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Dienstag, 10.07.2018

Das müssen Sie zum Schmalspurbahn-Fest wissen

An der Strecke der Weißeritztalbahn werden am Wochenende rund 10 000 Besucher erwartet.

Von Tobias Winzer

Für Eisenbahn-Romantiker gibt es am Wochenende einiges zu sehen. Neben den regulären Zügen der Weißeritztalbahn sind auch zwei historische Züge im Stile der Jahre um 1910 und im Stile der 60er-Jahre im Einsatz.
Für Eisenbahn-Romantiker gibt es am Wochenende einiges zu sehen. Neben den regulären Zügen der Weißeritztalbahn sind auch zwei historische Züge im Stile der Jahre um 1910 und im Stile der 60er-Jahre im Einsatz.

© Karl-Ludwig Oberthür

Freital. Die 26 Kilometer lange Strecke der Weißeritztalbahn wird am Wochenende zum Mekka für Eisenbahnfans und Ausflügler. Zur zehnten Auflage des Schmalspurbahn-Festivals warten neben Sonderfahrten der Bahn etliche Veranstaltungen auf die Besucher. Die Sächsische Zeitung fasst das Wichtigste zusammen.

Die Züge: Frisch renovierte Lok in diesem Jahr zum ersten Mal dabei

Über das gesamte Wochenende werden 34 Fahrten zwischen den Endbahnhöfen Freital-Hainsberg und Kipsdorf angeboten. Das sind 22 mehr als im regulären Betrieb. Eisenbahnfans können sich neben den Wagen, die im regulären Fahrplan im Einsatz sind, noch über zwei weitere Züge freuen.

Wie Betriebsleiter Mirko Froß mitteilt, sind ein Zug der Königlich-Sächsischen Staatseisenbahn im Stil der Jahre um 1910 sowie ein Altbauwagen-Zug der Deutschen Reichsbahn im Stil der 1960er-Jahre unterwegs. Beim Zug der Deutschen Reichsbahn gibt es eine weitere Besonderheit.

Er wird von einer Lok gezogen, die seit zehn Jahren nicht mehr gefahren ist. Die Dampflok wurde 1927 gebaut und ist ein Vorgänger der heute bei der Weißeritztalbahn regulär eingesetzten Loks. Das Fahrzeug stand zehn Jahre in Radebeul und konnte wegen eines falschen Bremssystems nicht eingesetzt werden. Im vergangenen Jahr wurde dieser Makel jedoch behoben und die Lok erlebt nun beim Schmalspurbahn-Festival seine Premiere. Der Zug mit der besonderen Lok startet jeweils am Sonnabend und Sonntag um 11.27 Uhr und um 15.55 Uhr in Freital-Hainsberg. Zurück von Kipsdorf geht es jeweils um 13.50 Uhr und 17.42 Uhr. Den kompletten Fahrplan gibt es im Internet unter www.weisseritztalbahn.com

Das Programm: Bühne in Hainsberg, Feuerwerk an der Malter

Am meisten los ist am Bahnhof Hainsberg, wo eine Bühne aufgebaut wird. Am Sonnabend gibt es dort vor allem Programm für Kinder, am Sonntag wird es musikalisch. Eine besondere Aktion findet am Sonnabend ab 17.30 Uhr am Bahnhof Hainsberg statt. Achter-Teams messen sich dann im Lokziehen miteinander. Ein 16-Tonnen-Gefährt muss dann so schnell wie möglich mit Muskelkraft bewegt werden.

Am Bahnhof Hainsberg werden außerdem Mitfahrten mit einer Draisine angeboten. Außerdem sind auf dem Bahnhofsvorplatz Oldtimer, wie ein alter Barkas und ein Wartburg, zu sehen.

Darüber hinaus warten an allen Bahnhöfen und Haltepunkten entlang der Strecke besondere Angebote auf die Besucher. Im Weißeritzpark wird der Grillweltmeister gekürt. In Rabenau gibt es Bienen und Alpakas zu sehen. In Dippoldiswalde ist ein Erlebnisspielplatz geplant. Außerdem bauen verschiedene Händler ihre Stände auf. Erstmals dabei ist der Gießereisportpark am Haltepunkt Schmiedeberg-Naundorf. Besucher können sich dort beim Rollerskaten und beim Schießen auf Biathlon-Scheiben ausprobieren.

Am Endbahnhof in Kipsdorf ist am Sonnabend und Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr ein Programm geplant. Unter anderem können sich die Besucher anschauen, wie eine historische Wäschemangel funktioniert.

Absoluter Höhepunkt ist das Höhenfeuerwerk „Malter in Flammen“ um 22.30 Uhr am Stausee. Sonderzüge, die die Besucher hin- und zurückbringen, sind sowohl von Freital als auch von Kipsdorf aus unterwegs.

Die besonderen Angebote: Likör-Tour, Oldtimer-Fahrten und Wanderungen

Zum zweiten Mal ist die Altenberger Likörfabrik Teil des Festivalprogramms. Am Sonntag ab 9 Uhr geht es zunächst mit dem Zug nach Kipsdorf, dann mit einem Oldtimer-Bus nach Altenberg. Hier können sich Teilnehmer durch die Fabrik führen lassen und dabei auch den Schnaps probieren. Von dort fährt der Bus zurück nach Freital. Die Tour kostet 60 Euro und ist schon fast ausgebucht.

Günstiger sind Fahrten mit einem Oldtimer-Bus, die ab dem Bahnhof Freital-Hainsberg angeboten werden. Die Tour führt quer durch Freital und wieder zurück. Der Bus startet am Sonnabend um 12.30 Uhr, 13.45 Uhr, 14.45 Uhr, 15.30 und 16 Uhr. Für Sonntag gelten die gleichen Zeiten und zusätzlich noch 10.30 Uhr und 11.45 Uhr als Starttermin. Erwachsene zahlen drei Euro, Kinder zwei.

Gänzlich kostenlos sind zwei geführte Wanderungen an der Strecke. Die erste startet am Sonnabend um 11.30 Uhr am Bahnhof Rabenau und führt drei Stunden durch den Rabenauer Grund. Die zweite Wanderung beginnt am Sonntag um 11 Uhr und führt vom Bahnhof Kipsdorf über einen Naturlehrpfad nach Bärenfels. Diese Wanderung wird um 12.30 Uhr noch einmal angeboten.

Die Tickets: Kinder fahren kostenlos

Zum Schmalspurbahn-Festival gelten die regulären Fahrpreise der Weißeritztalbahn. Für eine einfache Fahrt von Freital-Hainsberg nach Kipsdorf sind demnach 12,20 Euro zu zahlen. Die Besonderheit beim Festival ist aber, dass Kinder bis 14 Jahre kostenlos unterwegs sind.

Zu kaufen gibt es die Tickets am Wochenende an den Vorverkaufsstellen in den Bahnhöfen und Haltepunkten Hainsberg, Coßmannsdorf, Rabenau, Seifersdorf, Malter, Dippoldiswalde und Kipsdorf. Ansonsten können die Tickets auch beim Schaffner erworben werden. Wer sich einen besonderen Zug für die Fahrt ausgeguckt hat, sollte rechtzeitig am Bahnhof sein. In der Regel gibt es aber ausreichend Plätze in den Bahnen.

Die Anfahrt: Parkplätze entlang der Strecke sind begrenzt

Die Veranstalter, der Verkehrsverbund VVO, die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft (SDG) und die IG Weißeritztalbahn, empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, weil die Parkplätze vor Ort begrenzt sind.

Der Bahnhof Freital-Hainsberg ist mit der S-Bahn und der Regionalbahn erreichbar. Zu den Veranstaltungsorten in Kipsdorf und Dippoldiswalde fährt unter anderem die Buslinie 360.