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Dienstag, 19.09.2017

Das Flüchtlingsboot ist da

Gegen 1 Uhr nachts ist das ehemalige ägyptische Flüchtlingsschiff „Al-hadj Djumaa“ am Neustädter Hafen angekommen. Das Kunstprojekt soll auf die Situation Flüchtender aufmerksam machen.

Das ehemalige ägyptische Flüchtlingsschiff „Al-hadj Djumaa“ ist gegen 1 Uhr nachts am Neustädter Hafen angekommen.
Das ehemalige ägyptische Flüchtlingsschiff „Al-hadj Djumaa“ ist gegen 1 Uhr nachts am Neustädter Hafen angekommen.

© Fabian Schröder

Dresden. Mit mehr als 70 lebensgroßen Kupferfiguren des dänischen Künstlers Jens Galschiøt an Bord ist in der Nacht zum Dienstag das ehemalige ägyptische Flüchtlingsschiff „Al-hadj Djumaa“ am Neustädter Hafen in Dresden angekommen. Mit dem Kunstprojekt soll auf die Situation Flüchtender vor, während und nach der Flucht aufmerksam gemacht werden, teilte die Stiftung „Outlaw“ als Initiator in Vorfeld mit. Die Figuren auf dem Boot zeigen Frauen und Männer aller Altersgruppen aus den ethnischen Herkunftsregionen Asien, Afrika, Südamerika und Europa. Das Schiff wird seit Montagabend 21 Uhr von einem Sicherheitsdienst bewacht.

Flüchtlingsboot im Neustädter Hafen

Dresden ist nur eine Station von vielen: Unter dem Titel „Mit Sicherheit gut ankommen“ ist das originale Flüchtlingsschiff bereits seit Ende Juli in Deutschland unterwegs. Auf der insgesamt 65-tägigen Fahrt sollen bundesweit mehr als 3 600 Kilometer zurückgelegt und über 20 Städte angelaufen werden.

Das Projekt wird am Dienstagmittag von Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Dresden im Dialog - Internationale Wochen zu Frieden.Kultur.Stadt“ eröffnet. Das Boot macht bis Donnerstagabend in der sächsischen Landeshauptstadt Halt. Danach fährt es nach Potsdam und Neuruppin, bevor Berlin angesteuert wird.

Mit der „Al-hadj Djumaa“ hatten einst Flüchtlinge aus Afrika versucht, Europa zu erreichen. Im Sommer 2013 war das Schiff mit fast 300 Menschen aus Eritrea und Äthiopien an Bord vor Lampedusa von der italienischen Küstenwache aufgegriffen wurden. Jetzt wird es von der gemeinnützigen Vereinigung „Rederij Lampedusa“ aus Amsterdam betrieben, hieß es. (szo/epd)

Video: Outlaw-Vorstand Mennen über zur Ankunft

In der Nacht kam das Schiff „Al-hadj Djumaa“ im Neustädter Hafen an – auf einem Tieflader. Wieso es nicht in der Elbe liegt und wie zufrieden die Outlaw-Stiftung mit dem Standort in Dresden ist, sagt Vorstand Gerald Mennen.

Leser-Kommentare

Insgesamt 40 Kommentare

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  1. Marcus

    Kurze Frage, werden bei diesem "Manmahl" auch die Männer mit Taschenlampen (NGOs) davor gestellt? Diese Männer sind ja nötig damit die Schiffe ihr Ziel finden. Diese NGOs sind auch Schlepper die verhaftet wurden.

  2. Sandokan

    Es ist eine Schande für die Kunst- und Kulturszene das Thema Flüchtlinge so zu strapazieren. Es kommen da keine gottesgleichen Wesen, sondern Leute, die sich die Überfahrt leisten können. Die tatsächlich Benachteiligten in diesen Krisenregionen haben keine Chance. Die über 4 Milliarden Euro, die von hier Eingereisten jährlich in ihre Heimatländer überwiesen werden, lösen neue Ströme aus, die unser Sozialsystem ausnutzen. Hier ist eine Gerechtigskeitsdebatte angesagt, denn keiner dieser Leute etwas einzahlt und der brave Steuerzahler blecht, die einheimischen Einkommensschwachen haben das Nachsehen. Eine Kunstaktion für die in Vergessenheit geratenen Opfer muslimisch geprägten Terrors hierzulande vermisse ich.

  3. gast

    oh,oh,[email protected]: Da werden hier in Kürze AliB,MartinH, und Konsorten auf Sie bzw. Ihren Kommentar eindreschen. Ich hol mir schon mal Popcorn....

  4. Mo H.

    Wieder eine Chance für alle deutschen Schreifachkräfte sich kulturell weiterzubilden. Aber wie zuvor wird Dresden auch hier wieder ein negatives Bild abgeben, da bin ich mir sicher. Vielleicht oder besser hoffentlich wird es in Dresden bald ein Denkmal für die Opfer rechten Terrors geben.

  5. Hafenmeister

    "Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke ..." (Satzung Outlaw-Stiftung, Paragraph 1). Das diese Aktion dem Stiftungszweck erfüllt darf angezweifelt werden. Also sollte vielleicht mal die Gemeinnützigkeit überprüft werden.

  6. J.A.Woll

    Eigentlich müßte das Boot in Berlin vor dem Reichstagsgebäude stehen und die Politiker anklagen, welche sich gemein machen mit der deutschen Rüstungindustrie, die durch Waffenlieferungen in alle Welt riesige Gewinne einfahren und Not und Elend produzieren. Diese Kriegsgewinnler aber machen, mit Hilfe bezahlter " Initiativen" lieber dem Volk ein schlechtes Gewissen durch solche Aktionen. Nicht zu essen, nichts zu trinken, keine medizinische Versorgung, kein Dach über dem Kopf, aber die modernste Waffe in der Hand - Fluchtgründe schaffen.Was tut unsere Regierung ?

  7. @1 manmahl?

    Eine englisch-deutsches Kannibalen-Veranstaltung? Konnte ich so aus dem Artikel gar nicht herauslesen....

  8. Realist

    @6 Nein, eigentlich müsste das Schiff vor jedem KIK, Primark, Aldi und Lidl stehen. Wann werden sowohl Schreihälse, als auch Dauerbetroffene verstehen, dass der Hauptgrund für diese Migrationen unser Konsumverhalten ist. Solange ein T-Shirt aus Bangladesch € 3,00 oder die Rosen aus Kenia € 4,99 kosten, solange werden deren Hersteller zu uns kommen. Wir haben das Lumpenproletariat der Berliner Hinterhöfe nach Afriak und Asien verlagert - und jetzt kommts zurück.

  9. jk

    Ich kann mich gar nicht daran erinnern, dass sich damals schlesische, ostpreussischem, westpreussische, pommersche und sudetendeutsche Männer allein - ohne Familie - auf den Weg gemacht haben und ihre Familien - Frauen, Kinder, alte Eltern - allein zu Hause gelassen hätten - zu Hause in einem lebensgefährlichen Kriegsgebiet, um nach Mittel- und Westdeutschland zu flüchten. Nein - ECHTE Flüchtlinge lassen ihre Familien nicht im Stich. ECHTE Flüchtlinge fliehen mit Frau, Kindern, Eltern und Großeltern, weil es eben eine unmittelbare Gefahr für Leib und Leben gibt. Alle, die sich nicht so verhalten, sind keine Flüchtlinge. Auch ist von schlesischen, ostpreussischen, westpreussischen, pommerschen und sudetendeutschen Menschen nicht bekannt, dass sie in den Jahren 1946 und 1947 Urlaub in den Heimatgebieten gemacht hätten, aus denen sie direkt vorher vor den Russen fliehen mussten. Welcher normale Flüchtling käme jemals auf die Idee, dort Urlaub zu machen, wo ihn der Tod erwartet?

  10. Marek

    Da war auch bitter nötig, dass endlich mal jemand auf das Schicksal der Geflüchteten aufmerksam macht. Hatten wir ja bisher nicht zur Genüge. DDR 2.0

  11. Marek

    @jk: genau so sieht´s aus, dem ist nichts hinzuzufügen

  12. R.B.

    Das Hauptschuld am Flüchtlingsdrama in dieser Welt war und ist die Politik der USA!! Wir unterstützen immer die USA. ...Weiter so, die Folgen werden u.a. auf Europa abgeladen, die USA hält sich da fein heraus. R.B.

  13. L.T.

    @Realist Sie erzählen, zurückhaltend formuliert Schwachsinn. Großkonzerne mit maximalem Gewinnstreben wälzen mit dieser Argumentation das schlechte Gewissen auf die Verbraucher ab. Selbst wenn hier Ihr T-Shirt z.B. 5€ mehr kosten würde, der oder die Näher(in) würde davon KEINEN müden Cent mehr sehen. Das Geld geht in ganz andere Taschen. Aber lassen Sie sich weiter ein schlechtes Gewissen einreden.

  14. Marek

    Zuletzt hat man übrigens auch nichts von ertrunkenen Flüchtlingen gehört. Könnte damit zusammenhängen, dass die NGO´s diese gezwungenermaßen temporär nicht mehr aufs offene Meer locken konnten.

  15. Radebeuler

    @9: Korrekt. Darum waren auch alle DDR-Flüchtlinge Asylschmarotzer, Wirtschaftsflüchtlinge und Kriminelle. Denn diese ließen Mann/Frau, Kinder und Verwandte in der DDR zurück. Herr Gauland von der AfD gehörte zu diesen Illegalen in der BRD. Übrigens haben die Deutschen aus den genannten "Ostgebieten" vorher fleißig einen Angriffskrieg geführt, Zivilisten gefoltert, missbraucht, ausgebeutet und missbraucht. Darum kam der Krieg in deren Wohnstuben, zurecht. Wie das bei der Syrern, Libyern usw. ist? Ein Angriffkrieg aus deren Reihen auf fremde Länder inkl. Völkermord ist mir zumindest nicht bekannt. Dein Vergleich hinkt also. @4: Ein Denkmal wie in Hoyerswerda, welches an die Todesopfer rechten Terrors in Dresden und ganz Sachsen erinnert wäre längst überfällig. Als Standort wäre der Külzring ideal, direkt vor dem Durchgang zur Altmarktgalerie.

  16. Al

    Hier zeigt sich wieder, dass für viele (z.B. #9) Äpfel gleich Birnen sind. Aber nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich. Erkennbar ist dafür deutlich, wer nur braunen fauligen Brei zwischen den Ohren trägt...

  17. Marek

    @Radebeuler: Flucht aus der DDR erfolgte vor dem Mauerbau üblicherweise im Familienverband, danach ebenfalls und zwar meist via Ausreiseantrag. Was Sie erzählen sind wahrlich nicht repräsentative Einzelfälle. Die Flüchtlinge aus den "Ostgebieten" haben also einen Angriffskrieg geführt, Zivilisten gefoltert etc. und hatten es daher nicht anders verdient. O.K., es gab unter den damaligen Flüchtlingen natürlich eine ganze Menge, denen man derartiges vorwerfen kann. Aber gilt dies wirklich für die Mehrheit? Die meisten Flüchtlinge waren damals übrigens Alte, Frauen und Kinder. Ich sag nur rotgrüne Grütze...

  18. schlussmitlustig

    @2: es steht Ihnen frei, eine Kunstaktion "für die in Vergessenheit geratenen Opfer muslimisch geprägten Terrors" zu initiieren. Dafür droht Ihnen nicht einmal Gefängnis. Sie könnten bei der Gelegenheit auch gleich die Opfer des RAF-Terrors oder des NSU, oder die der Neonazi-Pogrome in Solingen, Rostock-Lichtenhagen oder Hoyerswerda einbeziehen. @13: der Näher oder die Näherin, die heutzutage in Asien unsere Billigklamotten zusammenhusten, saßen vor ca. 25 Jahren noch in der Oberlausitz, im Vogtland, in Leipzig usw. Es gehören immer drei zur Ausbeutung: die mit dem maximalen Gewinnstreben, die mit dem maximalen Geiz-ist-Geil-"Hirn" und die Gekniffenen. Aber die mit dem Geiz-ist-Geil- Geröll im Kopf reagieren äußerst empfindlich, wenn mal ein klitzekleines Bötchen, auf dem "nur" Skulpturen stehen, am Rande der Stadt verschämt hingestellt wird, um daran zu erinnern, dass die Ursachen für Flucht und Vertreibung auch in unseren täglichen Entscheidungen begründet sind.

  19. Eberhard

    "schlesische, ostpreussischem, westpreussische, pommersche und sudetendeutsche" Flüchtlinge hatten auch einen deutlich kürzeren Anreiseweg - und kaum nennenswerte Gewässer zu überwinden. Der Vergleich hinkt ganz, ganz dolle, werter jk - und dies in etlichen Punkten. Die Siebenbürger Deutschen Flüchtlinge haben Sie ja z.B. in Ihrer Aufzählung vergessen - aber von denen waren ja auch so viele freiwillig in der Waffen-SS, dass Ihre Argumentation eine weitere Angfriffsfläche bekommen hätte - da lässt man diese besser weg, nicht wahr? Lügenforumsbeitrag! Insgesamt liest sich Ihre Abhandlung eher wie die eines Menschen, der empfindet, er sei zu-kurz-gekommen. Findet man aber ja häufiger in den Argumentationslinien der SZ-Forenbeiträge und an Montagabenden in DD.

  20. Radebeuler

    @13: Alte, Frauen und Kinder haben zum Teil bis zuletzt am Völkermord, an Vernichtung und Unterdrückung mitgewirkt. Das nannte sich dann Rüstungsindustrie und Volkssturm. Und von denen, die anderen "rotgrüne Grütze" vorwerfen, wird doch auch oft pauschalierend gegen Asylsuchende gehetzt. Der von Dir beklatschte Kommentar 9 ist ein Beispiel. Dann akzeptiere auch meine Pauschalierung.

  21. Müller

    @Radebeuler: "Ein Denkmal wie in Hoyerswerda, welches an die Todesopfer rechten Terrors in Dresden und ganz Sachsen erinnert wäre längst überfällig." - Wie viele Todesopfer hat es denn in Sachsen in den letzten Jahren gegeben - es zählen nur verurteilte Straftaten!

  22. schlussmitlustig

    @17: lassen Sie doch einfach mal zu, dass pauschal ALLE DDR-Flüchtlinge oder Ost-Vertriebene über einen Kamm gezogen werden - Ihre Freunde im Geiste tun das tagtäglich mit "den Goldstücken" oder "den Sozialschmarotzern" ohne mit der Wimper zu zucken. Oder stört Sie das etwa? @9 jk: selten so einen Unfug gelesen! Flüchtling oder Vertriebener-egal, alles FREMDE! Es passt offenbar auch nicht zwischen Ihre beiden Ohren, dass ein Mann, dem z.B. in Syrien der Militärdienst in irgendeiner dieser unüberschaubaren Milizen droht, einen akuteren Fluchtgrund hat, als seine Mutter, die vllt. noch über die Runden kommen kann? Oder der denunziert wurde? Sie wissen genauso wenig wie die meisten von uns, was tatsächlich los ist. Ja, man kann davon ausgehen, dass es auch Missbrauch des Asylrechts gibt - genauso wie hier Steuern hinterzogen werden, obwohl das nicht erlaubt ist. Und alle, die ertappt werden, müssen nach Recht und Gesetz zur Verantwortung gezogen werden.

  23. jk

    Oha, ich muss irgendwas Wahres geschrieben haben. Das kann man immer sehr schön messen an den schäumenden Reaktionen des hier versammelten Gutmenschentums. Prima - alles richtig gemacht. Die GutmenschInnen sind sehr dünnhäutig geworden - sie sind nervös und das müssen sie auch.

  24. so ä dresdner

    Abgesehen davon dass ich es absolut legitim finde als junger Mann mich nicht für eine der dutzenden Milizen zwangsrekrutieren zu lassen: So lange wir dafür sorgen dass Alte, Frauen, Kinder und Schwache kaum eine Chance haben Europa sicher zu erreichen so lange werden eben nur die kräftigsten durchkommen. Wenn das nicht gewollt wäre würden wir es vermutlich anders machen. Aber dank der tapferen völkischen Widerständler hat Mutti Merkel, die Meisterin des Kompromisses, den Grenzschutz jetzt eben an lybische Warlords die sich vier Schife aus Gadaffis Nachlass gesichert haben und den türkischen Sultan Outgesourced. Nächster Schritt, wie man unlängst lesen konnte, ist die Subsahara-Länder "auszurüsten". Das erspart uns den Beatrix-von-Storch'schen Todesschuss an unserer schönen Grenze, das machen andere für uns. Das gibt dann keine hässlichen Bilder vor unserer Haustür. Und verwundert reibt sich Volker & das Volk die Augen wo nur die Alten, Schwachen und Kinder bleiben...

  25. J.A.Woll

    @8 Realist, ja und nein, eine Regierung die ein so " wichtiges Thema"wie " Ehe für Alle " ganz schnell durchpeitscht, sollte sich eher gegen ungebremsten Kapitalismus und Ausbeutung durch entsprechende Gesetze (Einfuhrzölle u.ä.) stark machen. Zu bedenken wäre aber auch, das diese billige Arbeit die einzige Möglichkeit für dieser Menschen ist, ihre Existenz zu sicher. Im übrigen lassen auch die teuersten Modemarken dort arbeiten. Vor der Wende z.B. war die DDR für die BRD das Bangladesch. Meine Mutter nähte als Heimnäherin für Neckermann Jeans und bekam 1,07 DDR-Mark pro Stück ! Schlechtes Gewissen beim Bundesbürger ?

  26. Marek

    @ 20, 22: warum soll man Pauschalisierungen akzeptieren, wenn offensichtlich nur ein geringer Teil der Gruppe die Kriterien erfüllt. Ihre Beispiele hätten als Entsprechung z.B. die Behauptung, die Flüchtlinge hätten es nicht anders verdient, weil sie vorher beim IS oder anderen islamistischen Gruppen gekämpft hätten. Derartige Behauptungen werden der Sache offensichtlich nicht gerecht. Das hingegen vor allem junge Männer zu uns "fliehen" und zwar unabhängig davon, ob in ihren Herkunftsländern tatsächlich Krieg herrscht, ist jedoch schon augenfällig und damit einer Pauschalisierung eher zugängig.

  27. Radebeuler

    Mein Kommentar 20 bezog sich auf Kommentar 17, nicht auf Kommentar 13.

  28. Radebeuler

    @27: Du schreibst: "warum soll man Pauschalisierungen akzeptieren" und pauschalierst fleißig drauf los. Merkste was?

  29. Marek

    @24 Ohne die heutigen Fluchtbedingungen beschönigen zu wollen, ein Fussmarsch im Eiswinter 45 aus Ostpreußen heraus dürfte noch weit weniger "familientauglich" gewesen sein. Eine Erklärung für das Zurücklassen von Frauen und Kindern ist das also eher nicht.

  30. Marek

    @28 Vermutlich meinst Du ja wieder eher mich: man sollte Sätze bis zum Ende lesen (können). Oft wird erst dann der Sinn deutlich.

  31. so ä dresdner

    @ 29 Marek Ertrinken im Mittelmeer ist wärmer, das stimmt schon. Auch die von Warlords in Lybien unterhaltenen Arbeitslager sind sonniger als Ostpreussen '45. Da kann man nix sagen... Bleibt nur der offensichtliche Grund dass die Evakuierung der Bevölkerung "ins Hinterland" möglich war, und nicht mit Mauerbau unterbunden wurde...

  32. Wähler

    @Radebeuler Ich verbitte mir ihre linksextremen Beschimpfungen. Mein Vater ist im Sudentenland als Mitglied einer antifaschistischen Familie aufgewachsen. Meine Tante war im Naziknast, ein Onkel in Auschwitz, ein anderer Onkel im Exil in England. Trotzdem mussten sie nach dem Krieg über Nacht ihr Hab und Gut zurücklassen. Sie waren keine Täter! Die Aufteilung der Länder und Verschiebung der Menschen haben Stalin und die Alliierten in Jalta beschlossen. Mein Vater konnte sich übrigens, im Gegensatz zu den heutigen "Flüchtlingen", seinen neuen Wohnort nicht aussuchen, er bekam kein Geld fürs Rumsitzen und keine Kleidung von "schon länger hier Lebenden" geschenkt. Statt mit der rosaroten Flüchtlingsbrille sollten sie einmal realistisch betrachten, warum z.B. Kanada oder Australien nicht solche Probleme mit "Flüchtlingen" haben. Ich sage nur, Vergewaltigung einer Studentin durch einen Iraker der mit Frau und Kind (!) hier "Schutz" suchte, Vergewaltigung einer 16jährigen durch 3 Afghanen...

  33. Thomas Rosenberg

    @jk und Marek: Weshalb gab es nicht die gleiche Fluchtwelle vor Briten, Franzosen und Amerikanern? Es sind auch nicht alle geflohen, sondern die Gebliebenen mussten dann gehen. So wie Ihr alle über einen Kamm schert, wurden damals alle Deutschen als Verbrecher gesehen. Weshalb wohl? Blöderweise konnte man danach die Entnazifizierung nicht wirklich durchziehen. Adenauer hat das auf den Punkt gebracht: "Nehmen wir die Menschen wie Sie sind, denn es sind keine anderen da." Dumm gelaufen bzw. Glück für Euch.

  34. so ä dresdner

    @32 Wähler schon mal auf den Globus geschaut, warum in Amerika so viel weniger Boote übers Mittelmeer kommen? Die Antwort wird sie überraschen... Und wenn Sie das mit dem "rumsitzen" kritisch finden: Finde ich sehr gut dass sie die bürokratischen Hürden für eine Integration in den Arbeitsmarkt senken möchten. Nur so wird's gehen. Und zur Wohnsitznahme: komisch, ich kenne eine ganze Menge Flüchtlinge, aber in jedem Ihrer Bescheide stehen Angaben zur Wohnsitznahme. Beschränkt auf Dresden, Beschränkt auf Sachsen etc...

  35. Alex

    Ist es nicht grotesk? Da baut ein Däne an einem Mahnmal für Flüchtlinge und deren Leiden mit und sein Land macht die Grenzen gegen Flüchtlinge zu!

  36. ai

    Laßt die Künstler doch ihre Kunst machen. Die ist heute eben meist politisch und selten nur "schön". Am besten nicht mehr Zeitung lesen. Keine Zeitung im Briefkasten spart Geld, keine Zeitung online spart Zeit und Nerven. So kann man sich auf sein unmittelbares Umfeld konzentrieren, das ganz sicher nicht soo schlimm ist. Wir werden und sind zu gut informiert. Das Geschehen der Welt ist unmittelbar bei uns. Davon sollte man mal Auszeit nehmen und sich mal zurückbesinnen, wie entspannend es sein kann, nicht über jede Gewalttat informiert zu sein. Wenn man nicht unmittelbar am Ausstellungsort wohnt, kann einem das doch egal sein. Und Schreitouristen bleiben endlich zu Hause. Und endlich kehrt Niveau nach Dresden zurück. Die kulturinteressierten alten Dresdner sterben leider aus.

  37. Radebeuler

    @32 Wähler: Kanada oder Australien sind Einwanderungsländer. Die dort lebende weiße europäischstämmige Bevölkerung ist durch Umvolkung entstanden? Also hat Kanada und Australien bereits seit Jahrhunderten ein Problem mit weißen Flüchtlingen. Denn die dortigen ursprünglichen Einwohner wurde gewaltsam ausgerotet, massakriert, entrechtet und in die Minderheit gedrückt.

  38. Ermeler

    Und worin besteht nun die eigentliche KUNST ? Im Transport ? Das mag sein, dass das eine Kunst war. Das Schiff kann höchstens Anklage sein, nur gegen wen ? Ich habe die Leute nicht in die Fluch geschlagen oder auf den Kahn gezwungen. Was soll`s?

  39. C.G.

    Es ist müßig, auf folgendes hinzuweisen, weil: Die Einen wissen es und reagieren entsprechend und die Anderen leugnen bzw. ignorieren es! Die Flüchtlinge, (Kriegsflüchtl. 1945 aus dem Osten bzw. spätere DDR-Flüchtlinge) und die jetzige Völkerwanderung sind zwei vollkommen verschiedene Problematiken. Die Einen, gleiche kulturelle bzw. religiöse Herkunft, waren froh und dankbar(!), sich in der neuen Heimat ihr Leben einrichten zu können, (und ja, es waren auch Vertriebene darunter, und zwar nicht wenig). Die haben sich eingebracht, eingeordnet und angemessen verhalten! Und die Anderen: Völlig andere Lebensweise und -einstellung, Erziehung, Entwicklung und somit Sozialisierung. Die wollen sich weder integrieren noch einordnen. Die wollen ihre Scharia, Kinderehe, Hass auf Christen und Juden und die Unterdrückung der Frau hier verbreiten und durchsetzen. Dabei wird evtl. das Messer beim argumentieren benutzt. Aber wie gesagt, es ist sinnlos, dies in die Diskussion einzubringen, WEIL ....!

  40. Radebeuler

    @39: "Die Einen, gleiche kulturelle bzw. religiöse Herkunft, waren froh und dankbar(!), sich in der neuen Heimat ihr Leben einrichten zu können, (und ja, es waren auch Vertriebene darunter, und zwar nicht wenig). Die haben sich eingebracht, eingeordnet und angemessen verhalten" Eine Lüge bleibt es auch im Wiederholungsfall. Bitte einfach mal die Großeltern oder Zeitzeugen befragen, falls noch existent. Oder die Bibliothek/Archive nach Zeitungsartikel o.ä. absuchen. Wer in Ostpommern gewohnt hatte oder in Rumänien, hatte überhaupt keine kulturelle Schnittstelle zu den hiesigen Bayern oder Franken. Übergriffe von Reichsdeutschen auf die geflüchteten Volksdeutsche gab es zur Genüge. Das ist alles nachzulesen. Die Problematik war 1945 ff. bei den flüchtenden Volksdeutschen, vor 1990 zu den DDRlern in der BRD und 1991 ff. bei den Russlanddeutschen nicht anders als heute zu den Kriegs-/Armutsflüchtlingen. Allen wurde Hass, Ablehnung und Missgunst entgegen gebracht. Ist alles dokumentiert.

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