt für ihre Väschen, die ihrem Inhalt per Stempeldruck „Blüh!“ gebieten. Konstanze Kollar im Industriegelände lässt auch Kinder an die Töpferscheibe. In der Kümmelschänke zeigt Ulrike Schaufuß, was den Raku-Brandt ausmacht und lädt ebenfalls zum Probedrehen.

Auch die Töpferei Frommhold in Königsbrück, von der sich in unzähligen Haushalten eine Schüssel oder ein Kaffeepott im typischen Schwammdekor oder mit Bunzlauer Punkten und Streublümchen findet, bietet den Besuchern mehr als bloßes Geschirr-Gucken: Kinder können fleißig basteln, und bei den Führungen werden die typischen sächsischen Dekore erläutert. Nebelschütz ist zwar ein ganzes Stück entfernt, dafür gibt’s im dortigen Töpferhof neben sorbischer Küche auch Erläuterungen zum Lehmbau und sogar die ersten sorbischen Ostereier der Saison – auch zum Selbstbemalen!

Service

Was: Tag der offenen Töpferei

Wann: 10. und 11. März, 10-18 Uhr

Wo: zahlreiche Werkstätten in Dresden und Umgebung

Tickets: Eintritt frei

Internet: www.tag-der-offenen-toepferei.de