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Freitag, 19.10.2018

„Das ist in meinen Augen Wettbewerbsverzerrung“

Von Falk Rösler

Die Sebnitzer, hier mit Sadek Haci (l.) im Zweikampf gegen Reinhardtsdorfs Tom Feßke, haben bisher jedes ihrer sechs Punktspiele gewonnen.Foto: Steffen Unger
Die Sebnitzer, hier mit Sadek Haci (l.) im Zweikampf gegen Reinhardtsdorfs Tom Feßke, haben bisher jedes ihrer sechs Punktspiele gewonnen. Foto: Steffen Unger

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Nach einer einwöchigen Pause wegen der Austragung des Pokalachtelfinales kehren auch die Kreis-Fußballer am Wochenende zum Ligabetrieb zurück. Mit dem anstehenden 7. Spieltag beginnt gleichzeitig die zweite Hälfte der Hinrunde.

In der Kreisoberliga ziehen die Sebnitzer derzeit ungestört ihre Kreise und gelten auch am Sonnabend im Heimspiel gegen Gorknitz als klarer Favorit. Inzwischen macht sich aber unter den Kontrahenten des BSV Unmut über den freiwilligen Landesklassen-Abstieg des Tabellenführers breit. So gehörten beim Spitzenspiel gegen den 1. FC Pirna am vergangenen Spieltag zehn Spieler vom letzten Landesklassenauftritt der Sebnitzer aus der Vorsaison immer noch zum Aufgebot. „Ein Abstieg aus personellen Gründen erschließt sich mir nicht. So ist das in meinen Augen Wettbewerbsverzerrung“, sagte ein Kreisoberliga-Trainer gegenüber der SZ. Er möchte aber seinen Namen vorerst nicht in diesem Zusammenhang in der Zeitung lesen.

Im Moment scheint wohl nur der 1. FC Pirna, trotz des verlorenen direkten Duells (2:4), in der Lage zu sein dem BSV auf den Fersen zu bleiben. Jedoch muss der Klub dazu erst einmal seine Hausaufgabe gegen die Pokalüberflieger aus Neustadt erfolgreich erledigen.

Abstiegsduell an der Weißeritz

Zwischen den beiden Staffelfavoriten, auch begünstigt durch die unterschiedliche Anzahl an ausgetragenen Spielen, steht in der aktuellen Tabelle der überraschend starke Aufsteiger – die Wesenitztaler Reserve. Diese empfängt ebenfalls am Sonnabend, aber bereits um 12.30 Uhr, den SV Pesterwitz. Die Gäste reisen mit der Wut im Bauch über die 1:3-Pokalschlappe bei der dritten Vertretung des VfL Pirna-Copitz am Quellenberg an.

Gäste-Mannschaftsleiter Dietmar Barthold dämpft aber die Erwartungen auf sofortige Wiedergutmachung. „Unsere personellen Probleme bei Ansetzungen am Sonnabend sind für Niemanden mehr ein Geheimnis. Ich appelliere aber an den Kampfgeist unserer Mannschaft, denn so ist vielleicht eine kleine Überraschung, sprich ein Punktgewinn, möglich.“

„Personell an der Grenze“ sind momentan auch die Dippoldiswalder, sagt deren Mannschaftsleiter Mirko Gietzelt. „Trotzdem wollen wir unsere schwarze Serie (der FSV hat bisher alle seine Pflichtspiele in dieser Saison verloren, Anm. d. Red.) in Stolpen endlich beenden“. Damit könnte die Elf von Trainer Thomas Büttner auch den Druck auf die Tabellennachbarn im Ligakeller von Stahl Freital II und Wurgwitz erhöhen. Beide stehen sich erst am Sonntag im direkten Duell im Stadion am Burgwartsberg gegenüber.

Die Blau-Weißen Gastgeber verbuchten am vergangenen Spieltag mit einem 3:3 in Gorknitz ihren ersten Punktgewinn – und das nach einem 0:3-Rückstand. Trainer Ronny Schulz geht mit einer klaren Zielstellung in die Partie: „Die erfolgreiche Aufholjagd gegen heimstarke Gorknitzer macht natürlich zusätzlich Mut für das eminent wichtige Derby gegen Wurgwitz. Nun wollen wir auch in der Liga den ersten Sieg.“

Schwankend zwischen Seelenmassage und knallharter Analyse, so dürfte die Trainingswoche in Wurgwitz laut Ankündigung von Spieltrainer Kai Starke abgelaufen sein. Hauptgrund dafür war die 0:5-Pokalpleite bei der unterklassigen Spielgemeinschaft Lohmen/Wehlen. Aber auch in der Liga ziert die SG gemeinsam mit Dippoldiswalde punktlos das Tabellenende. Starke hofft, „dass wir in diesem wichtigen Spiel endlich den Schalter umlegen, und mit einem Erfolgserlebnis alle Blockaden lösen können. Personell sieht es auch wieder viel besser. Das sollte uns einen zusätzlichen Schub geben.“