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Mittwoch, 23.05.2018

Das Liveticker-Protokoll zur Entschärfung

Von Sandro Rahrisch, Jens Pabst, Alexander Schneider, Mirko Jakubowsky, Fabian Schröder, Axel Nörkau, Kay Haufe, Tobias Hoeflich, Stefan Becker und Christoph Springer

Der Tag der Entschärfung

Hat nach getaner Arbeit gut Lachen: Sprengmeister Holger Klemig mit den Überresten „seiner“ Bombe.
Hat nach getaner Arbeit gut Lachen: Sprengmeister Holger Klemig mit den Überresten „seiner“ Bombe.

© ronaldbonss.com

Knapp zwei Tage nach der Entdeckung einer britischen Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Löbtau gibt die Polizei am Donnerstagnachmittag endlich Entwarnung: Tausende Menschen können nun wieder in ihre Wohnungen zurück. So berichteten wir im Ticker:

Der Tag der Entschärfung

18.30 Uhr: Schluss, aus, vorbei! Nach 43 Stunden Liveberichterstattung zur Fliegerbombe beenden wir unseren Ticker. Danke an alle, die dafür gesorgt haben, dass sich die Belastungen für die Dresdnerinnen und Dresdner in den vergangenen zwei Tagen in möglichst engen Grenzen hielten. Ihr wart/seid großartig!

17.31 Uhr: Auch bei den Dresdner Verkehrsbetrieben wird nun wieder auf Normalbetrieb umgestellt. Die Umleitungen der Straßenbahnlinien 1, 2, 7 und 12 wurden gegen 17.30 Uhr aufgehoben. Die Linie 6 wird voraussichtlich noch bis zum Freitagmorgen ab Löbtauer Straße wie die Linie 2 nach Wölfnitz verkehren. Die Buslinien 61, 63 und 90 konnten ab 17.30 Uhr wieder auf ihren planmäßigen Strecken nach Löbtau fahren. Nach rund zwei Stunden sollen den DVB zufolge die Verspätungen im Linienverkehr abgebaut und die Wagen wieder im Standardfahrplan unterwegs sein. Für die Evakuierung der Dresdner und deren Rückkehr in ihre Wohngebiete stellten bzw. stellen die Verkehrsbetriebe 17 Sonderbusse und zwei Straßenbahnen bereit. Während der Bombenentschärfung waren insgesamt rund 150 DVB-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusätzlich im Einsatz.

17.25 Uhr: Der Luftraum über Dresden ist wieder freigegeben worden, Starts und Landungen sind wieder möglich. Allerdings kommt es noch zu Unregelmäßigkeiten im Flugplan. Passagiere werden gebeten, sich bei ihrer jeweiligen Airline zu erkundigen. Informationen zu ankommenden und startenden Flugzeugen sind auf der Website des Airports zu finden: www.dresden-airport.de.

17.05 Uhr: Auch der Sprecher der Dresdner Polizei gibt ein erstes Statement nach der erfolgreichen Entschärfung der Fliegerbombe. Demnach werde der Evakuierungsbereich jetzt größtenteils aufgehoben. Nur um den Fundort der Bombe bleibt ein kleiner Bereich gesperrt.

17.00 Uhr: Polizeipräsident Horst Kretzschmar zog eine erste Bilanz des tagelangen Einsatzes: „Dieser Einsatz hat nicht nur die Dresdner, sondern auch Feuerwehr, Rettungskräfte und die Polizei in Atem gehalten. Die Bombe, mit der wir es hier zu tun hatten, war hochgefährlich. Insbesondere die Explosion während der Entschärfung belegt das Gefahrenpotential derartiger Weltkriegsmunition. Vor diesem Hintergrund war der von uns betriebene Aufwand entsprechend hoch und zwingend notwendig. Letztlich freue ich mich, dass wir nunmehr endgültig Entwarnung geben können. Mein Dank gilt nicht nur den Einsatzkräften, die über zwei Tage unermüdlich arbeiteten, sondern auch den Dresdnern für ihr Verständnis.“

16.53 Uhr: Besonderer Dank der Dresdner geht an die Einsatzkräfte! 590 Feuerwehr- und Rettungskräfte sowie Mitarbeiter der Dresdner Stadtverwaltung waren seit Dienstagabend im Einsatz. Hinzu kamen mehr als 1 200 Polizeibeamte, darunter auch Kräfte der Bundespolizei, der Thüringer Polizei sowie der Sächsischen Bereitschaftspolizei.

16.45 Uhr: Evakuierungsmaßnahmen und Straßensperrungen werden laut Polizei nun schrittweise aufgehoben. An der Notunterkunft im Messegelände stehen Busse bereit, um die Menschen wieder in ihre Wohnungen zu bringen. Unmittelbar am Fundort kommt es durch Abbaumaßnahmen allerdings noch zu Behinderungen.

16.42 Uhr: Von der Fliegerbombe geht keine Gefahr mehr aus, teilt die Polizei mit. Gegen 16 Uhr habe der Kampfmittelbeseitigungsdienst die zwischenzeitlich ausgekühlte Bombe untersucht. Es stellte sich heraus, dass der Einsatz der Raketenklemme erfolgreich war und der Zünder entfernt wurde. Die Bombe wird nun zur Entsorgung in die zentrale Sammelstelle nach Zeithain gebracht. Schäden sind derzeit lediglich in der unmittelbaren Umgebung festzustellen. Diese betreffen insbesondere ein angrenzendes Firmengebäude, hieß es. Die Schadenshöhe kann noch nicht beziffert werden.

16.38 Uhr: Der Spuk ist vorbei. Der Sprengmeister konnte die Fliegerbombe begutachten: Die Polizei gibt Entwarnung!!!

16.22 Uhr: In wenigen Minuten will die Polizei ein Statement abgeben.

16.10 Uhr: Viele Einsatzkräfte sind jetzt an der Fundstelle, meldet ein SZ-Reporter vor Ort.

15.40 Uhr: Die nächste Phase hat begonnen: Mittlerweile räumt ein gepanzerter Bagger Schutt von der Bombe. Dabei wurde ein Glutnest entflammt. Deswegen wird weiterhin gekühlt. Danach soll dann das weitere Vorgehen besprochen werden.

15.30 Uhr: Nach wie vor sind wegen der Bombe Teile Löbtaus und der Friedrichstadt gesperrt. Auch bei den Dresdner Verkehrsbetrieben läuft daher nicht alles wie an normalen Tagen. Zahlreiche Linien werden umgeleitet, Busse standen zudem im Stau. Auch nach Freigabe des gesperrten Gebietes wird es mindestens zwei Stunden dauern, bis sich der öffentliche Nahverkehr normalisiert hat. Die Umleitungen im Überblick:

Linie 1: Prohlis – Zwinglistraße – Postplatz – Bhf. Mitte – Waltherstraße
Linie 2: Kleinzschachwitz – Zwinglistraße – Postplatz – Bhf. Mitte – Leutewitz
Linie 6: Niedersedlitz – Bhf. Neustadt – Freiberger Straße – Hbf – Plauen
Linie 7: Pennrich – Hebbelplatz - R.-Renner-Straße – Kesselsdorfer Straße – Pennrich
UND: Weixdorf – Albertplatz – Sachsenallee – Hbf – Bhf. Mitte - Leutewitz
Linie 12: Striesen – Fetscherplatz – Postplatz – Bhf. Mitte – Messe Dresden
Linie 61: Weißig/Fernsehturm – Schillerplatz – Wasaplatz – Südvorstadt
Linie 63: Pillnitz – Schillerplatz – Wasaplatz – Altplauen – Mohorner Straße
Linie 90: Gompitz – Pesterwitz – Dölzschener Straße – Mohorner Straße

15.00 Uhr: Die Kühlung der Bombe muss noch fortgesetzt werden. Bei einer weiteren Begutachtung wurde offenbar festgestellt, dass der Blindgänger noch zu heiß ist.

14.43 Uhr: Die teils detonierte Bombe soll jetzt durch Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes erneut inspiziert werden.

14.40 Uhr: Verwirrung in der Messehalle: Dort ist dieser Zettel zu sehen, nachdem die in der Messe einquartierten Menschen in Hotels, Pensionen etc. umziehen können. Es handelt sich aber um ein freiwilliges Angebot. Informationen, dass die Halle wegen einer Veranstaltung geräumt werden müsse, stimmen laut Einsatzleiter Carsten Löwe nicht.

14.30 Uhr: Da der Fund der Bombe mit dem Bau der Zentralhaltestelle Kesselsdorfer Straße zusammenhängt, haben wir mit DVB-Pressesprecher Falk Lösch gesprochen.

14.20 Uhr: Viele der Anwohner des Sperrgebietes in Löbtau befürchten, dass Einbrecher sich die Situation zunutze machen könnten, um in Wohnungen einzusteigen. Polizeisprecher Thomas Geithner sieht diese Gefahr aber nicht. Wenn niemand in den gesperrten Bereich könne, dann träfe das auch auf Einbrecher zu. „Im Grunde waren noch nie so viele Polizisten in Löbtau wie jetzt, fügte Geithner hinzu.

14.01 Uhr: Unser Reporter vor Ort hat erfahren, dass der Sprengmeister gegen 15 Uhr erneut den Blindgänger untersuchen wird. Dann will er entscheiden, ob die Kühlung beendet und der gepanzerte Bagger eingesetzt wird, der die Bombe freilegen soll.

13.50 Uhr: Bei der Polizei fragen immer mehr Bewohner des Sperrbereis an, ob sie nicht wegen ihrer dort zurück gelassenen Haustiere kurz zu ihren Wohnungen dürfen. Das ist die Antwort des Multimediateams: „Viele unserer Kollegen haben doch ebenfalls Haustiere und können sich in die Situation gut reinfühlen. Die Sperre müssen wir aber aktuell durchsetzen. Schön, dass es dafür Verständnis gibt.“

13.22 Uhr: Die Polizei teilt mit, dass der sich ein erstes Bild von der Bombe gemacht hat. Das Ergebnis: Sie ist noch zu heiß um daran zu arbeiten - die Kühlungsarbeiten müssen fortgesetzt werden.

13.10 Uhr: Die Polizei teilt mit, dass der Sprengmeister sich zwischenzeitlich zur Bombe begeben habe, um eine erste Einschätzung vorzunehmen. Allerdings sei der Blindgänger immer noch zu heiß. Die Kühlarbeiten würden fortgesetzt.

13.00 Uhr: In der Notunterkunft in der Messe gibt es gerade Mittagessen: Quark mit Kartoffeln und Linsensuppe mit Würstchen. Für die dort unterbrachten Bewohner des derzeitigen Sperrgebietes gibt es auch Informationen. Die Menschen nehmen das Gratis-Angebot gern wahr.


12.47 Uhr: Auf dem Dresdner Flughafen blicken mehrere Hundert Menschen gebannt auf die Abflugtafeln. Viele von ihnen wussten nicht, dass es wegen der Entschärfung der Fliegerbombe in Löbtau keine Starts und Landungen gibt. Fluggesellschaften hätten die Passagiere nicht darüber informiert, dass ihre Flüge ausfielen, schildern Betroffene ihre missliche Lage.

Eine ältere Dame aus Dresden sagte, sie hätte die letzten zwei Tage Koffer gepackt, damit sie heute pünktlich ihre Urlaubsreise nach Neapel antreten könne. Seit 4 Uhr ist sie in Klotzsche, ein vom Reiseveranstalter organisiertes Sammeltaxi soll sie nun nach Frankfurt fahren, wo um 20 Uhr ihr Ersatzflug abhebt. So wie der Dame geht es vielen am Flughafen. Immerhin: Die wartenden Passagiere bekommen Essen und Trinken.

Aktuelle Informationen bietet der Flughafen unter www.dresden-airport.de.

12.47 Uhr: Das Social-Media-Team der Polizei hat ein kurzes Video auf Twitter veröffentlicht, welches den Einsatz des Löschroboters zeigt. Dieser ist im Einsatz, um den Blindgänger zu kühlen. Dazu heißt es noch, dass die Löscharbeiten weiter voranschreiten.

12.40 Uhr: In aller Kürze die weiteren Schritte: Nachdem ein spezieller Löschroboter den Blindgänger abgekühlt hat, legt ein gepanzerter Bagger den Sprengkörper frei. Kampfmittelbeseitiger werden die Bombe dann untersuchen und das weitere Vorgehen beraten. Ehrgeiziges Ziel ist es, dass die Räumung noch heute abgeschlossen werden soll.

12.25 Uhr: Der Flughafen teilt mit, dass das Verbot von Starts und Landungen in Klotzsche durch die Deutsche Flugsicherung weiterhin besteht. Und zwar bis - vorerst - 18 Uhr.

12.14 Uhr: So sieht der Plan zur Bergung der Bombe aus: Der von einem Hubschrauber und Drohnen aus gesteuerte Löschroboter soll die Flammen ersticken und den Blindgänger abkühlen - ohne den Roboter könnte es noch tagelang brennen. Dann soll ein gepanzerter Bagger die Bombe freilegen. Dann kann erst eingeschätzt werden, wie groß die vom Blindgänger ausgehende Gefahr noch ist und ob der Sperrbereich verkleinert werden kann. Laut Polizei soll der Einsatz noch heute beendet werden.

12.10 Uhr: Wir haben mit Einsatzleiter Carsten Löwe, dem stellvertretenden Leiter des Brand- und Katastrophenschutzamtes, über die Situation in der Notunterkunft gesprochen:

12.05 Uhr: Die Dresdner Polizei will die Bergung der Fliegerbombe beschleunigen. Man sei bereit, das Risiko zu erhöhen, schließlich sei es bereits der dritte Tag des Einsatzes, und die Anwohner wollten in ihre Häuser zurückkehren, sagte Polizeisprecher Thomas Geithner. Ein Ende der Bergung sei aber noch nicht abzusehen. Bis dahin würden alle Sicherheitsvorkehrungen aufrecht erhalten.

11.42 Uhr: Die Feuerwehr hat damit begonnen, die zumindest teilweise explodierte Fliegerbombe abzukühlen. Ein Löschroboter auf Ketten von der Leipziger Feuerwehr ist dazu im Einsatz. Über Hubschrauber und Drohnen wird das Gerät laut Polizei koordiniert. Die Explosionsgefahr besteht weiterhin und auch die Sperrungen bleiben bestehen.

11.38 Uhr: Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert und Sozialbürgermeister Detlef Sittel sind in die Messe gekommen, um sich ein Bild von der Situation der Menschen zu machen, die dort in der Notunterkunft untergebracht sind.

11.30 Uhr: Die Polizei informiert derzeit außerhalb des Sperrkreises Pressevertreter über die aktuelle Situation zur teils detonierten Fliegerbombe. Verfolgen Sie das Statement live:

11.15 Uhr: Ein Fotoreporter berichtet, dass derzeit offenbar erste Test-Löschungen an den immer noch nicht abgekühlten Resten der Fliegerbombe gemacht werden.

11.00 Uhr: Nach Informationen der Dresdner Neuesten Nachrichten sollen nun Roboter für Löscharbeiten genutzt werden. Die Polizei will indes in einer halben Stunde ein aktuelles Statement verbreiten.

10.27 Uhr: Die gute Nachricht des Vormittags: Der aktuelle Sperrkreis in Löbtau und Friedrichstadt muss vorraussichtlich nicht erweitert werden, teilt die Polizei per Twitter mit.

10.19 Uhr: Die immer noch nicht abgeschlossene Entschärfung wirkt sich erneut akut auf den Verkehr aus. Im Dresdner Westen ging rund um den Sperrbereich im Berufsverkehr vielerorts nichts mehr. Auch jetzt staut es sich noch auf etlichen Straßen. Andererseits scheinen mehr Dresdner als üblich heute zu Fuß unterwegs oder aufs Fahrrad umgestiegen zu sein. Diese Beobachtung haben uns viele User geschildert.

10.07 Uhr: Nach der Teildetonation der Bombe – hier im Video zu sehen – warten Tausende Dresdner gespannt darauf, wie es nun weitergeht. Aktuell beraten Experten das weitere Vorgehen, zunächst müssen die Bombenreste aber abkühlen.

10.02 Uhr. Ein Tweet der früheren Chefin der Grünen Jutta Ditfurth sorgt auf Twitter für Empörung. Während Tausende Dresdner in Notquartieren oder bei Freunden und Bekannten ausharren und Polizei und Rettungskräfte seit Dienstag im Dauereinsatz sind, hat die mittlerweile für die „Ökologische Linke“ aktive Politikerin nichts Besseres zu tun, als eine Meldung von Spiegel Online mit „Die Bombe weiß, wo sie ist“ zu kommentieren.

9.50 Uhr: Aktuell kreist ein Polizeihubschrauber über dem Sperrgebiet. Auch die Beamten halten derzeit eine Annäherung an die Bombenfundstelle für zu gefährlich. Das Social-Media-Team der Polizei beantwortet indes unermüdlich Anfragen von Nutzern, wie hier auf Twitter.

8.44 Uhr: Nach wie vor ist auch der Flugbetrieb von und nach Dresden betroffen. Wenn Sie in den nächsten Stunden nach Zürich (9.20 Uhr), München (9.40 Uhr) oder Frankfurt (10.50 Uhr) fliegen möchten, können Sie sich den Weg nach Klotzsche sparen. Stattdessen sollten Sie sich an Ihre Fluggesellschaft wenden. Die Flüge LX 915, LH 2123 und LH 211 sind gestrichen worden. Aktuelle Informationen dazu bietet der Flughafen unter www.dresden-airport.de.

8.30 Uhr: Das muss jetzt an dieser Stelle auch einmal gesagt werden: Polizei, Feuerwehr, Rotes Kreuz und alle Helfer ringsherum machen einen verdächtig guten Job. Nur bei der „Raketenklemme“ hat es ein bisschen geklemmt, weshalb es nun in Löbtau raucht. In den sozialen Medien wird das von einigen kritisiert. Man hätte doch das nun vor sich hin glimmende Dämmmaterial befeuchten können oder, wie es ein Twitter-Nutzer sagt, „gleich die Richtigen Experten holen sollen“. Wie souverän die Polizei auf diesen Vorschlag reagiert, zeigt dieser kurze Kommunikationsverlauf.

8.10 Uhr: „Ich glaub‘, es geht schon wieder los“, ist ein Satz, der in Dresden für gewöhnlich (einige) Herzen höher schlagen lässt. Ähnliches Gedränge wie sonst im SZ-Ticketshop, wenn es die Karten für den Kaiser gibt, herrscht gegenwärtig auch auf den Straßen im Westen der Stadt. Die meisten der Fahrenden dürften nun wohl aber erst zu „Das darf doch wohl nicht wahr sein“ einstimmen. Passend dazu ein Foto, das Steve König soeben auf der Rudolf-Renner-Straße an uns twitterte. Danke dafür.

8.00 Uhr: Die Fliegerbombe hat weitreichende Auswirkungen auf den Busverkehr. Die DVB informieren aktuell über Behinderungen auf den Linien 70, 80, 85, 94 und zum Teil auch auf anderen Buslinien.

7.20 Uhr: Die Polizei hat sich mit einem Hubschrauber aus der Luft ein Bild von der Lage gemacht. Weil es weiterhin brennt, konnten die Experten den Zustand der Fliegerbombe noch nicht überprüfen. Eine Beurteilung, wie es weitergeht, ist noch nicht möglich. Die Gafahr sei laut Polizei aber „definitiv nicht gebann“. Auch bleibt die vergrößerte Evakuierungszone, die nicht betreten werden darf, weiter bestehen.

6.06 Uhr: Der Sperrbezirk rund um den Bombenfundort besteht weiterhin. Das bedeutet im Berufsverkehr erneut Einschränkungen. Betroffen sind nicht nur Autofahrer, die das Gebiet weiträumig umfahren sollten. Die Karte zeigt, die momentan gesperrten Straßen.



Die Dresdner Verkehrsbetriebe informieren aktuell über Umleitungen der Linien 2, 6, 7, 12, 61, 63 und 90.

Auf den Gleisen der Deutschen Bahn sind die S-Bahnen der Linien S1, S2 und S3 betroffen.

Einschränkungen gibt es auch im Flugverkehr: Am Flughafen Dresden sind für heute bereits sechs Starts und vier Landungen gestrichen.

5.50 Uhr: Tag 3 der Fliegerbomben-Entschärfung hat begonnen. Der Polizeihubschrauber kreist bereits am Himmel über Löbtau und dort, wo in der Nacht das Weltkriegs-Relikt teilweise detonierte und ein Feuer entfachte, steigt weiter Rauch auf.

3.00 Uhr: Die Dresdner Polizei verabschiedet sich in die Nacht mit einem Statement von Polizeisprecher Thomas Geithner und bedankt sich bei den Hunderten von Einsatzkräften und vielen freiwilligen Helfern. Denen gilt auch unser größter Respekt und für den bald beginnenden Donnerstag wünschen wir weiter viel Kraft. Wir bleiben wach und sobald es neue Entwicklungen gibt, erfahren Sie es hier.



1.37 Uhr: Die Einsatzkräfte pausieren und wachen über den Brand rund um die Bombe. In den nächsten Stunden erwarten sie eine stabilie Situation und hoffen auf ein zügiges Abkühlen des 250-Kilo-Sprengkörpers. Sobald das Entschärfungs-Kommando die Lage prüft, sind wir wieder live dabei.



1.02 Uhr: Das entzündete Dämmmaterial rund um die Bombe muss kontrolliert abbrennen, teilte die Polizei mit. Allerdings dürfe die Feuerwehr kein Wasser zum Löschen einsetzen. Die Einsatzkräfte können den unmittelbaren Gefahrenbereich erst wieder betreten, wenn nichts mehr brennt und die Bombe abgekühlt ist. Dies werde wohl die ganze Nacht dauern.

Ersten Einschätzungen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes zufolge führte die Zündung der "Raketenklemme" zu einer Teildetonation der Weltkriegsbombe, allerdings lasse sich aus der Distanz nicht beurteilen, wieviel Sprengstoff sich noch in dem Stahlkörper befindet. Deswegen sei das Gefahrenpotential weiterhin erheblich. Sowohl die Evakuierung des Gebietes als auch die Straßensperrungen bleiben bis auf Weiteres bestehen.

0.45 Uhr: Der eingerichtete Sperrbereich bleibt laut Polizei bestehen, Infos zur Situation rund um die Bombe folgen in wenigen Minuten.



23.36 Uhr: Polizei bestätigt Teildetonation. Zwar konnte der Zünder erfolgreich herausgedreht werden. Allerdings kam es zu einem Funkenflug, wodurch Dämmmaterial in Brand geriet. Menschen wurden laut Polizei nach ersten Erkenntnissen nicht verletzt. Der Bereich bleibt abgesperrt: Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Teile der Bombe detonieren.

23:13 Uhr: Die Entschärfung scheint fehlgeschlagen. Es ist zur Explosion gekommen, wie unser Vor-Ort-Reporter berichtet. Rauch steigt über dem Fundort der Bombe auf, der Knall war weit über das Evakuierungsgebiet hinaus zu hören. Eine offizielle Aussage der Behörden steht noch aus.

22.54 Uhr: Die Entschärfung beginnt.

22.34 Uhr: Es wird ernst! Der Schutzwall scheint fertig, die Einsatzkräfte verlassen den Sprengbereich, schildert unser Vor-Ort-Reporter. Dann kann der Sprengmeister das Kommando übernehmen.

22.13 Uhr: Dresdens Polizeisprecher Thomas Geithner hofft, dass die Entschärfung in Kürze beginnen kann. Derzeit werden die letzten Nizza-Steine für den Schutzwall verbaut. Unterdessen wurde in einigen Teilen Dresdens als Vorbereitung für die Entschärfung die Straßenbeleuchtung abgeschaltet.

22.02 Uhr: Der Schutzwall steht kurz vor der Fertigstellung. Dass es inzwischen dunkel ist, bereitet den Einsatzkräften dank Lichttechnik keine Probleme.

21.32 Uhr: Die Entschärfung rückt näher. So dürfte der Schutzwall um die Bombe in Kürze fertig sein. Danach kann der Sprengmeister mit den Vorkehrungen beginnen. Zudem müssen unter anderem erneut der Luftraum sowie die Bahnstrecke gesperrt werden. Gegen 22.30 / 23 Uhr könnte die Entschärfung beginnen.

Am Flughafen Dresden sollten am Abend noch Maschinen der Lufthansa aus Frankfurt und München landen. Ob sie wirklich in Klotzsche aufsetzen, ist unklar. Bei der Pressestelle des Flughafens war zunächst niemand erreichbar. Von den Einschränkungen bei der Bahn sind laut Unternehmens-Website die S-Bahn-Linien S1, S2 und S3 betroffen.

20:39 Uhr: Noch immer wird der Schutzwall rund um den Blindgänger gebaut. Die Arbeiten im Bereich Löbtauer Straße seien laut Polizei beendet. Nun gehe es an der Wernerstraße weiter. Die Bombe selbst wird von Stapeln mit gepresstem Papier und Sandsäcken umgeben. Ringsherum wird zusätzlich eine Mauer aus etwa 60 sogenannten Nizza-Steinen errichtet.

Ein Tunnel soll für den Sprengmeister den Zugang zur Bombe sichern, sodass er dort die "Raketenklemme" anbringen und später aus etwa 200 Metern Entfernung bedienen kann. Mit deren Hilfe soll der Blindgänger entschärft werden.

19.40 Uhr: Wie die Polizei mitteilt, ist inzwischen auch die Evakuierung des im Norden erweiterten Bereichs abgeschlossen. "Unsere Kollegen sichern den gesamten Gefahrenbereich der Sicherheitszone ab."

19.16 Uhr: Unterdessen hat 19 Uhr die Rewe Team Challenge begonnen. Der Streckenverlauf liegt nicht im Bereich des Evakuierungsgebietes. Insgesamt starten hier in vier Wellen 20 000 Läufer und beenden die fünf Kilometer lange Tour im DDV-Stadion.


Foto: Fabian Schröder

18.56 Uhr: Die Bombe soll definitiv entschärft und nicht kontrolliert gesprengt werden. Das erfuhr die SZ aus Polizeikreisen und hat inzwischen auch das Innenministerium klargestellt. Demnach soll der Zünder per Fernsteuerung mit einer sogenannten "Raketenklemme" von der Bombe gelöst werden. Die Chance, dass es dabei zur Detonation kommt, sei 50:50.

Unterdessen ist die Polizei noch immer damit beschäftigt, den erweiterten Bereich rund um die Semmelweisstraße zu evakuieren. Währenddessen wird der Schutzwall um den Blindgänger errichtet, falls die Entschärfung misslingt und es zur Detonation kommt.

18.16 Uhr: Sachsens Innenminister Roland Wöller ist am Ort des Geschehens und meldet sich via Twitter zu Wort. Die "kontrollierte Sprengung" der Bombe solle demnach in den Abendstunden erfolgen. Die Polizei zeigte sich auf SZ-Nachfrage überrascht: Nach wie vor sei es das Ziel, die Bombe zu entschärfen.

18.10 Uhr: Die Aktion und das Hashtag #SchlafplatzDD finden inzwischen großen Anklang in der Dresdner Bevölkerung. Nachdem der Sender Radio Dresden und die Sächsische Zeitung das Tag ins Leben riefen, wurde es auch von der Polizei, weiteren lokalen Medien und diversen Initiativen aus der Stadt geteilt. Es melden sich über auf Twitter Menschen, die von der Evakuierung Betroffenen eine Unterkunft für die Nacht anbieten. Regelmäßig erscheinen neue Angebote, zuletzt sogar von einer Pension, die gleich zwölf Zimmer inklusive Badezimmer zur kostenlos Verfügung stellt. Wer etwas sucht, findet dort sicher etwas.

17.40 Uhr: Die Polizei beginnt mit der Evakuierung im erweiterten Sperrberich. Betroffen sind jetzt auch Teile der Semmelweisstraße und Drescherhäuser Straße.

17.20 Uhr: Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) kündigt an, sich in Kürze selbst ein Bild im Lagezentrum machen zu wollen. Anschließend will der Minister in der Notunterkunft in der Messe mit Betroffenen sprechen und sich über deren Situation informieren.

17.00 Uhr: Bahnverkehr darf vorübergehend anrollen: Die Strecken für die S1, S2 und S3 wurden von den Behörden zwischenzeitlich freigegeben. „Eine erneute Sperrung wird 30 Minuten vor in Kraft treten angekündigt“, teilt die Bahn mit. Genaue Informationen gibt es auf der Störungs-Website der Bahn.

16.45 Uhr: Der Evakuierungsbereich wird erweitert! Die Polizei teilte gerade mit, dass nördlich der bisherigen Absperrung nun noch weitere Evakuierungen erfolgen müssen. Betroffen sind Teile der Semmelweisstraße und Drescherhäuser Straße.

16.40 Uhr: Ruhe suchen, Ruhe finden: Wer nicht in seine Wohnung im evakuierten Areal zurückkann und keine Lust auf die Notunterkünfte hat, kann bei Twitter unter den Hashtags #BombenBude oder #SchlafplatzDD eine Bleibe finden. Auch wer den „temporär Obdachlosen“ seine Couch zur Verfügung stellen möchte, bemühe bitte den Kurznachrichtendienst!

16.15 Uhr: Zuletzt haben sie auf dem Weihnachtsmarkt in Dresden für Sicherheit gesorgt, jetzt werden sie zu einer Schutzwand gestapelt: Die Rede ist von Nizza-Sperren. Die Betonquader sollen im Falle einer Detonation umstehende Gebäude vor Splittern schützen. Zusätzlich wird die Bombe mit Papierballen und mit Sand gefüllten „Bigpacks“ abgedeckt.

16.10 Uhr: In der Messe Dresden harren zahlreiche Menschen aus, die das Areal rund um den Bombenfundort verlassen mussten. Bei den Kleinen ist die Stimmung am besten, denn das DRK sorgt mit einer großen Hüpfburg für Unterhaltung. Alle anderen sind verständlicherweise angespannt, viele sind bereits seit 14 Stunden nicht mehr in ihren Wohnungen gewesen. Besonders gedrückte Stimmung herrscht bei den Senioren, die ihre Pflegeeinrichtungen in Löbtau verlassen mussten, berichtet die SZ-Reporterin vor Ort. An Ruhe oder gar Schlaf ist bei der engen Belegung der Notunterkunft derzeit kaum zu denken.

15.40 Uhr: Gute Neuigkeiten vom Flugverkehr: In Klotzsche sind vorerst wieder Landungen möglich. Der Wind lasse es zu, dass Maschinen über Weixdorf, also nicht übers Zentrum, hereinkommen können, teilte ein Sprecher der Deutschen Flugsicherung (DFS) mit. Am Vormittag hatte die DFS Landungen aus Richtung Westen untersagt. Vier Maschinen aus Mallorca, Monastir und Paphos mussten nach Leipzig umgeleitet werden. Zwölf Starts und Landungen sind bislang komplett abgesagt worden. Betroffen sind schätzungsweise mehr als 1500 Passagiere. Laut eines Airport-Sprechers warten Passagiere derzeit am Flughafen auf Informationen, wie es für sie weitergeht. Die Fluggäste würden gebeten, sich an ihre Fluggesellschaft zu wenden.

Die Sperrung des Luftraumes während einer Bombenentschärfung sei eine gängige Prozedur, so der Sprecher der Flugsicherung. Im Falle einer Detonation könnten Fragmente und eine Druckwelle gefährlich für ein Flugzeug werden. Die Friedrichstadt liegt in der Einflugschneise. Maschinen haben dort etwa eine Höhe von 1500 Metern, wenn sie in Klotzsche landen wollen.

Informationen zu Starts, Landungen und Verzögerungen gibt es auf der Website des Dresdner Airports.

14.50 Uhr: „Das erste Dämmmaterial wird soeben angeliefert“, teilt die Polizei mit und twittert ein Video, das drei beladene Lastwagen auf ihrem Weg zur Bombe zeigt. „Antransportiert werden Betonblöcke, Papierballen und mit Sand gefüllte Bigpacks“, heißt es weiter.

Unterdessen laufen die Vorbereitungen für die heikle Entschärfung auf Hochtouren. Die sächsische Polizei berichtet zudem von bisher 700 eingesetzten Beamten und bedankt sich für Unterstützung aus Thüringen und von der Bundespolizei. Auf Twitter sendet ein Nutzer auch eine Danksagung an die Polizei. „Ihr leistet tolle Arbeit“, schreibt er und wünscht alles Gute für den weiteren Einsatz. Dem schließen wir uns gerne an.

14.20 Uhr: Seit reichlich 22 Stunden dauert nun der Einsatz in Dresden-Löbtau an. Auch so mancher Vierbeiner dürfte inzwischen die Geduld verlieren. Um nach seinen Katzen zu sehen und diese auch gleich mitzunehmen, hat sich ein Anwohner jetzt von Polizisten in den Evakuierungsbereich führen lassen. Kurz rein, Katze ins Kästchen, wieder raus - aus die Maus.

13.50 Uhr: Die Entschärfung der Fliegerbombe sowie die am Abend stattfindende REWE Team Challenge sorgen für erhebliche Einschränkungen im Nahverkehr der Dresdner Verkehrsbetriebe: Informationen zu den geänderten Linienführungen

12.45 Uhr: Eine schlechte, eine gute Nachricht - die gute zuerst: Die Sprengstoffspezialisten haben eine Lösung gefunden.

Die weniger gute Neuigkeit: Durch die Bauarbeiten wurde der mechanische Zünder bereits weit in die Bombe hineingedrückt. „Es besteht eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass sie explodiert, wenn man den Zünder nun entfernt“, beschreibt ein SZ-Reporter das, was ihm die Polizei soeben mitteilte.

Raus muss der Zünder jedoch. Erledigen soll diesen lebensgefährlichen Job ein ferngesteuertes Gerät. Da die Bombe dabei detonieren könne, werde nun mithilfe der Feuerwehr Dämmmaterial zum Fundort gebracht. Damit soll ein Schutzwall für umstehende Gebäude errichtet werden. Dieses Vorhaben könne einige Stunden dauern. Intern stellt sich die Polizei auf einen Einsatz bis Donnerstagmorgen 6 Uhr ein. Man hofft aber, die Lage schneller klären zu können.

Anwohner werden gebeten, nicht nach Hause zu fahren, sondern sich privat eine Unterkunft zu suchen oder zur Sammelunterkunft an der Messe zu begeben. In diesem Video kommentiert Polizei-Sprecher Thomas Geithner die aktuelle Lage:

12.30 Uhr: Die Fliegerbombe hat nun auch Auswirkungen auf den Flugverkehr. „Aktuell werden drei Maschinen nach Leipzig umgeleitet“, erklärt Dresdens Flughafensprecher Björn-Hendrik Lehmann. Betroffen sind ein Eurowings-Flug aus Palma (Mallorca), ein Germania-Flug aus Palma (Mallorca) und eine weiterer Germania-Flug aus Monastir (Tunesien). Gänzlich gestrichen ist ein Lufthansa-Flug aus Frankfurt. „Möglicherweise wird es auch noch die Maschine aus München treffen“, so Lehmann. Die Deutsche Flugsicherung habe entschieden, dass vorerst alle Flüge, die eigentlich nach Dresden gehen sollen, nicht mit dem Ziel Dresden starten dürfen. Informationen zu Starts, Landungen und Verzögerungen gibt es auf der Website des Dresdner Airports.

12.15 Uhr: Leider wird sich der Einsatz noch länger hinziehen. Eine verlässliche Zeit, wann mit weiteren Schritten zu rechnen ist, können die Sicherheitskräfte nicht nennen. Jedoch bittet die Polizei noch einmal eindringlich darum, weiterhin außerhalb des Evakuierungsbereiches zu bleiben. Immerhin: Nach derzeitigem Stand wird die Sperrzone nicht erweitert.

12.00 Uhr: Polizeisprecher Thomas Geithner erklärt unserem Reporter, warum sich die Sprengstoffexperten zur Unterbrechung entschieden haben. Demnach hätten sie nach Entfernen eines mechanischen Zünders eine erhöhte Gefahr festgestellt. „Ein routinemäßiges Entschärfen ist deshalb nicht mehr möglich“, so Geithner. Nun würden verschiedene Optionen geprüft.

Erste Option: Die seit Stunden im Einsatz befindlichen Entschärfer lassen die Bombe liegen und probieren es noch einmal, wenn sie sich erholt haben.

Zweite Option: Die Experten werden abgelöst.

Eine dritte Option, wonach die Bombe vor Ort gesprengt werden müsste, ziehe man derzeit nicht in Betracht.

11.25 Uhr: Es wird wohl noch länger dauern. Die Polizei hat soeben mitgeteilt, dass die Entschärfung unterbrochen werden musste. „Der mechanische Zünder ist freigelegt. Nach Einschätzung unserer Experten ist die Detonationsgefahr höher als erwartet“, heißt es. Über ein weiteres Vorgehen wird nun beraten. Nach SZ-Informationen sei eine Sprengung vor Ort derzeit noch kein Thema. Man wolle möglicherweise Verstärkung und weitere Experten anfordern.

10.45 Uhr: Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat jetzt die Erlaubnis, mit der Entschärfung zu beginnen.

10.41 Uhr: Gute Nachrichten für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der REWE Team Challenge: Der Lauf in der Innenstadt findet definitiv statt! Das gaben die Organisatoren in Absprache mit der Dresdner Polizei und dem Deutschen Roten Kreuz bekannt.

10.40 Uhr: Weshalb hat die Evakuierung so lange gedauert? Warum konnte die Bombe nicht abtransportiert und woanders entschärft werden? Unser Reporter Christoph Springer fragt Polizei-Sprecher Thomas Geithner. Die Antworten im Video:

10.10 Uhr: Die Evakuierung ist abgeschlossen! Das teilt die Polizei soeben auf Twitter mit. Polizei-Sprecher Thomas Geithner erklärt in einem Video-Statement kurz und knapp den Stand der Dinge. Demnach sei der Bereich um die Bombe jetzt menschenleer, man kontrolliere mit Streifen aber noch einmal alles. Die Polizei bittet eindringlich darum, sich vom Sperrbereich fernzuhalten. In einer weiteren Mitteilung der Polizei heißt es zudem, dass etwa 1.300 Menschen die Nacht in der Notunterkunft auf dem Messegelände verbracht haben und rund 700 Beamte im Einsatz sind. Besonders schwierig seien die Evakuierungen zweier Seniorenheime und der geriatrischen Klinik gewesen.

9.55 Uhr: Aufgrund des Bomben-Einsatzes gibt es auch beim S-Bahnverkehr Probleme. Die Bahn informiert auf ihrer Website über die Behinderungen. Aktuell gesperrt sind folgende Strecken:

S 1 Meißen Triebischtal - Dresden Hbf - Bad Schandau/Schöna
S 2 Pirna - Dresden Hbf - Dresden Flughafen
S 3 Dresden Hbf - Tharandt - Freiberg (Sachs)

9.55 Uhr: Die Polizei setzt auch einen Hubschrauber ein, um aus der Luft das Sperrgebiet zu überwachen. Eine Nutzerin des SZ-WhatsApp-Newsservices hat uns einen Clip geschickt, der den Heli am Himmel und einen Teil des laaangen Staus auf der Lübecker Straße zeigt. Wir sagen: Vielen Dank fürs Schicken.

9.40 Uhr: Unser Reporter hält sich am Rand des Sperrgebietes an der Ecke Berliner Straße / Löbtauer Straße auf. Dort hat die Polizei nur noch wenig zu tun. Es scheint so, als würde die Evakuierung bald abgeschlossen ein. Soeben ist auch Polizeipräsident Horst Kretzschmar ins Sperrgebiet gefahren.

9.15 Uhr: Vorhin hatten wir hier im Ticker schon einmal darüber berichtet: Auch die doppelstöckigen Busse der Stadtrundfahrt sind am Fliegrbomben-Einsatz beteiligt. Ein Leser hat uns über den SZ-WhatsApp-Newsservice ein Foto vom Festgelände an der Marienbrücke geschickt. Feuerwehr und Polizei bestätigen, zwei der Busse haben Leute aus dem Sperrbereich zur Sammelstelle auf dem Messegelände gebracht.

9.05 Uhr: Die Polizei teilt soeben mit, dass die letzten Patienten aus der Geriatrischen Klinik an der Altonaer Straße in Sicherheit gebracht werden. Ein Ende der Evakuierungsmaßnahme ist absehbar.

8.40 Uhr: Bonhoeffer Platz, mitten in Löbtau, alles dicht. Ein Dank an unseren Twitter-Follower Peter für dieses Bild. Wenn auch Sie ein Foto haben, schicken Sie es uns gern über unseren kostenlosen SZ-WhatsApp-Newsservice.

7.50 Uhr: Der Stauradius um den Fundort der Bombe scheint sich jetzt exponentiell von selbst zu erweitern. Ein Nutzer des SZ-WhatsApp-Dienstes schickt uns gerade ein Foto von der Meißner Landstraße. Dort ist Stau. Ebenso auf der Cossebauder Straße Richtung Löbtau und stadtauswärts.

7.50 Uhr: Auch die Dresdner Verkehrsbetriebe zwitschern munter Informationen über Behinderungen und Umleitungen. Jetzt gibt es auf der Hamburger Straße Staustress und für die 1 eine andere Linienführung. Ein Bilck in den Twitterfeed der @DVBAG lohnt sich vor Antritt des Arbeitsweges heute.

7.40 Uhr: Die Polizei twittert unermüdlich die ganze Nacht bis in den Morgen durch. Auch mit der SZ-Redaktion ist das Social-Media-Team in Kontakt und reagiert auf Fragen. Auf die nach dem Zeitpunkt der Entschärfung fällt die Antwort aber leider nicht so erfreulich aus: „Da die Evakuierung länger dauert als angedacht, verschiebt sich der Beginn immer weiter. Wir geben jedoch schnellstmöglich Bescheid“, schreiben uns die twitternden Beamten soeben. Geduld und noch etwas Kaffee sind jetzt gefragt.

6.50 Uhr: Stunde um Stunde vergeht - und für einen Anwohner wird es langsam knapp. Gerade wollte der Mann zurück zu seiner Wohnung, um Sachen zu packen. Er will heute in den Urlaub verreisen, sagt er. Die Polizei lässt ihn aber nicht in den abgesperrten Bereich.

6.40 Uhr: Von Entschärfung ist noch keine Rede. Noch immer werden Menschen aus dem Sperrbereich gebracht. Soeben sind Busse zur Geriatrischen Klinik an der Altonaer Straße gefahren, um Patienten von dort abzuholen. Sogar doppelstöckige Busse der Stadtrundfahrt werden eingesetzt. Unterdessen kommt es mit dem anlaufenden Berufsverkehr zu längeren Wartezeiten auf der Tharandter Straße stadteinwärts und auf dem Abschnitt zwischen Lübecker und Cottaer Straße auf der Fröbelstraße.

6.01 Uhr: Seit dem Fund der britischen Fliegerbombe sind mittlerweile mehr als 12 Stunden vergangen, noch immer müssen Menschen in Sicherheit gebracht werden. Allerdings müssen dieses Mal rund 8700 Anwohner aus ihren Wohnungen, so viele wie bisher noch nie bei einer Evakuierung in Dresden.

5.54 Uhr: Wer auf ein Ende der Evakuierungsmaßnahmen um 6 Uhr gehofft hat, wird enttäuscht sein. Denn nach wie vor bringen Rettungswagen, aber auch die von den Dresdner Verkehrsbetrieben eingesetzten Shuttlebusse Menschen aus dem Sperrgebiet. Rund um das betroffene Areal hat der Berufsverkehr eingesetzt, auf Googles Echtzeit-Traffickarten ergibt sich durch die Sperrungen ein seltenes Bild:

5.34 Uhr: Offenbar haben immer noch nicht alle Bewohner das Sperrgebiet verlassen. Das ist aber zwingend nötig, damit die Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes mit der Entschärfung des Blindgängers beginnen können.

5.12 Uhr: Nach wie vor fahren Einsatzwagen in das Sperrgebiet, um Menschen in Sicherheit zu bringen. Außer den Rettern soll aber niemand mehr in das Areal rund um die Weltkriegsbombe gelangen. Die Polizei weißt ausdrücklich darauf hin, dass der Zutritt zum Evakuierungsgebiet (eine Karte finden Sie hier) derzeit generell nicht möglich ist.

5.03 Uhr: Was für die Natur gut sein mag, wird die Rettungskräfte nicht besonders freuen: In Dresden hat mittlerweile starker Regen eingesetzt.

4.49 Uhr: Auch bis 5 Uhr wird das Gebiet nicht komplett geräumt sein, die Entschärfung des Blindgängers dürfte daher bis in den späteren Morgen hinein auf sich warten lassen.

4.46 Uhr: Zwar beginnt die Polizei damit, die Straßen zum Sperrkreis abzuriegeln, doch das ist nur eine Maßnahme, damit niemand mehr in den betroffenen Bereich gelangt. Das betrifft auch Firmen, eine Berufsschule und eine Kita, die - vorerst - nicht öffnen werden.

4.17 Uhr: Das AGO-Heim an der Wernerstrasse muss auch noch geräumt werden, jede Menge Rettungswagen sind vor Ort. 132 Menschen müssen hier in Sicherheit gebracht werden.

4.05 Uhr: In einer Stunde geht an diesem Mittwoch in Dresden die Sonne auf. Die Spezialisten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst werden den britischen Blindgänger wohl im Hellen entschärfen.

3.56 Uhr: Ein Polizeisprecher geht mittlerweile davon aus, dass die Evakuierung erst gegen 5 Uhr beendet sein könnte. Damit wäre auch der dann beginnende Berufsverkehr durch gesperrte Straßen etc. beeinträchtigt.

3.45 Uhr: Die Hoffnung, dass die Evakuierung rund um den Bombenfundort bis 4 Uhr abgeschlossen sein könnte, schwindet allmählich.

3.38 Uhr: Die ersten Bewohner aus den Heimen kommen in der Messe an. Viele mit Rollatoren, andere müssen gestützt werden.

3.22 Uhr: Die Evakuierung der Pflegeheime ist mittlerweile angelaufen. Gut möglich, dass auch die Räumungszeit bis 4 Uhr nicht ausreicht.

3.20 Uhr: Bislang sind etwa 600 Menschen in die zur Notunterkunft umfunktionierten Messe gekommen. Und es kommen immer mehr. Die Feuerwehr schätzt, dass es 1000 werden.

3.14 Uhr: Viele Straßen im betroffenen Gebiet sind unseren Beobachtungen nach inzwischen leer. Radio Dresden berichtete auf Twitter vor einigen Minuten allerdings davon, dass nichtsahnende Anwohner vorhin aus dem Bett geklingelt worden seien.

3.08 Uhr: In der Notunterkunft läuft alles: Messechef Ulrich Finger ist vor Ort. "Es läuft reibungslos", sagt er. Am Einlass werden die Daten der Menschen aufgenommen. Toiletten sind hier reichlich vorhanden.

3.05 Uhr: In der Messehalle sind 120 Betten für betreuungsbedürftige Patienten eingerichtet worden. Ob diese auch alle belegt werden, ist unklar. Letztlich sind die Pflegeheime sind für die Unterbringung ihrer Bewohner verantwortlich.

3.00 Uhr: Eigentlich sollte die Evakuierung in diesen Minuten beendet sein, doch das wird definitiv nichts. Noch immer müssen Menschen in Sicherheit gebracht werden, auch die Bewohner des Seniorenzentrums AGO an der Wernerstraße. Damit dürfte entgültig klar sein, dass es eine sehr lange Nacht für Betroffene und Rettungskräfte wird.

2.28 Uhr: Nach unseren Informationen verzögert sich die Evakuierung bis 4 Uhr. Die Polizei hatte gehofft, dass das betroffene Gebiet bis drei Uhr geräumt sei.

2.15 Uhr: An der Cottaer Straße verlassen immer mehr Mensche ihre Wohnungen. Eine Wanderung zur Haltestelle Fröbelstraße hat eingesetzt. Ansagen haben die meisten Anwohner aus dem Schlaf gerissen. Nicht alle haben Verständnis. Ein Rentner ist emotional geladen. Er versteht nicht, warum er 1 Uhr aus der Wohnung soll, wo die Bombe doch schon am Nachmittag gefunden wurde. "Das ist eine ganz schwache Kür", schimpft er. Die meisten anderen sind eher verängstigt. Für sie ist es die erste Evakuierung wegen einer Bombe.

2.10 Uhr: Die Evakuierung des Altenheims "Cultus" an der Löbtauer Str wird aktuell vorbereitet. Es wird eine logistische Herausforderung, da viele Bewohner mit Krankenwagen transportiert werden müssen. Wann es hier losgeht, ist noch nicht klar. Einige Senioren wurden mit Polizeiwagen zur Notunterkunft gebracht:

2.00 Uhr: Noch immer fahren die Lautsprecherwagen durch das betroffene Gebiet.

1.48 Uhr: Am Pflegeheim an der Löbtauer Straße sowie einem Seniorenzentrum an der Wernerstraße sind Dutzende Krankenwagen im Einsatz, um die teils bettlägerigen Menschen in Sicherheit zu bringen.

1.32 Uhr: Die Polizei fährt aktuell durch das betroffene Gebiet, mit Lautsprecher-Durchsagen werden die Anwohner zum Verlassen der Häuser aufgefordert. Wer nicht weiß wohin: DVB-Busse an der Reisewitzer Straße/Ecke Schillingstraße sowie an der Straße Altlöbtau/Ecke Lübecker Straße stehen für den Transport zur Notunterkunft in der Messe bereit.

1.30 Uhr: Für alle, die erst jetzt diesen Ticker lesen, hier die Kurzfassung: Weltkriegsbombe an Löbtauer Straße gefunden --> muss entschärft werden. Derzeit Evakuierungsmaßnahmen --> 8700 Menschen müssen aus. Notunterkunft: Messe Dresden.

1.15 Uhr: Die Busse der DVB zur Notunterkunft im Messegelände werden nach Angaben eines SZ-Reporters noch nicht voll beansprucht. Offenbar sind viele Menschen bei Famile, Freunden oder Bekannten untergekommen. Allerdings brennt in vielen Wohungen im betroffenen Gebiet noch Licht, der Polizei steht noch viel Arbeit bevor. Glücklicherweise sind bislang noch keine Vorfälle bekannt, wo Betroffene Ärger machen oder ihre Wohnungen nicht verlassen wollen.

1.10 Uhr: Der Einsatz wird wohl noch Stunden dauern: Damit Polizei und Rettungskräfte nicht hungern müssen, werden bei der Freiwilligen Feuerwehr Gorbitz in einer Feldküche 300 Portionen Nudeln zubereitet und zum Einsatzstützpunkt der Retter an die Pieschener Allee gebracht.

1.02 Uhr: Die Evakuierungen haben mittlerweile begonnen: Neben der Polizei sind auch Kräfte der Feuerwehr und der Stadt, vor allem des Ordnungsamtes, unterwegs. Sie fordern die Menschen auf, ihre Wohnungen zu verlassen. Sobald ein Haus evakuiert ist, wird es bewacht, damit niemand mehr hineingehen kann.

1.00 Uhr: Da sich viele Menschen über den nächtlichen Großeinsatz wundern – dahinter steckt weder ein Plan oder böse Absicht, denn die Bombe muss nach Ansicht von Experten sofort entschärft werden. Kurz nach 17 Uhr haben Bauarbeiter den verdächtigen Gegenstand entdeckt. Es hat eine Weile gedauert, ehe die Fachleute vom Kampfmittelbeseitigungsdienst vor Ort waren, denn auch sie hatten bereits Feierabend. Erst um 20 Uhr war daher klar, dass die Bombe scharf ist und vor Ort entschärft werden muss. Mit der Folge, dass sich Evakuierungen nicht vermeiden lassen. Eine scharfe Bombe etwa bis zum nächsten Tag liegen zu lassen, sei keine Option, so Polizeisprecher Marko Laske.

0.55 Uhr: In dem Gebiet befinden sich zwei Pflegeheime mit insgesamt 240 Patienten. Etwa 120 Menschen sind bettlägerig, müssen also liegend transportiert werden, was für die Feuerwehr und Hilfsdienste eine zusätzliche Herausforderung ist.

0.30 Uhr: Die Polizei rät den von den Evakuierungsmaßnahmen Betroffenen, beim Verlassen der Wohnung das Licht auszumachen, Fenster zu schließen und Medikamente, Essen und Getränke für die Nacht mitnehmen.

0.25 Uhr: Auf Twitter wird Kritik an der Warn-App Katwarn geäußert.

23.40 Uhr: Wie die Polizei mitteilt, müssen etwa 8700 Menschen ihre Wohnungen verlassen, so viele wie bisher noch nie bei einer Evakuierung in Dresden. Geplant ist, dass die Räumungen bis 3 Uhr abgeschlossen sind.

Diese Karte zeigt das betroffene Gebiet:


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23.35 Uhr: Notunterkünfte sind in der Messe Dresden am Messering eingerichtet worden. Für den Transport zu den Unterkünften stehen nun Busse der Dresdner Verkehrsbetriebe an der Reisewitzer Straße/Ecke Schillingstraße sowie an der Straße Altlöbtau/Ecke Lübecker Straße bereit.

23.30 Uhr: Die Stadt Dresden hat mittlerweile ein Bürgertelefon eingerichtet: (0351) 488 7666. Allerdings scheinen dort zahlreiche Menschen anzurufen, Nutzer klagen über längere Wartezeiten.

23.27 Uhr: Am Volksfestgelände an der Pieschener Allee sammeln sich die Einsatzkräfte.

In diesem Artikel finden Sie unsere Erstberichterstattung bis etwa 23.20 Uhr.