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Freitag, 02.02.2018

Das Hybrid-Hotel

The Student-Hotel zieht ins ehemalige Hotel Lilienstein ein. Die 306 Zimmer sind aber nicht nur für Touristen gedacht.

Von Ines Mallek-Klein

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Das ehemalige Ibis-Hotel „Lilienstein“ in der Prager Straße wird zum The Student-Hotel. Die Visualisierung zeigt das bekannte Gebäude in neuem Gewand.
Das ehemalige Ibis-Hotel „Lilienstein“ in der Prager Straße wird zum The Student-Hotel. Die Visualisierung zeigt das bekannte Gebäude in neuem Gewand.

© PR

Das Ibis-Logo über den Hoteleingang ist schon verschwunden. Die Gardinen an den Fensterreihen erinnern noch an den Hotelbetrieb im „Lilienstein“ auf der Prager Straße. Das ehemalige Ibis-Haus hat seit Monaten einen neuen Besitzer: Die niederländische The Student-Hotel-Group. Ihr Chief Operating Officer, Joost Serrarens, präsentierte gestern die Pläne für das Dresdner Haus. Sie sind ehrgeizig. Schon im September will The Student Hotel in Dresden eröffnen, rechtzeitig vor Semesterbeginn also. Doch das Hotel ist kein reines Studentenwohnheim. Es ist genauso gedacht für Experten und Praktikanten, die zwei Wochen und länger in der Stadt bleiben. Auch ganz normale Touristen werden sich unter die Besucher mischen und Geschäftsreisende sowieso, versichert Joost Serrarens. Sie finden hier nicht nur Meetingräume, sondern ganze Co-Working-Spaces, also Büroräume, die angemietet werden können. Es wird ein Restaurant geben, Platz für Kicker- und Billardtische und natürlich auch einen Fitnessraum.

Der Umbau des Ibis-Hotels kostet den niederländischen Investor rund zehn Millionen Euro. „An der Außenfassade wird sich dennoch kaum etwas ändern“, so Serrarens. Ideengeber des hybriden Hotelkonzeptes, das gleich mehrere Zielgruppen anspricht, ist Charlie MacGregor, der selbst als Student die Tücken der Zimmersuche in den Niederlanden kennenlernte. Mittlerweile betreibt die Gruppe sieben Hotels in den Niederlanden, je eines in Paris und Barcelona. Rom ist in Planung, Wien im Bau und Dresden – das erste Haus in Deutschland übrigens – vor der Sanierung. Die Wahl fiel nicht zufällig auf Dresden. Serrarens plant Kooperationen mit der TU und mit Firmen, hofft auf zahlreiche Veranstaltungen, die Studenten, Start-ups und Kreative zusammenführen.

Rund 25 Mitarbeiter werden für das Hotelprojekt noch gesucht. Wichtigste Personalie neben dem Manager soll ein Connector sein, der Dresden gut kennt, die Stadt ins Hotel holt und den Bewohnern Orientierungshilfe gibt. Das Konzept geht auf. Die bereits bestehenden Häuser sollen mit 80 bis 90 Prozent eine Auslastung haben, die damit weit über dem Branchendurchschnitt läge. Die Zimmerpreise werden allerdings nicht darunter liegen.

Leser-Kommentare

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Insgesamt 8 Kommentare

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  1. R.B.

    Eine deutsche Schrift schändet wohl! Weiter so! Die Rechtsextremen freuen sich!

  2. Rotbarsch

    @1 Derartige Kleingeister sind mit Konferenzzimmern, Kollaborationsräumen und berufsbedingtem Kurzeitwohnen ohnehin nicht angesprochen.

  3. Quark

    Geschmackvoller Anstrich ... meine Sporthose der Marke Hummel sieht so ähnlich aus.

  4. Thomas

    @1: Sind sie so einer? Sonst würden Sie sich wohl nicht so sehr darüber aufregen....

  5. Thomas Rosenberg

    @1: Welcome to the 21st century. There is a global spirit at this time. I think you overslept that. You are probably an old and angry person, so you can't handle this. Therefore I am very sorry and I would like to help you, but I don't know how. But I will pray for you.

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